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Liebe Knight Lake Ranch Freunde                                     letztes update: 13.10.2014
Während des Sommers findet Ihr hier regelmässig aktuelle Berichte, was auf der Knight Lake Ranch gerade so alles läuft. Während dem Winter ist es eher ruhiger, da sich dann ja unsere Ranch - wie auch die Bären - in ihrer Winterruhe befindet.

Viel Vergnügen beim Durchstöbern der Neuigkeiten - oder im Neuigkeiten-Archiv ganz unten auf dieser Seite.

Neu bieten wir auch einen Newsletter an, um auf News updates aufmerksam zu machen. Der Newsletter kann unter folgender Adresse abonniert oder widerrufen werden: klrwalter@bluewin.ch

 

Gäste Fotos

Liebe Knight Lake Ranch Freunde

Voilà, nun sind noch weitere Gäste-Fotos der Saison 2014 aufgeschaltet und zu finden unter Photos - Gäste.

 

15. Bericht von der Knight Lake Ranch, 23.09.2014

Liebe Knight Lake Ranch Freunde

Voilà für dieses Jahr der letzte Bericht von der Knight Lake Ranch von Monica

Indian summer again - bye bye Cariboo

Zum letzten Mal erlebten wir herrliches warmes Herbstwetter bis zu 26 Grad. Allerdings sind die Blätter von den Pappeln so gelb wie noch nie und überall liegt schon viel Laub auf dem Boden. Letzte Woche badeten wir zum letzten Mal im See bei knapp 13 Grad und schwammen nicht mehr einen Kilometer wie jeweils zuvor.

Es besuchten uns noch einige Gäste kurz vor unserer Abreise. Sogar ein IT- Experte, auf den wir den ganzen Sommer gewartet hatten, traf endlich ein und half uns bei unseren Problemen mit dem Computer. Mit Jolanda zusammen, die jetzt IT-Assistentin ist, verbrachten die beiden einen ganzen Nachmittag in der Bridge Lake Bibliothek, wo man gratis reinsitzen, seine Mails und anderen Sachen bearbeiten kann.

Am Sonntag, 14. September traf eine Familie aus dem Berner Seeland mit 10 Personen ein. Ein Ehepaar mit seinen drei Töchtern und Freunden und der Bruder vom Mann mit Tochter. Wir erlebten vier lustige unterhaltsame Tage mit ihnen. Sie badeten im See, benutzten das Stand-up Paddle, standen sogar zu dritt darauf, nicht allzu lange, fuhren Kanu und Kajak, wobei sie auch dabei kenterten. An einem Abend gab es ein letztes Lagerfeuer mit Steaks und feinem Gemüse. Natürlich spielten wir auch eine Runde Dog und unser „Toggerburger Spieli“ das Hämmerlispiel  wurde vorgeführt. Es gefiel den Bernern so gut, dass sie schon vor dem Frühstück wieder loshämmerten! Am liebsten wären sie noch geblieben, wie so viele Gäste diesen Sommer.

Doch wie jedes Jahr kommt das Abschied nehmen nach dem andern. Unsere Pferde Ashley und Roy wurden am Freitag von Andreas Inauen abgeholt. Jedes Mal macht Ashley einen kleinen Tanz bis sie im Anhänger ist, doch dieses Jahr ging es recht gut. Simon und Jolanda verfütterten ihnen das letzte alte Brot und schon sind sie weggefahren. Wobei Andy und ich die beiden nochmals auf ihrer Heimweide sahen und ihnen nochmals ein Rüebli fütterten. Wir besuchten nämlich Elisabeth und Ruedi auf der Cox Ranch, die Nachbarn zu unseren Sommerpferden sind und uns immer den Kontakt herstellen.

Am Samstag packten auch Jolanda und Simone und ein Gast, der 10 Tage hier weilte, ihre Sachen und Andy und ich fuhren sie nach 100 Mile zur Greyhound Station. Die beiden gingen mit einem lachenden und weinenden Auge.

Ein herzliches Dankeschön an Jolanda für einfach alles, deine fröhliche und aufgestellte Art hat uns alle immer wieder zum Lachen und guter Laune gebracht. Ueberall hast du angepackt und nichts war dir zuviel. Ausserdem hast du die Natur, die Wanderungen mit Walter und die Spaziergänge um den Dogskin Lake, bei Tag und Nacht sehr genossen. Das  Cabin Nahanni gefiel auch dir ausserordentlich gut zum Schlafen und du hast die Morgenstimmung sehr genossen.  Einige Gäste und ich selber waren froh über deine pflegerische Ausbildung, sei es bei Spissen entfernen, Wunden verbinden und anderen Ratschlägen.

Thank you auch an Simone, die zuerst einen Sprachaufenthalt in Vancouver machte und am längsten von uns allen in Canada weilte. Die Brote und Kuchen wurden von den Gästen geschätzt, deine Ausbildung hat auch dich dabei ausgezeichnet. Ashley und Roy waren froh, wenn sie von dir Wasser bekamen und zwischendurch eine Fellmassage. Ab und zu bist du auf Fotopirsch gegangen und hast kleine und grosse Tiere fotografiert. Am allermeisten aber hast du im Dogspiel gewonnen und jeder wollte mit dir zusammen spielen.

Genauso lange wie wir in Canada weilten dauerte auch der Streik der Lehrer. Über die Sommerferien hinaus konnten sie sich nicht einigen und erst seit dieser Woche findet der Unterricht wieder statt. Stellt euch das bei uns in der Schweiz vor…..!

Ausserdem haben die Briefmarken von 1.85 letztes Jahr auf 2.50 aufgeschlagen, ihr seht, auch hier in Canada wird alles teurer.

Nun heisst es für uns Abschied nehmen, ein wunderschöner warmer sonniger Sommer geht zu Ende. Jolanda und ich waren über 50 Mal im See baden. Wir erlebten viele lustige interessante Gespräche, kurzweilige Spiele, gemütliche Spaziergänge um die Seen, lautlose Runden mit dem Kanu, etwas weniger Tierbeobachtungen als auch schon, eine einzigartige Ruhe, was viele Gäste bestätigten, unendliche Sternenhimmel und natürlich das Wichtigste: viele nette zufriedene Gäste.

Am Freitag fliegen Andy und ich in die Schweiz und bringen euch ganz viel schönes Wetter mit.

Ein letztes Mal für dieses Jahr, herzliche Grüsse aus dem herbstlich bunten Cariboo.

Monica und Andy

 

 

14. Bericht von der Knight Lake Ranch, 11.09.2014

Liebe Knight Lake Ranch Freunde

Voilà der nächste Bericht von Monica

Es herbstet

Männer ade – Frauen ohe - Dieser Titel, den Walter für den letzten Bericht gewählt hat, gefiel uns Frauen natürlich. Obwohl wir, wenn wir eingestehen, doch froh sind wenn wir einen  männlichen Gast oder Walter, der nochmals für eine Woche auf der Knight Lake Ranch weilt, um einen Rat oder eine Hilfeleistung fragen können..!

Daniel brachte uns ein Stand up Paddle aus der Schweiz mit und wir probierten es alle aus. Allein auf dem Paddle ging es recht gut, doch zu zweit braucht es einige Kraft und Stabilisation um nicht gleich ins Wasser zu fallen. Für Jolanda und mich war das andocken der schwierigste Part und so musste es kommen, wir fielen beide ins Wasser. Daniel und Ursula versuchten eine neue Variante mit dem Stuhl, doch sehr weit sind sie damit nicht gekommen……! Dafür war Daniel endlich einmal im Wasser. Vielen Dank an Daniel, du hast den grossen Wunsch von Andi Felzmann erfüllt und ich denke viele unserer Gäste werden daran den Plausch finden. Bis jetzt brachten wir alle dazu das Stand up Paddle zu auszuprobieren.

Jolanda und ich haben doch sage und schreibe fünfzig Mal im See gebadet, wobei Jolanda noch einige Mal mehr war als ich. Die letzten drei Mal zeigte das Thermometer nur noch 17 Grad und es brauchte einige Überwindung bis wir in den See eintauchten.

Vor einigen Tagen erlebten wir einen längeren Stromausfall, natürlich wie immer gegen 16.00 Uhr.  Somit stellten wir spontan unser Abendessen um. Zum Glück traf Walter kurz vorher ein und wir benutzten seinen Benzinkocher für heisses Wasser und den Reis. Die Pouletbrüstli schmeckten herrlich vom Grill und die verschiedenen Salate kann man auch ohne Strom zubereiten.

Da wir noch einen Gast hier hatten  der wahnsinnig gerne Feuer macht, heizte er uns ein wunderbares Lagerfeuer ein. Leider fing es an zu regnen, zwar nur kurz, aber wir flüchteten unter das Vordach der Werkstatt. Dort haben wir nun eine wunderbare Beleuchtung eingerichtet (was man nicht alles so findet wenn man den Abfall auf den „Dump“ Abfallhalde bringt.) Es steht ein Häuschen  da wo die Leute nicht mehr gebrauchte Gegenstände abstellen und wir sie wieder mitnehmen können. Florin hat es jedes Mal geschafft etwas nach Hause zu bringen. Auf meinen Wunsch hat er nun diese romantische Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt und wir haben mit Begleitung von Walter und seiner Gitarre einen gemütlichen Abend mit Gesang verbracht.

Jolanda schlief für einige Zeit im Nahanni, unser romantisches Cabin mit Luftlöchern und Eichhörnchen Unterhaltung. Sie erlebte wunderbare Morgenstimmungen und wurde jeweils von der Sonne geweckt. Nun musste sie es für einen Gast räumen der jetzt diese einzigartige Stimmung dort unten auch noch für einige Zeit geniessen will. Hoffentlich erfriert er nicht, denn das Wetter ist spürbar kühler geworden. Heute Morgen gab es den ersten Frost und –2Grad. Brrrrrrr. Doch am Tag scheint die Sonne und es ist angenehm warm.

So wird es langsam auch Zeit für unseren kleinen Loon fliegen zu lernen. Immer noch schwimmt er gerne neben seiner Mutter, obwohl sie sich weit entfernt und er jämmerliche Töne von sich gibt, bis er sie wieder eingeholt hat. Heute Morgen beobachteten wir, wie er seine ersten Flugversuche startete und einige Meter über das Wasser flog.  Lange wird es nicht mehr gehen und er wird uns verlassen und eine wärmere Gegend aufsuchen.

Hier noch ein Gedicht, welches ein Gast einmal über den jungen Loon geschrieben hat:

"Heute bist  Du das erste Mal geflogen – hast dreimal den See umrundet und über mich hinweggeflogen!

Junger Loon, nun ist Deine Zeit gekommen – auf zu neuen Abenteuer- Deiner Bestimmung entgegen.

Nun heisst es Abschied nehmen – nur Du weisst wann Du zurückkehrten wirst!

Leb wohl und fliege gut!

Bald werden wir uns wiedersehen – an Deinem wunderschönen See – Deinem Knight Lake!

Ich freue mich – bis bald!

Bye bye Loon – see you soon!"

 

So wünschen wir euch auch bye bye aus dem herbstlichen Cariboo

Monica, Jolanda und Simone

 

 

13. Bericht von der Knight Lake Ranch, 02.09.2014

Liebe Knight Lake Ranch Freunde

Voilà der nächste Bericht von Monica

Männer ade - Frauen ohe!

 

Der beste Berichtschreiber Andi Felzmann reiste am 21. August ab und nun bekommt ihr wieder etwas weniger lustige Berichte von mir zu lesen. Wir sind traurig dass uns unser Zipfel verlassen hat. Warum dieser Ausdruck: Andi hat uns kurz nach seiner Ankunft auf der Ranch erzählt, dass sein Wölfliname Zipfel war. Was für ein kapitaler Fehler (wie Florin allen Gästen erzählte), denn ab dieser Zeit wurde er von uns nur noch so genannt, wobei Florin es natürlich auskostete und ihm Zipfeli in allen Variationen und Tönen rief. Zipfeliiiiiiiiii wo bist du, du kommst schon wieder zu spät zum Zmorgeesse!!!!!!! Mit der Zeit sprachen schon die Gäste vom Zipfel was uns natürlich alle zum Lachen brachte.

Lieber Andi du hast uns sehr viel geholfen in deinen fünf Wochen auf der Knight Lake Ranch. Hast abgewaschen bis du fast Schwimmhäute zwischen den Fingern hattest, alle deine Gärtchen und Tännchen rausgeschnitten und gepflegt, hunderte von Disteln und Pappeln geschnitten, manchmal bist du noch kurz vor dem Abendessen mit dem Pick up in den Wald gefahren weil du noch irgendwo eine einsame Distel gesehen hast. Auch sonst hast du uns mit deinen Sprüchen gut unterhalten. Deine Frotteetüchli und Wäsche hast du überall auf den Zäunen und Leinen aufgehängt und uns immer erzählt wie lieb die Pferde sind, da sie deine Sachen schön in Ruhe lassen, bis eines Tages alles am Boden lag und wir zuschauen konnten wie Ashley sich genüsslich an deinen Tüechli kratzte.

Mit Florin zusammen wart ihr ein ausserordentliches lustiges und unterhaltsames Paar, Brothers habt ihr euch genannt. Wir alle sind gespannt auf den Film, den vor allem Florin, mit Unterstützung von Andi, gedreht hat. Einige Sequenzen haben wir schon gesehen und uns kaputt gelacht.

Ja und seit Sonntag ist es nochmals viel ruhiger geworden auf der Ranch den unser Clown und Unterhalter Florin hat auch seine Heimreise angetreten. Einen Tag zuvor durfte er noch eine geile ATV Tour mit Mike Shmyr, unserem Nachbar, machen. Sie sind über 100 Kilometer durch den Busch gefahren und Florins Augen leuchteten bei seiner Rückkehr auf der Ranch.

Lieber Florin, auch du hast viel gearbeitet als Büezer wie du dich selber genannt hast, viele Kilometer Rasen gemäht, mit dem Trimmer jedes Büschli abgeschnitten, hast abgewaschen, Spiegeleier gekocht, und viele kleine Arbeiten erledigt um die wir dich gebeten haben.

Euch beiden Männer ein herzliches Dankeschön vom Frauenteam Monica, Jolanda und Simone, wir haben uns köstlich über euch amüsiert.

Letzte Woche war Andy Diethelm für eine Woche auf der Ranch, fand wieder Arbeit an seinem Dogskin Lake Weg und räumte Bäume auf, die Walter Baumann und sein Onkel vorher gefällt hatten. Walter war für eine Woche hier, unternahm einige Ausflüge mit seinem Onkel und natürlich auch einen Ausritt mit dem Knight Lake Team, was alle sehr genossen. Er wird nochmals zurückkommen in einigen Tagen, worauf wir uns alle freuen.

Andy und ich fuhren für drei Tage nach Jasper, viel Zeit haben wir diesen Sommer noch nicht miteinander verbracht und somit genossen wir die paar Stunden. Endlich sah ich wieder einmal den Mount Robson und die Berge von Jasper. Wir fuhren sogar noch meine Lieblingsstrecke nach  Hinton mit seinen lieblichen Auenlandschaften und Seen. Als wir auf der Ranch eintrafen sahen wir wie sich zwei Menschen ganz schnell ins Ranchhaus machten. Wer die beiden wohl waren???? Sicher jemand den wir kennen und uns überraschen wollte. Und die Überraschung ist ihnen gelungen, standen doch Rainy und Zoe Stillhart vor uns - alias Urs Menzi und Marco Egli. Eine Woche genossen die beiden die Ruhe der Knight Lake Ranch, wanderten alle Wanderwege ab, fuhren in den Wells Gray Park  und Rainy beobachtete jeden Morgen seine Kraniche die sich immer mehr und mehr an ihn gewöhnten und nicht mehr so einen grossen Lärm machten wenn er in ihre Nähe kam. Danke für euer Besuch auf der Ranch, wir haben uns sehr darüber gefreut.

Für einige Tage waren nur Aktionäre auf der Ranch, Rainy und Zoe, Trudi die uns auch jedes Jahr besucht und nach einigen Jahren auch wieder einmal Daniel aus Basel.

Seit einigen Tagen hat der Herbst Einzug genommen, es  ist kälter geworden und es regnet immer wieder einmal. Das Baden im See braucht viel Überwindung und wird auch nicht mehr jeden Tag ausgeführt, dafür machen wir Pilates mit Jolanda. Ihr seht, wir Frauen sind ein aktives Team.

So geniessen wir noch die letzten paar Wochen auf der Knight Lake Ranch, haben immer noch angemeldete Gäste und fangen langsam mit dem Schlussputz an.

Liebe Grüsse an alle aus dem herbstlichen Cariboo

Monica, Jolanda und Simone  

 

 

12. Bericht von der Knight Lake Ranch, 21.08.2014

Liebe Knight Lake Ranch Freunde

Voilà der nächste Bericht von Andi Felzmann

Das war's dann schon wieder - oder: Sind wirklich die Wölfe schuld?

Heute Donnerstagmorgen 21. August verlasse ich nach fünf schönen Wochen die Knight Lake Ranch bereits wieder und trete die Heimreise in die Schweiz an. Ich darf mich einer Reisegruppe von Andy Diethelm anschliessen, welche von Dienstag auf Donnerstag auf der Ranch übernachtet hat, Andy fährt die Gruppe und mich nach Vancouver.

Das war's dann für mich leider schon wieder für dieses Jahr auf der Knight Lake Ranch und in British Columbia/Canada.

Ich durfte fünf sehr schöne, erlebnisreiche, interessante und kulinarisch hochstehende Wochen erleben.

Vor dem Abschied schaue ich kurz auf die ganze Zeit zurück, fünf Wochen, welche wieder allzu schnell verflogen sind.

Dem ganzen Team geht es gut, es sind alle wohlauf. Von Verletzungen und Krankheiten wurde das Team bis jetzt trotz grosser Arbeit und langen Einsätzen verschont, kleinere Schürfungen, Prellungen oder Wehwehchen gibt's aber immer.

Es gab nur einen Tag ohne einen einzigen Gast. An fast allen Tagen waren ein oder mehrere Cabins besetzt und standen mehrere Motorhomes hinter dem Haupthaus. Nach dem ersten Teil des Monats August mit etwas weniger Gästen werden gegen Ende des Monats und im September wieder deutlich mehr Gäste erwartet. Immer wieder kam es vor, dass nicht angemeldete Gäste vor dem Haupthaus standen und um Kost und Logis nachfragten. Gewisse Gäste telefonierten uns während ihrer Reise und fragten nach, ob es bei uns noch eine Übernachtungsmöglichkeit gäbe. Alle Gäste waren sehr zufrieden und lobten wiederholt die gepflegte Ranch, das feine Essen und die herzliche Betreuung.

Die Zufriedenheit der Gäste liegt zum grössten Teil am riesigen Einsatz aller Team-Mitglieder. Monica führt das Team und die Ranch gekonnt mit ihrer grossen Erfahrung und alle wissen, was zu tun ist und lösen ihre Aufgaben perfekt. Die grossen Aufgaben vor allem um die Häuser sind erledigt, was zu einer Entlastung bei der täglichen Arbeit führt.

Hie und da hörten wir vom besonders kühlen und nassen Sommer in der Schweiz. Wir hier im Cariboo genossen im Juli und im August mit Ausnahme von vier Tagen stets warmes, sonniges Sommerwetter. Die Lufttemperatur betrug tagsüber immer um die 28°C, das Wasser der beiden Seen lud mit angenehmen 25°C oft zu einem Bad mit sportlichem Schwimmen ein.

 

Meine Highlights (Reihenfolge beliebig)

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das wunderbare Essen, welches Monica, Jolanda und Simone jeden Tag für zahlreiche Gäste und die Team-Mitglieder hinzaubern

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Das Baden, Schwimmen und Aquafit im weichen Wasser der beiden Seen Knight Lake und Dogskin Lake

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die Beobachtung einer Elchkuh, welche zweimal mit ihrem einjährigen Jungen entspannt und langsam an der Ranch vorbeizog

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die Pilates-Lektionen, gekonnt geleitet von Jolanda, einmal im Haupthaus und einmal unter dem Apfelbaum

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die Rufe der drei Kraniche frühmorgens durch den mystischen Nebel, der über dem Knight Lake lag

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all die lieben Gäste, welche den Weg auf die Knight Lake Ranch gefunden haben und uns besuchten

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das knusprige Brot und die feinen Zöpfe, welche das Morgenessen mit dem reichen und feinen Buffet zu einem einmaligen Erlebnis werden lassen

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auf beiden Seen schwimmt hinter den Loon-Eltern ein Junges.

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dass mich Monica in Kamloops in die Aberdeen-Mall begleitet und beim Kauf eines Hemdes im Einkaufsladen "the Bay" beraten hat

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die frische Luft und das kühle, saubere, erfrischende Trinkwasser auf der Knight Lake Ranch

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der Gesang des Pizzajolos, wenn er eine feine und knusprige Pizza aus dem Ofen holte

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dass das Morgen-Essen oft auf der Sonnen-Terrasse des Ranchhauses aufgetischt wurde und erst um 8 30 h begann, was mir als "Siebenschläfer" längeren Morgenschlaf ermöglichte. Dass ich trotzdem regelmässig zu spät zum Morgen-Essen erschien, ist eine andere Geschichte.

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viele Gästen halfen uns entscheidend mit ihrem Fachwissen. So wurden Stecker ausgewechselt, Velos und WC's repariert, ein Hotspot eingerichtet, ein Grillmeister verriet uns seine Geheim-Tipps, zwei junge Studenten halfen beim Mähen und Heu aufladen.

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das Nachtessen des Teams auf dem Floss fast in der Mitte des Knight Lake's, trotz Windstille leicht schaukelnd, und mit einem nicht ganz freiwilligen Bad zweier Team-Mitglieder danach

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die zahlreichen Fahrten auf den "Dump" (Müllhalde) bei Interlakes und der unbedingt dazugehörende Besuch im Trödlerladen "Country Peddlar" mit langem Glacée-Schlecken

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der grandiose und tiefschwarze Sternenhimmel über dem Knight Lake, und wenn darin noch ein Nordlicht flackert (zwar selten, doch jeden Sommer zu beobachten), dann bezaubert dich die Knight Lake Ranch vollkommen

 

Kritik (gibt's auch, wenn auch nur leise)

-

Wegen grosser Trockenheit durfte während des ganzen Sommers im Freien kein Feuer entfacht werden. So fiel leider am 1. August das grosse Feuer vor dem Ranchhaus und auch das Feuerwerk mit Raketen und Vulkanen, gestartet von Floss, leider aus.

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Diesen Sommer treibt sich eine Wolfsfamilie in der Gegend um die Ranch herum. Neben den Elterntieren sind es noch vier Jungtiere dazu. Unser Nachbar Mike hat die Tiere mit seiner Wildkamera fotografieren können. Mehrmals hörten wir die Wölfe heulen und ein Gast sah auf seinem Morgenspaziergang ein paar Wölfe über eine Ranchwiese trotten. Zwar ist die Beobachtung von Wölfen ein besonderes und schönes Erlebnis, aber es scheint, dass wir dieses Jahr wegen den Wölfen deutlich weniger der beliebten Hirsche um die Ranch sehen.

-

Es leben ein paar Eichhörnchen auf der Ranch, die sind saufrech oder eben eichhörnchenfrech. Eines schiss einem Gast ins offene Auto, ein anderes versuchte in ein Cabin einzudringen, während die Gäste am Morgenessen sassen. Wenigstens hielt das Fliegengitter der Attacke stand, sonst wäre das Eichhörnchen den Menschen auf den Morgenteller gefallen.

-

Während zwei Wochen habe ich eine Wildkamera von Walter an einem Wiesenrand montiert. Nach einer Wanderung nahm ich die Kamera mit in die Ranch und prüfte die Karte nach Aufnahmen. Ausser Gräsern, dem vorbeifahrenden Auto des Nachbarn und ein paar wandernden Gästen wurde nichts fotografiert. Aber am selben Abend graste die Elchkuh mit ihrem Jungen während gut 20 min genau an jener Stelle, gut beobachtbar von der Terrasse des Haupthauses, wahrscheinlich rieben sich die Tiere noch am Pfosten, an welchem die Kamera fehlte. Das hätte tolle Aufnahmen gegeben, wäre die Kamera noch am Pfosten gehangen !

-

Die letzte Kritik stammt von den Frauen im Team.

Zwar wurden meine beiden letzten Berichte gelobt, aber als etwas einseitig und männerlastig empfunden.

Ich korrigiere daher und halte fest: Natürlich leisten auch die drei Frauen im Team grossen Einsatz und verrichten wichtige Aufgaben, ohne die Frauen liefe nichts oder alles zu spät, es herrscht Frauen-Power auf der Ranch, die Frauen haben die Hose an, wir sind riesig froh um "unsere" drei Frauen. Aber leider ist es so, dass ihre Arbeiten oft im Haus, in der Küche oder vor der Waschmaschine erfolgen, so unbemerkt und weniger spektakulär als Pickup-fahren. Doch die Frauen mähen neben ihren Hausarbeiten auch den Rasen, pflegen den Garten und die Pferde, rechen das Heu zusammen und laden es auf den Pickup, zudem ist es ihr alleiniger Verdienst, dass wir immer saubere Wäsche tragen und wunderbar essen dürfen.

Liebe Monica, liebe Jolanda, liebe Simone, ich danke euch im Namen aller Gäste und in meinem Namen für euren grossen, sehr geschätzten und wichtigen Einsatz auf der Knight Lake Ranch, ihr führt die Ranch ausgezeichnet.

 

Das war's dann schon wieder.

Ich danke für den wunderbaren Aufenthalt und für die schöne Zeit auf der Knight Lake Ranch. Ich hoffe, nächstes Jahr wieder an diesen besonders schönen Ort in British Columbia reisen zu dürfen, um hier die Natur, die Tiere, die frische Luft, den Sommer, die Kanufahrten und das feine Essen geniessen zu können.

 

War's das wirklich ? War das tatsächlich alles ?

Oder war da nicht noch etwas ?

Etwas Kleines und doch Riesiges und Lautes ?

Florin gehört natürlich auch zum Team, unübersehbar, unüberhörbar, er hilft und arbeitet, unterhält die Gäste und hat am meisten Muskelkraft von uns allen. Er tut viel Gutes, und wenn einmal in Fahrt, dann ist er fast nicht zu stoppen, und er ist für die Kinder der Gäste DAS Highlight, was wichtig ist, denn die Kinder sind unsere zukünftigen Gäste.

Deshalb gebührt auch Florin ein grosses "thank you", you're the greatest, aber manchmal bist du, wie ein Gast im Gästebuch festgehalten hat, eine echte "N..v..s..e"!

Es bleibt die Frage, ob wirklich die Wölfe am Fernbleiben der Hirsche schuld sind, oder ob nicht eher Florin's Gebrüll die Tiere vertrieben hat ...?!

 

take care and with regards

Andi Felzmann

 

11. Bericht von der Knight Lake Ranch, 25.07.2014

Liebe Knight Lake Ranch Freunde

Voilà der nächste Bericht von Andi Felzmann

von einem ganz normalen Tag auf der Knight Lake Ranch

05 15 h

Tiefe Ruhe liegt über der Ranch und über dem See.

Der erste Sonnenstrahl trifft auf den schwachen, mystischen Nebel, der über dem Knight Lake schwebt.

06 05 h

Zwei Kraniche landen in der Sumpfwiese und lassen dabei ihr bekanntes, lautes Geschrei ertönen.

06 30 h

Lauthals protestiert der Loon mit seinem lachenden Ruf, da ein Gast mit dem Ruderboot eine erste Runde auf dem See dreht.

07 15 h

Monica und Jolanda bereiten das Frühstück für die Gäste und für das Ranch-Team vor.

Simone deckt zuerst auf der Terrasse den Tisch, tränkt danach die beiden Pferde und gibt dem Salat- und Gemüsegarten Wasser.

08 00 h

Die ersten Gäste treffen auf der Terrasse ein und geniessen mit einer Tasse Kaffee in der Hand die Morgensonne und den Blick über die friedliche Ranch, den glatten See und in die Weite.

"Isch de Andi scho ufgstande?"

08 30 h

Das reichhaltige Frühstücks-Buffet ist eröffnet und somit zeigen sich neben allen Gästen auch Andi und Florin auf der Terrasse.

F. spannt die zwei grossen Sonnenschirme auf, da es auf der Terrasse bereits zu warm ist.

"Lupf emal dini Füess und schlurf nöd umenand!"

08 35 h

J. nimmt die Bestellungen zu Rührei, Spiegelei mit Speck oder zu einem 3-Minuten-Ei auf.

F. serviert die Eier-Speisen den Gästen.

"Jetzt weisch du d'Näme vo üse Gäscht immer nonig!"

08 45 h

In der nahen Pferdeweide wird eine Hirschkuh entdeckt, welche genüsslich am dort für die Pferde bereitliegenden Salzstein leckt.

"Schletz bitte üsi Türe nöd eso zue, ich verschrick jedesmal!"

09 30 h

S. und A. erledigen das Abwaschen, M. bespricht mit jenen Gästen, welche heute abreisen, die Abrechnung und macht von den Gästen ein Foto, F. darf auf Wunsch der Gäste-Kinder eine Runde Darts spielen und J. beginnt das am See freiwerdende Cabin "Jasper" zu reinigen.

10 00 h

Eine Gruppe von Gästen fährt zum Ausritt zur nahe gelegenen Reit-Ranch. F. mäht mit dem Fadenmäher beim Ranch-Gate Gras, welches gestern mit dem Rapid-Mäher wegen grosser Steine nicht geschnitten werden konnte, S. reinigt den Nassbereich und den Aufenthaltsraum im Haupthaus, A. schneidet Disteln aus der Heuwiese und M. füllt erste Wäsche in die Waschmaschine und beginnt, die frische Wäsche von gestern zu bügeln.

11 15 h

J. ist bereits seit einer halben Stunde am Mähen des Rasens hinter der Scheune, S. und F. laden altes Zaunmaterial in den weissen Pickup von Walter Baumann, M. arbeitet im Büro an der Buchhaltung und bereitet danach den Lunch vor und A. begleitet Gäste auf den Spaziergang rund um den Dogskin Lake.

Ein Gast bastelt mit Holzstecken aus dem Wald und mit einem Tischtuch aus seinem Motorhome ein Segel für das Kanu. Bei mässigem Wind unternimt er mit seiner Frau und einem weiteren Gast eine erfolgreiche Probefahrt auf dem See.

Ein paar Kinder nehmen ein erstes Bad im See, planschen auf den Plastiktieren am Ufer entlang und versuchen kleine Frösche zu fangen.

M. hängt die frisch gewaschene Wäsche an die lange Leine hinter dem Ranchhaus.

12 50 h

Das Team und einzelne Gäste treffen sich auf der Terrasse zum Lunch. Danach wird mit viel Lachen und kleinen Witzen bei einem Espresso der Nachmittag vorbesprochen.

M. und F. übernehmen die Küchenarbeit, wozu F. keine Musik hören darf, S. jätet den Kiesweg, J. sammelt das trockene Heu beim Haupt-Gate mit dem langen Heu-Rechen zu Haufen und A. macht einen kurzen Mittagsschlaf.

13 50 h

J. repariert mit einem Gast alle Velos, S. bäckt für das Dinner-Dessert eine Aargauer Rüeblitorte und Vollkorn-Brote für die nächsten Tage, M. giesst und pflegt die Blumentöpfe, F. und A. fahren zur Abfallhalde, um dort den Hauskehricht und das alte Zaunmaterial zu entsorgen.

"Ich möcht dänn au emol e Glacée!"

Da F. und A. im nahen Lebensmittelladen noch wichtige Einkäufe tätigen müssen, verzichten sie für einmal auf die verdiente und obligate Ice-cream im "Country Peddlar" zu Interlakes (A. nimmt immer eine "children-size", was schon gross genug ist, als Flavour immer Schokolade, F. isst sich durch all die unmöglichen Geschmäcker). Für die drei Frauen des Teams, die nie zur Abfallhalde und zum Ice-cream-Plausch fahren dürfen, bringen F. und A. je ein Magnum-Glacée mit, jetzt sind die beiden die erklärten Helden und begehrten Prinzen.

"Du hettisch selle flüssige Rahm chaufe und nöd zwei Dose mit gschlagenem Rahm!"

Eine Familie schwingt sich auf die Velos und macht eine Bike-Tour zum Bridge Lake Store. Andere machen eine Wanderung durch den eigenen Wald und an den Heuwiesen vorbei, ein paar geniessen das fast-nichts-tun und lesen vor dem Cabin unten am See ein Buch und ein Vater fährt mit seinem Sohn zum Fischen an den Sheridan Lake.

16 00 h

F. heizt den Pizza-Ofen ein, M., J. und S. bereiten die Zutaten für das Pizza-Essen vor und A. ist immer noch am Disteln und Pappeln schneiden.

Als die Schubkarre voll mit abgeschnittenen Pflanzen ist, unternimmt A. mit ein paar Kindern eine Fahrt im Ruderboot.

"Andi, git das grosse Ärger mit de Monica, wänn du wieder kei Schwümmweschte ahäsch?"

17 00 h

Da heute Samstag ist, treffen sich alle Gäste und das Team zum Apéro bei der grossen Feuerstelle.

Nach dem Knabbern von Chips schöpfen sich die ungeduldigen Kinder bald eine Schüssel Salat vom rancheigenen Garten und stehen mit ihren Tellern bei Monica Schlange. Monica rollt etwas Pizza-Teig aus und die Kinder können ihre Pizza selber mit den Zutaten belegen und gestalten. Danach übergeben sie die Holzkelle an Pizzaiolo F., der den Käse-Kuchen in den Holzofen schiebt. Schon bald ertönt der Ruf: "Pizza finito!" und die Kinder beissen in eine heisse und wunderbare Pizza Knight Lake Ranch.

Während die Erwachsenen am langen Holztisch und bei einem Glas Rotwein aus BC ihre Pizzas geniessen, sind die Kinder bereits wieder unten am See.

19 00 h

Zuerst hilft S. beim Abräumen und Hinauftragen des Geschirrs, der Gläser und des Bestecks, dann pflegt sie die Pferde und füllt die Badewanne mit frischem Wasser. F. organisiert für die Kinder zuerst einen Hufeisen-Werfen-Wettbewerb und danach auf der Wiese neben dem Ranchhaus ein Fussballspiel, J. und A. räumen die Küche auf, später wässert J. den frisch angesäten Rasen und M. erledigt Telefonanrufe und berät die Gäste zum Programm des nächsten Tages.

20 00 h

Nach dem Dessert und einem Kaffee spazieren ein paar Gäste nochmals zu den Heuwiesen, andere fahren mit den Kanus auf den See, und ein paar begeben sich ins Haupthaus, um dort bei einem Hämmerlispiel oder bei einem Brändi Dog mit Simone und Jolanda fast so laut wie der Loon lachen zu können.

Aber einer, der Florin, der hat nichts mehr zu lachen.

"Aso morn ruumsch definitiv dis Zimmer uf und tuesch äntli emal lüfte!"

21 43 h

Der Mond steigt hinter den Tannen (oder Pappeln) auf und schickt einen silbernen Schimmer über See und Ranch.

J. und S. waschen das Dessert-Geschirr ab, räumen die Küche auf und machen erste Vorbereitungsarbeiten für das Frühstück vom nächsten Tag.

22 35 h

Die Kinder sind vom reichen Tag so glücklich müde, dass sie freiwillig zu Bett gehen.

23 15 h

Die Cabins zeigen warm erleuchtete Fenster, Ruhe und Stille kehren ein, die Türen der Motorhomes werden geschlossen, einzig im Haupthaus sind Monica, Jolanda, Simone, Florin und Andi noch wach.

"Florin, ich hett no gärn en Pfäfferminztee, und nach 7 Minute muesch dänn s'Büüteli usenäh!"

 

Ein ganz normaler Tag auf der Knight Lake Ranch findet somit sein Ende, der Tag schläft ein, zufrieden und erfüllt.

An anderen Tagen können die Aufgaben unter den verschiedenen Team-Mitgliedern wechseln, wobei F. und A. nie kochen und Wäsche bügeln, dafür sind die zwei echt nicht zu gebrauchen.Und

Und wer's nicht glaubt was hier alles so läuft, der überzeuge sich doch selbst vor Ort...

Bis zum nächsten Mal aus dem Cariboo.

Andi, Monica, Jolanda, Simone und Florin

 

 

10. Bericht von der Knight Lake Ranch, 09.08.2014

Liebe Knight Lake Ranch Freunde

Voilà der nächste Bericht von Andi Felzmann

vom Leben auf der Knight Lake Ranch,

von vielen lieben Kindern, von einem unmöglichen "Kind" und von Hollywood auf der Knight Lake Ranch

Über das vergangene Wochenende waren 10 Kinder von verschiedenen Familien mit ihren Eltern zu Gast auf der Knight Lake Ranch.

Manche dieser Kinder weinten beim Abschied und vor ihrer Weiterreise, zwei weigerten sich sogar, mit ihren Eltern mitzufahren und fragten um Asyl auf der Ranch an.

Gibt es ein grösseres und schöneres Lob für das von Monica geleitete aktuelle Knight Lake Ranch Team? Was für ein positives und dankbares Zeichen, wenn Gäste ihr Reiseprogramm umstellen und weitere Ziele streichen, um damit ein oder zwei Tage mehr auf der Ranch verbringen zu können.

Mehrere Besucher erfuhren erst während ihrer Reise in BC auf Campgrounds durch ehemalige Gäste von der Knight Lake Ranch und beschlossen spontan, auch einen Besuch auf dieser empfohlenen Ranch zu machen, niemand dieser unerwarteten Besucher hat die Reiseänderung bereut. Ein paar Gäste trafen auf der Ranch auf Familienmitglieder, auf Freunde aus Fussballclubs oder auf ehemalige Trecking- oder Reisekolleginnen und -kollegen.

Ein weiterer besonderer Besuch war derjenige der Familie Jenny (Vater Urs, Mutter Bea und Tochter Lisa), welche im Sommer 2004 als erste "Gäste" ein paar Tage auf der damals einsamen Knight Lake Ranch verbrachten und an einer der ersten GV's Bilder von der Ranch zeigten.

Die vielen Kinder, welche sich erst auf der Knight Lake Ranch kennenlernten, beleben den Ranch-Alltag mit ihrem Humor, mit ihren Ideen und mit ihrer Lebhaftigkeit. Die einen fischen stundenlang im Knight Lake, erfolglos zwar, doch beharrlich, ein Junge fiel eine halbe Stunde vor der Weiterreise beim letzten Auswerfen der Angel vom Dock in den See, andere begleiten die Eltern auf einen Ausritt und sitzen zum ersten Mal auf einem Pferd, ein Junge feierte auf der Ranch seinen 10. Geburtstag ("Jetzt bin ich zähni und keis Bubi meh !") und erhielt einen schönen Geburtstagskuchen, fein zubereitet von Team-Mitglied Simone. Auf dem Programm stehen auch Kanu-, Kajak- und Velofahren, es wird Darts gespielt oder sich im Hufeisen-Werfen versucht. Badminton oder Ball-über-die-Schnur erfreut die Kinder wie auch "verstecken spielen". Manchmal zeigt Team-Mitglied Florin den Kindern einen auf der Ranch entstandenen Trick- oder Western-Film und an einem Abend organisierte Florin mit allen Kindern ein Fussballspiel neben dem Haupthaus. Die Eltern mimten auf der Terrasse das Publikum auf der Tribüne und unten rannten, lachten, kämpften und schossen die Kinder unermüdlich um jeden Ball. Etwa 20 Meter neben dem Fussballspiel jagte ein Fuchs in der Pferdekoppel nach Mäusen, ungestört vom Kinderlärm. Wenn nicht die einbrechende Dunkelheit und der zubereitete Dessert dem Spiel ein Ende gesetzt hätte, spielten die Kinder womöglich bis in den Morgen weiter Fussball.

Wobei das grösste "Kind" unter all den lieben Kindern, welche nie Streit hatten und sich vorbildlich verhielten, sicher früher die Flügel hätte strecken müssen. Aber Teammitglied Florin kümmert sich toll um die Kinder, mit seinen Witzen, seinen Sprüchen, seinen Ideen und seinen Stunt-Actions ist er für die Kinder der grosse Unterhalter und ihr Star. Und wenn Florin zu sehr an den Nerven von uns Erwachsenen zerrt, schicken wir das unmögliche "Kind" zu den wirklichen Kindern mit einer Aufgabe, denn die Kleinen verstehen den "Riesengrossen" (geschätzte 197 cm Körpergrösse), verstehen ihn und schätzen sein Gebrüll.

Natürlich verrichtet Florin neben der Betreuung der Kinder auch viele weitere wichtige Aufgaben und Arbeiten auf der Ranch. Sein eigenes und besonderes Projekt besteht darin, mit den Gästen einen weiteren Film auf der Ranch zu drehen. Die Kinder und ein paar Gäste basteln Requisiten, übernehmen in ersten Szenen Rollen und erfüllen sich somit bisher heimliche Wünsche, einmal in Hollywood ein Movie-Star zu werden.

Simone ist mit ihrer ruhigen Art ein willkommener Ausgleich zum wilden Florin, sie arbeitet oft und viel im Hintergrund, sie schaut zu den zwei Pferden, putzt, kocht, spielt mit den Kindern, und als gelernte Bäckerin-Konditorin setzt sie tolle Akzente mit gelungenen Desserts, feinen Broten und Zöpfen und weiteren wunderbaren Backwaren.

Jolanda kann als geschätzte Allrounderin auch einmal für Monica einspringen. Jolanda kocht, putzt, organisiert, kauft ein, kümmert sich um die Gäste und neben vielen weiteren Aufgaben pflegt sie auch den Salat- und Gemüsegarten. Wenn jemand eine kleine Verletzung hat, geht man zu Jolanda in die nächste Sprechstunde, denn als gelernte Pflegefachfrau, welche in der Schweiz in einem Spital arbeitet, kann sie die kleinen Wehwehchen von Florin gekonnt heilen, damit er wieder arbeitsfähig ist. Am letzten Regentag leitete Jolanda gekonnt eine Lektion Pilates, Rückenübungen und Dehnübungen für Gäste und für die Teammitglieder, was allen sehr gut getan hat. Nun, Florin nahm am Turnen nicht teil, er schlief während der Lektion im bequemen blauen Sessel vor dem Feuer vom Schwedenofen, was den Vorteil hatte, dass man für fast einer Stunde nichts von Florin hörte.

Monica leitet die Ranch und das Team gekonnt und mit viel Fürsorge, sie sagt auch einmal, wo's durchgeht und wer was zu tun hat, sie kümmert sich liebevoll um die Gäste, macht die Büroarbeiten und ist neben vielen anderen Aufgaben mit ihrer grossen Erfahrung die gute Seele der Ranch.

Gerry Burri reiste Ende Mai zum Knight Lake und lebte dort für gut drei Wochen alleine auf der Ranch. Gerry begann mit vielen Vorbereitungsarbeiten wie Rasen und Wiesen mähen, altes Zaunmaterial entsorgen, Maschinen und Autos reparieren und vieles mehr und empfing das Team Mitte Juni mit einer bestens vorbereiteten Ranch. Während der gemeinsamen Zeit mit dem Team war Gerry weiterhin für den Maschinenpark und für die Fahrzeuge und für die gröberen Arbeiten verantwortlich. Da Florin erst später zum Team stiess, war Gerry für vier Wochen der einzige Mann im Team und erfüllte viele wichtige Arbeiten. Am 15.7. reiste Gerry mit dem Greyhound Bus von Little Fort nach Jasper, von wo aus er mit einer von Andy Diethelm geleiteten Gruppe ein Reit-Trecking in die Rocky Mountains unternimmt.

Leider erlebte ich Olivia nicht mehr, da sie kurz vor meiner Ankunft die Ranch verliess. Ich liess mir aber erzählen, dass auch Olivia während ihres langen Aufenthaltes grossen Einsatz geleistet und viele Arbeiten ausgeführt hatte.

Mit Heinzpeter verliess ein weiteres Team-Mitglied bereits wieder die Ranch, auch Heinzpeter verrichtete viele geschätzte Arbeiten, neben vielem anderen schuf er als Schreiner und Holzfachmann aus rancheigenem Holz verschiedene Tafeln und für jedes Cabin eine Garderobe. Zudem ersetzte er am Team-Cabin (Chicken Barn) die Namenstafel, schnitzte einen Hühnerkopf für über die Eingangstüre und zwei Spechte für an den Holzstrunk vor dem Team-Cabin.

Dass ein ungebetener Gast nach ein paar Tagen Aufenthalts in der nahen Umgebung die Ranch verliess und sich verzog, war uns allen recht. Vor gut einer Woche war die Ranch eingehüllt in bissigen Rauch von den nahen und weiten Busch- und Waldbränden, die drei Regentage und die mehreren Gewitter mit Blitz und Donner haben aber die Luft wieder rein, sauber und klar gewaschen. Durch den langen Regen und die Abkühlung der Luft bis auf 10°C in der Nacht kühlte auch das Wasser der beiden Seen merklich ab, was aber Monica und Jolanda vom beinahe täglichen Schwimmen (bis zu achtmal vom Steg zum Floss) nicht abhalten konnte. Die Kinder planschen und schwimmen eh bei jedem Sonnenstrahl im See, sie kümmert es nicht, dass die Wasseroberfläche nur noch 21°C "warm" ist.

Leider bleibt das Campfire-Verbot bestehen, so können die beliebten Lagerfeuer vor dem Haupthaus nicht gefeiert oder gefeuert werden, was uns aber nicht davon abhält, auch heute erneut wenigstens den Pizza-Ofen einzuheizen, damit das beliebte Pizza-Wettessen genossen werden kann. Die Freude trübt einzig der monotone Singsang des Pizzaiolos (mit irisch-grüner Mütze) während drei Stunden, aber mit einem guten Glas Wein ist auch das gut auszuhalten.

Es geht allen gut, in den letzten Tagen besuchten viele Gäste die Ranch, am vergangenen Sonntag waren 26 zahlende Gäste anwesend, es gibt somit viel zu tun, aber alle sind guten Mutes, helfen einander und die Gäste sind sehr zufrieden, glücklich und dankbar, auf der Knight Lake Ranch ausspannen zu können.

Neben den in früheren Berichten erwähnten Tieren wurden neu ein Hirschstier gesehen, der immer wieder am Salzstein in der Pferdeweide leckt, die Kraniche sind zurück, mehrere Seeweisskopfadler (right like that, Florin ? => nein: Weisskopfseeadler!) kreisen über der Ranch, solange es keine Geier sind, sind wir froh. Gestern sahen Simone und Andi am frühen Nachmittag hinter der Scheune einen Schwarzbären, der ein zimtbraunes Fell trug, uns kurz anschaute und dann gemächlich und ohne Stress zum Dogskin Lake trottete.

Damit keine Missverständnisse entstehen, die oben erwähnte Begegnung verlief so: Andi ging (alleine) zum Team-Cabin und schaute in die Richtung, in welcher er bald mit dem Rapid-Mäher Gras schneiden wollte, da sah er den Bären auf dem Weg neben den Tannen stehen. Weil Simone im nahen Garten am Arbeiten war, konnte Andi nur Simone zu sich rufen, damit ein weiteres Team-Mitglied den Bären sehen konnte.

Denn ohne die Bezeugung von Simone, dass da wirklich ein Bär hinter der Scheune stand, hätte am Nachtessen-Tisch wieder niemand die Erzählung von Andi geglaubt.

Bis zum nächsten Mal aus dem Cariboo.

Andi, Monica, Jolanda, Simone und Florin

 

 

 

Knight Lake Ranch Team 2014

 

 

Foto Bericht vom 15.07.2014

Liebe Knight Lake Ranch Freunde

Zur Abwechslung gibt's mal einfach ein paar tolle Bilder von der Knight Lake Ranch, bevor dann später wieder ein Bericht in Worten folgt...

 

 

 

 

 

 

8. Bericht von der Knight Lake Ranch, 01.07.2014

Liebe Knight Lake Ranch Freunde

von Nachwuchs, Frauen mit Bizeps und Bären...

Juhui wir haben Nachwuchs! Junge Schwalben und einen Loon. Aber alles von Anfang an.

Nach einer strengen Woche mit viel Mähen und Heuen, fuhren wir am Sonntag zum Wells Gray Park und waren beeindruckt von der Wassermasse die der Dawson und Helmcken Falls führten. Man merkte dass es nass war in letzter Zeit, tosend fiel das Wasser 104 Meter in die Tiefe. Auf dem Green Tower genossen wir die herrliche Aussicht über das grosse Wald Tal des Wells Grey Parks. Bei der Rückfahrt grasten zwei Schwarzbären am Strassenrand, der eine liess sich nicht beeindrucken von unserem Auto und wir beobachteten ihn für lange Zeit. 

Am Montag ging es weiter mit Mähen und Aufladen, die drei Frauen Jolanda, Simone und Olivia haben wirklich alle Kraft gebraucht um das Heu auf aufzuladen und wieder zu entladen. Wie viele Pickups voll es waren haben sie nicht gezählt, was sie aber feststellten war, dass sie bald neue T`Shirts kaufen müssen, da ihre Bizeps so gross geworden sind.

Alle Cabins wurden hübsch hergerichtet, da am Samstag Andy`s Gruppe eintraf. Gerry mähte nochmals den Rasen, da dieser so schnell nachgewachsen war.

An einem Abend nach dem Abendessen unternahmen wir noch einen Spaziergang um den Knight Lake. Als wir bei der grossen Heuwiese ankamen, hockte ein Bär in der Wiese und graste friedlich. Er beobachtete uns ein Weilchen und trottete von dannen.

Am Samstag fand das alljährliche Rodeo in Brigde Lake statt. Wir staunten über den Mut der Bull Riders. Vor allem ein Teilnehmer wurde empfindlich am Kopf getroffen und torkelte aus der Arena. Andys Gruppe traf gerade zur rechten Zeit ein und so konnten sie auch noch ein wenig vom Rodeo miterleben.

Ja und nun kommt Monicas Highlight. Zuerst hörten wir etwas im Vogelhäuschen piepsen, die Schwalbenmama und der Schwalbenpapa flogen dauernd mit Würmern und Mücken im Schnabel hin und her und fütterten die Jungen, die unermüdlich nach Nahrung riefen. Unterdessen schauen sie schon aus dem Häuschen heraus und haben ein Gerangel um den besten Platz. Es wird wohl nicht mehr lange gehen und sie sind flügge.

Sonntagmorgens spazierten wir alle um den Knight Lake und Andys Adlerauge sah etwas Kleines auf dem See schwimmen. Tatsächlich der junge Loon ist geschlüpft und unternahm mit seinen Eltern einen Ausflug auf dem See. Endlich höre ich wieder einmal den Warnruf der Loons. Gleich machten wir uns mit dem Kanu auf den See um den kleinen Loon von Nahem zu sehen, doch die Mutter hatte ihn unter seinen Flügeln versteckt. Gestern jedoch gelang es uns doch noch den Kleinen etwas näher zu beobachten, obwohl die Eltern uns versuchten abzulenken.

Unterdessen ist der Sommer eingekehrt, wir geniessen um die 25 Grad. Andys Gruppe hat wirklich das schöne Wetter gebracht. Obwohl das Wasser in Knight Lake noch etwas kühl ist, wurden die ersten Schwimmkünste gestartet. Jolanda war aber die allererste die ein Bad im See nahm und zwar schon am 20. Juni.

Heute 1. Juli, sind alle abgereist und wir fuhren nach Interlakes, wo eine Veranstaltung zum Nationalfeiertag der Canadier stattfand. Familiengame, Musikeinlage und ein Zauberer standen auf der Bühne und unterhielten uns Zuschauer. Alle bekamen ein Stück Birthday Cake zum 147. Jahrestag. Viele Leute hatten eine Flagge dabei, auf dem Kopf, im Gesicht gemalt oder an einer Tasche hängend. Die Canadier sind stolz auf ihr Country.

Bis zum nächsten Mal aus dem sonnigen Cariboo.

Monica, Jolanda, Simone, Olivia und Gerry

 

 

7. Bericht von der Knight Lake Ranch, 22.06.2014

Liebe Knight Lake Ranch Freunde

von Eröffnung der Knight Lake Ranch

Es ist wieder soweit, die 10. Saison auf der Knight Lake Ranch hat begonnen. Am 13. Juni starteten Monica, Jolanda und Olivia die Reise nach Canada. Mit dem Flugzeug flogen wir via Amsterdam nach Vancouver. Dort angekommen erwartete Andy uns auf dem Flughafen. Er fuhr uns mit dem Bus zum Best Western Sands, wo wir die erste Nacht verbrachten. Noch am selben Tag fuhren wir mit dem Velo um den Stanley Park. Auf der Velotour sahen wir Seerobben und einen Weisskopfadler. Gegen acht Uhr fielen wir todmüde ins Bett, mit der Zeitverschiebung waren wir bereits 24 Stunden auf den Beinen.

Am nächsten Morgen trafen wir Simone im Hotel. Sie weilte bereits seit zwei Monaten in Vancouver in einer Sprachschule. Schnell kauften wir in der IKEA noch einige Haushaltssachen ein und anschliessend fuhren wir los Richtung Kamloops. Der Himmel war verhangen und es regnete immer wieder. Es hatte Schnee bis zur Strasse als wir über den Coquihalla Pass fuhren. Vor Kamloops öffnete sich der Himmel und die Sonne schien. Der erste Einkauf führte uns in den Costco, Monicas Lieblingsladen, wo wir einen Grosseinkauf tätigten. Anschliessend kauften wir die übrigen Lebensmittel ein und endlich ging es Richtung Knight Lake Ranch. Auf der Fahrt sahen wir bereits den ersten Bären und viele Hirsche standen am Strassenrand.

Nach einem anstrengenden Tag mit vielen neuen Eindrücken kamen wir um sieben Uhr auf der Ranch an. Dort wurden wir herzlich von Gerry begrüsst, freut er sich nun nach 3 Wochen Einsamkeit vier Powerfrauen um sich zu haben. Extra für uns hatte er einen Apéro vorbereitet, vorher mussten wir noch schnell die Frischsachen aus dem Bus laden.

Mittlerweile haben wir uns eingelebt und schon vieles erledigt und gesehen. Die Cabins wurden geputzt, der Rasen gemäht, Brot gebacken, die Boote bereitgestellt, das Floss auf den See gebracht, was die drei Frauen ohne Probleme erledigten. Nun war es auch an der Zeit, Monicas Blumen im Gartencenter abzuholen und nun sieht die Ranch wieder richtig hübsch aus.

Bereits hatten wir die ersten Gäste, die die Ruhe und die vielen Tiere sehr genossen. Neben einem Weisskopfadler, konnten wir schon einen Elch am See die längste Zeit beobachten. Es hat noch nicht so viele Hirsche hier wie andere Jahre und vor allem fehlt Monica der Hirschbock vom letzten Jahr. Dafür sind die Schwalben am Nisten und Andy und Monica entdeckten ein Loonnest. Hoffentlich klappt es dieses Jahr mit den Jungen.

Andy putzte den Weg um den Dogskin Lake heraus und so unternahmen wir bereits einen Rundgang um ihn und natürlich auch um den Knight Lake, damit wir neuen Frauen einen Eindruck von der Umgebung bekamen.

Unsere Nachbarn Mike und Myrna, wie auch der Zaunbauer Steve besuchten uns. Jetzt ist wieder Leben auf der Ranch.

Mit dem Ruderboot unternahmen Jolanda, Olivia und Simone eine Seeumrundung, erst hatten sie etwas Mühe und drehten sich nur im Kreis, doch mit der Zeit schafften sie es wieder zurück ans Ufer.

Die Zeit läuft und jeden Tag erleben wir Neues. Bis zum nächsten Mal aus dem wunderschönen Cariboo.

Olivia, Simone, Jolanda, Gerry und Monica

 

 

6. Bericht von der Knight Lake Ranch, 26.05.2014

Hallo und ein herzliches Grüezi in die Schweiz

von der Reise zur Knight Lake Ranch

Am 20. Mai hat mein Abenteuer CANADA begonnen. Via Amsterdam, über Grönland und den Norden von British Columbia bin ich in Vancouver, der Millionen-Metropole im Westen von Canada, gelandet.

Mit dem Greyhound ging die Fahrt via Hope durch das wüstenähnliche Fraser-Valley nach 100 Mile House.

Links und rechts des Fraser Rivers verlaufen Eisenbahnlinien. Die Eisenbahn, die Lebensader der kanadischen Wirtschaft, durchquert das Land zwischen Atlantik und Pazifik. Meistens bestehen die Kompositionen aus mehr als 100 Wagons, die mit mehreren Diesel-Loks gezogen werden.

In 100 Mile House wurde ich von meinem Kollegen, Andi Felzmann, erwartet. Nach getätigten Einkäufen und vielen Informationen zu wichtigen Adressen in 100 Mile House ging die Fahrt Richtung Bridge Lake (ca. 1 200 m.ü.M.) und zur Knight Lake Ranch.

Die ersten zwei Tage war Andi  noch da und hat mich in „die Geheimnisse“ der Ranch eingeweiht, was mir den Weg zum „Guest-Rancher“ sehr erleichtert hat. Seit Andi abgereist ist, bin ich nun der Einsiedler auf der Knight Lake Ranch. So kann ich die Natur und die Ruhe geniessen. Das Loon-Pärchen (Eistaucher, Canada’s National Vogel) auf dem See ist mein treuester Nachbar. Wunderschön hallt der durchdringende Ruf über das Wasser. Zwei mule deer (Maultier-Hirsche), haben direkt vor meinem Cabin-Fenster geäst.

Das Wetter ist sehr unbeständig und die Temperaturen liegen zwischen 7 – 15°C. So mache ich es mir im Cabin gemütlich, der Ofen verbreitet eine wohlige Wärme. Auch für das leibliche Wohl muss gesorgt sein. Mit einem sehr zarten Angus Pride Tenderloin Steak, Teigwaren, Salat und einem feinen Merlot aus dem Okanagan Valley (das Tessin Kanadas) lässt es sich ganz passabel leben :-).

Nun hoffe ich auf eine beständige Schönwetterphase, damit das bereits recht hoch stehende Gras gemäht werden kann. Hilfe beim Mähen erhalte ich u.a. von einem Rapid, Jahrgang 1952!

 

Herzliche Grüsse von der Knight Lake Ranch in „Beautiful British Columbia“

Gerry

 

5. Bericht von der Knight Lake Ranch, 19.05.2014

hello und hallo

von kolibris, kojoten, elchen und bären und von spaghetti

die letzten zehn tage zerrannen mir zwischen den fingern oder vergingen viel zu schnell wie im fluge.

manchmal ist es so ruhig auf der ranch, dass man das blut in den ohren rauschen hört (ohne die ohren zuhalten zu müssen), fliegt eine krähe oder ein rabe vorbei, so hört man das beruhigende geräusch der flügelschläge.

in den zehn tagen erlebte ich vom wetter her fast alles, was man haben kann. von sonnigen bis gar heissen tagen mit temperaturen über 20°C, die mich überlegen liessen, bereits ein bad im knightlake zu nehmen (zwar füdliblutt, aber immerhin mit einer schwimmweste gesichert, daran habe ich schon gedacht, monica !), ich war bei freunden zu besuch, wir sassen vor dem haus in der sonne und es wurde eine tube sonnencrème herumgereicht und ich musste vom hausherrn einen sonnenhut als schutz verlangen. dann gab es tage, an welchen es nur einmal regnete, manchmal schlugen heftige schauer auf den see und die gebäude, zuweilen hagelte es, es war mit gegen 6°C so kalt, dass ich froh um die thermounterwäsche, wintermütze und handschuhe war. im von mir bewohnten cabin "stikine" kann ich entweder mit den elektro-radiatoren eine schön angenehme temperatur erzeugen, oder ich feure mit unserem eigenen holz den schwedenofen ein, der bald eine wohlige wärme verströmt.

ich bin aber froh um gelegentlichen regen und feuchtigkeit, der boden ist eher zu trocken und die pflanzen brauchen die nässe unbedingt. auch habe ich die kahlen stellen im rasen um das neue team-cabin mit frischen rasensamen angesät (cariboo-mix), wenn es danach regnet ist dies doppelt ideal, der regen erspart mir die bewässerungsarbeit mit dem schlauch und liefert den samen die nötige feuchtigkeit. die neue rasenpflanzen beginnen demnach auch bereits mutig und recht dicht zu spriessen.

da ich morgen montag 19.5. nach kamloops zum heiss geliebten einkauf fahre (ein weg dauert 2 autostunden), muss ich den ersten schnitt des rasens auf dienstag 20.5. verschieben, meinen letzten tag alleine auf der ranch, am mittwoch kommt bereits gerry burri in 100 mile house und auf der ranch an. ich werde mit dem rasenstück vor der terrasse des haupthauses beginnen, dort steht das grün bereits ziemlich hoch und sehr dicht.

überall grünt es, der boden ist dank des regens nun fast überall satt grün und bei den laubbäumen und sträuchern spriessen die ersten blätter. blumenmässig leuchten seit drei tagen erste löwenzahnblüten, dennoch schwirren seit über einer woche kolibris ums cabin herum und halten ausschau nach unseren futterstationen. viele menschen hier füttern die kolibris mit aufgekochtem zuckerwasser (eine tasse zucker auf drei tassen wasser) und können so die niedlichen vögel besser beobachten. ich frage mich schon lange, was nektarsaugende kolibris fressen, wenn noch keine einzige blüte geöffnet hat. weiss der kuckuck, was die sich wo holen. vor ein paar tagen war ich mit den lendi's bei nachbarn eingeladen, einer der gäste, ein älterer canadier, wurde mir als vogel- und naturkenner vorgestellt, also stellte ich ihm meine grösste frage aller fragen. er erklärte mir, dass sich die kolibris im frühling, wenn noch keine pflanze blüht, proteinhaltige nahrung suchen, dass die kolibris somit kleine insekten und die netze der spinnen fressen.

ich sehe immer wieder wildtiere, die wie gewohnt zutraulich sind oder sich durch mich nicht gross stören lassen. als ich heute abend bei meiner rückkehr vom eastwood-restaurant um 20 30 h durchs hauptgate fuhr, standen auf der kleinen wiese links nach dem gate (angabe für ortskundige) zwei junge elche, welche dort grasten, sich mehrmals leicht verärgert nach mir umschauten und dann von dannen trotteten, in den tagen zuvor sah ich weitere elche auf dem ranchland. die hirsche halten sich eher rar, ich nehme an, dass sie noch in den wäldern stecken und dort genügend gras finden. zweimal bereits sah ich auf einer der hinteren heuwiesen einen schwarzbären. einmal fuhr ich mit dem pickup zum oberen gate richtung nachbar shmyr, bei der rückkehr sah ich in der hinteren heuwiese einen schwarzbären am grasen, er schaute ein- oder zweimal zu mir herüber, ich liess den motor des pickup's laufen, die distanz betrug 70m, der bär graste ruhig weiter, er lag mit dem bauch auf dem boden und robbte zum neuen saftigen gras, ich konnte ihn 10min beobachten und fuhr dann weiter, er graste weiter.

ich bin nicht wirklich alleine auf der ranch, neben den bären, elchen und hirschen habe ich gesellschaft von vielen wasservögeln (reihern, kranichen, gänsen, enten, eistauchern, haubentauchern, möven), die schwalben nisten bereits und die krähen machen nicht so einen höllenlärm wie bei meinem letzten frühlingsaufenthalt, natürlich sind die erdhörnchen da, auch die murmeltiere, die eichhörnchen, letzthin sprang ein kojote vor dem auto über den weg, noch nicht gesehen habe ich einen fuchs oder einen dachs, aber meine freunde sind auch schon hier .... ein paar mücken. und in der nacht machen die unzähligen frösche einen ziemlichen lärm, wobei die anwesenheit von fröschen für ein grundstück ein gutes zeichen sei, wie mir unsere nachbarn dave und pat versicherten. es gäbe käufer, welche sich erkundigten, ob auf dem zu kaufenden grundstück frösche anwesend seien, erst dann würden sie das grundstück kaufen.

canadier, welche ich in der bibliothek, im einkaufsladen oder im restaurant treffe und sprechen höre, erzählen von kontakten mit luchsen, wölfen und pumas. leider musste vor zwei wochen in der nähe ein puma erlegt werden, da er mehrmals haustiere riss.

meine arbeiten beschränken sich auf erste und leichte einrichtungs- und vorbereitungsarbeiten beim haupthaus, bei den cabins und an gewissen geräten und maschinen, dann half ich nachbar steve budd beim erstellen eines neuen zaunes, ich musste vor allem das alte zaunmaterial wegräumen und die pfosten entnageln, weiter hatte ich die sehr VERANTWORTUNGSREICHE arbeit zu verrichten, beim abrollen des neuen drahtes von der rolle verwicklungen zu vermeiden. ich half martin lendi beim schneiden des obstbaumes vor der terrasse des ranchhauses, ich habe die kanu's und das kajak an den see gebracht, ich versuchte erfolglos einen hub für eine internet-verbindung auf der ranch einzurichten und fuhr dafür zweimal nach 100 mile house, ich kaufe ein, koche und wasche.

die letzten tage wurde ich viermal von den lendi's eingeladen, einmal von ihren nachbarn, zweimal war ich im eastwood-restaurant, welches jetzt asiatisch/thailändische küche anbietet ... und viermal habe ich mir SELBER und EIGENSTÄNDIG ein NACHTESSEN gekocht, liebe freunde vom verwaltungsrat, ich habe also eure kritik, auch 'mal was selber zu kochen, ernst genommen und bin nicht jeden abend ins restaurant gepilgert. gut, es gab VIERMAL SPAGHETTI, zweimal frisch mit tomatensauce und zweimal die resten mit einem ei, war aber gut.

das sehr FEINE morgenessen und das sehr AUSGEWOGENE mittagessen (brot mit käse, gemüse, avocados, zuckermais (heiss), joghurt, birchermüesli, suppe) bereite ich IMMER selber zu und kann sich sehen lassen, oder ?

es geht mir gut, ich muss nicht darben, ich werde die vorgenommenen kilos nicht verlieren, eher werde ich noch zulegen, und wenn es mir wirklich stinkt, zu kochen, dann trink ich ein bier und danach ein glas whisky mit einem stück schokolade dazu, da habe ich auch genügend kalorien gebunkert und im bier und in der schoggi soll's auch gesunde substanzen haben.

genau das werde ich jetzt machen, ich setz mich auf die terrasse beim cabin am see, lass mir ein paar mücken um den kopf tanzen, trink einen schluck canadischen whisky und geniesse die natur und die friedliche stimmung am und auf dem knightlake. für das konzert sorgen die frösche.

"oalles geht, nur die frosche hupfen!" (ausspruch von bergführer toni, aus österreich, als der schweizer andreas hutter verzweifelt rief:"jetzt geht gar nichts mehr!")

übrigens bin ich seit drei tagen ohne internet-verbindung, ich erhalte zwar sms, kann sie aber nicht beantworten, vielleicht hat es mit dem long-weekend zu tun, an welchem fast alle canadier im internet hocken, durchs internet telefonieren und so das netz kollabieren lassen.

ich danke daher euch allen auf diesem weg für eure berichte, wünsche und grüsse.

mit einem lieben gruss von der knightlake ranch in die schweiz

with regards

andi felzmann

 

 

4. Bericht von der Knight Lake Ranch, 17.05.2014

hello

vom apfelbaum, der keiner ist (aber weil ich nicht weiss, welchen namen er wirklich trägt, nenn' ich ihn halt "apfelbaum").

(Anmerkung von Walter Baumann: Es ist ein Crabapple Tree / Wildapfel Baum - also Andi, so falsch liegst Du nun wirklich nicht! ;-).

 

liebe monica, lieber walter büchi, nicht traurig sein, es wächst alles wieder nach, nur schöner und voller und gesünder.

bereits im letzten sommer gab mir monica den auftrag, martin lendi zu fragen, ob er den apfelbaum vor der terrasse des haupthauses schneiden könne.

martin bejahte mir im letzten august, dass er dies im herbst oder winter machen werde, anscheinend hatte er den auftrag aber vergessen. als er mich am abend vom mittwoch 7.5. auf die ranch brachte, erinnerte er sich an den auftrag und führte ihn am dienstag 13.5. aus.

da es heute (17.5.) immer wieder in strömen vom himmel giesst (ist aber bitter nötig, da der boden viel zu trocken ist), benütze ich die gelegenheit, euch einen bericht zum neuen look des apfelbaumes zu schreiben, zumal ich heute samstagmorgen während einer trockenen periode den asthaufen neben dem apfelbaum entfernte (ich habe ihn NICHT angezündet ... !).

noch eine bemerkung zum regen: ich bin glücklich über die feuchtigkeit, so muss ich den frisch angesäten rasen um das neue team-cabin und zwischen haupthaus und team-cabin nicht wässern. vorgestern und gestern habe ich die gekauften rasenmischung cariboo-mix dort ausgesät.

nach martin lendi konnte der apfelbaum gut jetzt mitte mai geschnitten werden. aber heute ist es nur knapp 10°C warm oder kalt.

als ich am 8.5. zum erstenmal vor das ranchhaus trat, sah ich, dass auf der ostseite des baumes ein grosser ast abgebrochen war und im rasen lag.

martin berichtete während des schneidens, dass viele äste verdorrt sind und dass einige äste falsch wachsen, eben zu steil, auch dass gegen osten tragende äste fehlen, eben weil sie dort wahrscheinlich durch schnee und wind abgebrochen wurden.

martin versuchte dem baum wieder eine möglichst runde form zu geben, so wie man einen obstbaum schneidet, damit er möglichst viele früchte bildet, er hat recht viele äste abgeschnitten und herausgesägt, aber durch den entstandenen raum und durch das neue licht können neue äste nachwachsen. martin hat den baum auch gegen oben gestutzt, der baum nimmt somit von der terrasse gesehen gegen oben nicht mehr so viel licht und sicht weg.

martin hat 1.5 h gearbeitet, nachher hat er mit mir noch den neuen rasenmäher aus dem keller geholt und den rapid-mäher aus der scheune nach vorne gebracht, er hat alle mäher kontrolliert und laufen gelassen, alle funktionierten einwandfrei und nach martin hatten alle genügend und gutes öl. da das gras wie verrückt wächst, werde ich morgen sonntag (18.5.) zum ersten mal rasenmähen, am höchsten steht das gras zur zeit vor der terrasse.

die abgeschnittenen äste habe ich mit dem pick-up (geschmückt wie beim sechseläuten-umzug zu zürich) mit zwei ladungen zum pizza-ofen gefahren und dort neben dem ofen zwischen zwei tannen gelagert. ich denke, diese dürren und feinen äste können gut als anfeuer-holz für die grosse feuerstelle gebraucht werden.

wir sind auf der ranch immer noch ohne internet-zugang, deshalb fahre ich heute samstagnachmittag zur bibliothek im schulhaus von bridge lake, da dort freier internet-zugang gewährleistet wird, ich versuche, euch von dort diesen bericht und die fotos zu schicken.

nachher bin ich zum nachtessen bei nachbarn von martin und marianne lendi zum nachtessen eingeladen, das paar sind zwei männer, können aber gut kochen, marianne und martin lendi werden auch kommen sowie neue nachbarn, die frau irene ist canadierin und kommt aus vancouver, der mann ruedi ist schweizer. ruedi besuchte vor über dreissig jahren seinen bruder in vancouver, während des besuchs lernte er irene kennen, heiratete sie und blieb in BC, so kann's passieren, die hoffnung stirbt zuletzt ... ?!?!

übrigens habe ich heute noch etwas "geschlissen". als ich nach dem mittagsschlaf (wird nur am samstag und sonntag gewährleistet und abgehalten) im cabin stikine den rolladen beim schlafzimmerfenster mit etwas anscheinend zu viel schwung wieder nach oben ziehen wollte, brach die plastikschiene oben in zwei stücken aus der halterung. am morgen fahre ich nach kamloops zum heiss geliebten shopping, ich werde mich nach einem ersatz umsehen.

mit einem lieben gruss von der knightlake ranch

inmitten von gänsen, reihern, kranichen, enten, schwalben (sie nisten, monica), kolibris, loons, raben, eichhörnchen, elchen, schwarzbären, kojoten und hirschen ... und ein paar mücken

andi felzmann

 

3. Bericht von der Knight Lake Ranch, 16.05.2014

hello

ein kurzbericht über stress und verzweiflung mit - oder ohne - Internet, sowie ergänzung für zaungäste...

ich bin im stress, deshalb nur kurz.

ich fuhr heute freitag 16.5. nach 100 mile house und wollte den hub für die internet-verbindung kaufen, das klappte aber aus diversen gründen nicht.

deshalb bleibe ich auf der ranch vorläufig ohne internetverbindung.

in 100 mile house wollte ich dann euch die fotos zum ist-zustand des zauns von der bibliothek her schicken, aus irgendeinem grund klappte dies nicht.

ich war leicht am verzweifeln und war der meinung, dass ich heute besser auf der ranch geblieben wäre und auf die fahrt nach 100 mile house verzichtet hätte (monica kann mir dies sicher gut nachfühlen), in der stadt ist viel betrieb, da das long weekend bevorsteht.

vielleicht klappt auch deshalb vieles nicht so gut wie erwünscht.

vor meiner abfahrt heute morgen habe ich noch den ist-zustand des neuen zaunes fotografiert.

gruss

andi

 

2. Bericht von der Knight Lake Ranch, 11.05.2014

hello

dies ist ein bericht für zaungäste oder interessierte, wie die arbeiten am neuen zaun vorangehen

bericht verfasst sonntagabend 11.5.2014, um 22 32 h, nach einem SELBST-gekochten spaghetti-essen

 

liebe freunde

die zeit vergeht rasend schnell, morgen montag will ich nach 100 mile house, obwohl ich steve budd mit dem neuen zaun helfen sollte, aber ich werde ihm dann dafür den ganzen dienstag und mittwoch helfen, steve will am mittwoch 14.5. soweit wie möglich fertig sein, weil er danach nach alberta fährt (wenn ich ihn richtig verstanden habe).

weil es doch schon spät ist und ich vom heutigen tag richtig geschafft bin, schreibe ich nur einen bericht über den neuen zaun und füge ein paar fotos an.

am mittwochabend 7.5. bin ich auf der ranch angekommen.

am donnerstag traf ich steve zum ersten mal beim marmot cabin, es war zwar sonnig, aber ein kühler wind wehte, die temperatur betrug sicher nicht mehr als 10°C, ich trug eine wollmütze, meine daunenjacke, aber immerhin keine handschuhe. dass ich auch noch thermo-unterwäsche trug, konnte steve nicht sehen. steve stand also vor mir, er oben nur mit einem leichten t-shirt bekleidet, und ich bin mir sicher, er trug keine thermo-unterwäsche.

in seinem sing-slang meinte er trocken, oh, da sei ich ja, er habe mich schon viel früher erwartet, es gäbe viel zu tun für mich, und mit einem lächeln in den mundwinkeln, während er mich musterte:"was ziehst du morgen an, wenn es 5°C kalt sein und regnen wird?"

ich biss auf die zähne, war freundlich, wir kamen ins gespräch und ich darf heute nach drei tagen behaupten: wir sind schon gute freunde geworden. steve ist ein ehrlicher und liebenswerter kerl, er versteht, dass ich schweizer primarlehrer nicht alles so gut kann wie er, er schaut, dass ich mich beim draht abschneiden nicht verletze, steve arbeitet ohne handschuhe, er arbeitet schnell und hart, wenn er mal da und am arbeiten ist, und er ist auch witzig.

übrigens, am freitag regnete es nur einmal, nämlich den ganzen tag, oft goss es in strömen, zwischendurch hagelte es kräftig, es war saukalt, ich heizte den ofen ein und steve trug das gleiche t-shirt wie am tag zuvor.

dank einem telefongespräch mit walter baumann konnte ich drei fragen von steve beantworten und ich bin sicher, das ganze wird eine gute sache, der zaun wird richtig gut und wertet das bild von der ranch weiter auf.

beim pfählen will steve mich nicht in der nähe haben, das sei zu gefährlich, da hat er natürlich recht und meinte zu mir:"now you're free!"

heute half ihm dave burns beim annageln der latten, die beiden kommunizieren besser miteinander als ich mit steve, deshalb war ich auch von dieser arbeit befreit. ich half aber steve heute den draht von der rolle drehen, eine sehr WICHTIGE und eine sehr VERANTWORTUNGSVOLLE aufgabe, nein, steve war froh um meine mithilfe, da sich der draht immer wieder verwickelt und es zu zweit viel schneller geht.

gestern habe ich hinter dem marmot cabin ein stück alten zaun und den komposthaufen der familie borter entfernt, da steve dort den lattenzaun um das cabin ziehen musste. als er heute mein vollbrachtes werk sah (ich schaufelte zwei stunden, karrte mit einer schubkarre mit plattem pneu das material weg und zerrte alte pfosten, ein gate und ein paar grosse steine fort), meinte er:"you've done a good job." immerhin.

meine nächste arbeit besteht darin, von den alten, bestehenden draht- und gitterzäunen, welche steve beseitigen muss, die gitter und drähte zu lösen, da steve so die alten pfosten besser aus der erde ziehen kann.

ich nehme an, dass unser vorgänger eric borter die zäune damals baute, denn nur ein schweizer haut so viele klammern so tief in die pfosten, dass sich das gitter garantiert ja nie lösen kann, es könnte ja villeicht ein elefant kommen und sich am gitter kratzen, ja dann muss der zaun schon recht solide gebaut sein. wie ich weiss, besass eric schafe und ziegen, ich bin sicher, kein schaf hat es je geschafft, in den garten von borters zu dringen, der garten war hochsicherheitsmässig und völlig schafsicher umzäunt. ich kann euch einfach sagen, manchmal fluche ich leise vor mich hin, it's a hard work, dann mach ich halt mal eine pause, einmal sah ich beim verschnaufen und beim in die runde schauen, um die natur und stimmung zu geniessen, auf der hinteren heuwiese einen goldbraunen schwarzbären beim grasen.

was für uns helfer weiter zu tun sein wird während des sommers:

- das alte material (pfosten, latten, gates, gitter, drähte) wegräumen und sauber deponieren

- es hat entlang der alten zäune, welche weggeräumt werden, grosse steine. wenn der zaun nun fehlt, könnten diese brocken für die pferde gefährliche stolpersteine werden. wahrscheinlich müssen all diese steine weggeräumt werden, wird knochenhart, am besten mit einem bobcat oder mit dem bagger von mike smyr.

- steve machte darauf aufmerksam, dass dort löcher im boden entstehen, wo er alte zäune und deren pfosten entfernt. auch diese löcher könnten für die pferde gefährlich werden. steve schlägt vor, diese löcher mit einem stück der alten pfosten zu stopfen.

weiter hat steve mitgeteilt, dass die drahtzäune ab und zu, vielleicht einmal im sommer, nachgespannt werden müssen.

aber es macht auch spass, draussen zu werken, besonders wenn man an einem so schönen ort chrampfen darf.

dass dave burns heute mithalf, kam so: patt und dave machten auf ihrem motorrad eine tour und fuhren am marmot cabin vorbei, wo steve und ich am arbeiten waren. wir schwatzten 20 minuten und dave half steve danach beim ausmessen.

später, etwa um 17 30 h, als ich kurz ins büro im haupthaus ging, hörte ich auf der combox eine nachricht von dave, dass er eine explosion aus der richtung von steve budd's grundstück gehört habe, evtl. sei bei steve budd zuhause etwas explodiert. ich fuhr zum haus von steve budd, wo aber alles in ordnung war, evtl. war auf dem highway eine kollision oder sonst wo explodierte etwas. dave und patt waren auch bei steve zu hause und dave half steve beim zusagen der latten für unseren zaun. so kam es, dass dave auch dabei war, als steve spät am abend nochmals zur ranch kam, und steve beim annageln der latten mithalf.

falls ich mich undeutlich ausgedrückt habe, liegt es auch daran, dass es schon spät ist und ich jetzt schluss mache und schlafen gehe.

das wichtigste: uns ist nichts passiert, uns (steve budd, patt und dave und mir und den 13'479 laut quakenden fröschen) geht es allen gut und wir sind wohlauf.

mit einem gruss

andi

 

 

 

1. Bericht von der Knight Lake Ranch, 10.05.2014

Seit dem 7. Mai ist die Knight Lake Ranch wieder besetzt und damit aus dem Winterschlaf erwacht. Andi Felzmann ist vergangenen Mittwochabend nach einer erlebnisreichen Reise von der Schweiz auf unserem Paradies angekommen und hat bereits seinen ersten Bericht verfasst. Die Knight Lake Ranch hat er offenbar in gutem Zustand ohne Schäden angetroffen. Nach einem Winter mit viel Schnee ist der Wasserstand des Knight Lakes so hoch, wie wir ihn noch nie gesehen haben. Voilà Andi's Ausführungen ab seiner Ankunft im Caiboo...

 

hello und Hallo

In 100 Mile House erwartete mich an der bus station Marianne Lendi. Die Lendis sind vor gut 30 Jahren von Walenstadt nach Bridge Lake ausgewandert und wohnen etwa 25 min von der Knight Lake Ranch entfernt am Lesser Fish Lake. Mit Marianne konnte ich die ersten und wichtigen Einkäufe machen. Dann fuhr mich Marianne zu ihrem Haus, was ich im stillen erhoffte, denn dort erwartet uns Martin Lendi mit einem Glas Weisswein in der Hand und Marianne kochte das Abendessen fertig. Nach einem feinen Mahl, Chrottepösche-Salat von der eigenen Wiese, selbst gemachter Kartoffelstock aus eigenen Kartoffeln, Rüebli aus dem Garten und Fleischbällchen an einer feinen brauen Sauce, brachte mich Martin etwa um 19:30 h zur Knight Lake Ranch. Martin half mir, eine Matratze vom Haupthaus ins Cabin zu zügeln, er stellte mit mir die elektrischen Sicherungen auf Betrieb um und kroch in den Cabin-Keller, um dort Boiler und Heizung zu prüfen. ich hatte also Licht und Wärme durch die elektrischen Heizkörper, welche das Cabin genügend warm brachten, auch das Wasser floss, zwar nicht wie gewohnt stark, aber immerhin. Nachdem Martin zurück zu seinem Haus fuhr, richtete ich mich noch etwas im Cabin ein und ging bald schlafen.

Etwa eine Million Frösche um den Knight Lake quakten ein lautes Konzert und lullten mich so in tiefen Schlaf ein.

Während des ganzen Mittwochs war es oft sonnig mit weisser Bewölkung, während der Busfahrt regnete es zweimal nur kurz, das erste Glas Weisswein konnten wir an der Sonne noch vor dem Haus der Lendis einnehmen, anscheinend war es in den vergangenen Tagen und Wochen sehr warm und trocken.

Die Ranch erschien auf den ersten Blick wie gewohnt sehr friedlich, das Gras noch kurz, aber schon etwas grün, nur hinter der Scheune lag noch etwas Schnee, das vom Dach rutschte, der Flieder treibt noch keine Blätter.

mit einem lieben Gruss von der Knight Lake Ranch in die Schweiz

with regards

Andi Felzmann

 

 

 

11. GV der Canada Trail Ranch AG

Liebe Knight Lake Freunde

Am Freitag, 16. Mai findet die 11. Generalversammlung der Canada Trail Ranch AG statt. Der Verwaltungsrat freut sich darauf möglichst viele Aktionäre begrüssen zu dürfen. Nebst der gewohnten Geselligkeit lohnt sich die Teilnahme natürlich nur schon um sich die Premiere des neusten Western von Sevi Schönenberger, gedreht auf der Knight Lake Ranch im Sommer 2013, nicht entgehen zu lassen. Wer sonst, wenn nicht unsere Aktionäre, kann schon behaupten an der Premiere eines ernstzunehmenden Oskar Anwärters dabei gewesen zu sein!

Einladung zur 11. GV der Canada Trail Ranch AG

Also, Anmeldung nicht vergessen und bis bald im Toggenburg - im Restaurant Churfirsten, Scherrer, 9630 Wattwil.

Liebe Grüsse, Walter

 

 

Team 2014

Liebe Knight Lake Freunde

Gerne stellen wir Euch unter Team das neue, hoch motivierte Knight Lake Ranch Team für die Saison 2014 vor.

Viel Vergnügen beim Durchsehen,

Liebe Grüsse, Walter

 

 

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