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Liebe Knight Lake Ranch Freunde                                     letztes update: 26.11.2012
Während des Sommers findet Ihr hier regelmässig aktuelle Berichte, was auf der Knight Lake Ranch gerade so alles läuft. Während dem Winter ist es eher ruhiger, da sich dann ja unsere Ranch - wie auch die Bären - in ihrer Winterruhe befindet.

Viel Vergnügen beim Durchstöbern der Neuigkeiten - oder im Neuigkeiten-Archiv ganz unten auf dieser Seite.

 

Info 26.11.2012 - Neues Cabin

Liebe Knight Lake Ranch Freunde

Wie an der letzten GV angetönt möchten wir gerne ein neues Cabin erstellen. Nun, diesem Punkt sind wir einen grossen Schritt vorwärts gekommen.

Im Verwaltungsrat haben wir ein Projekt ausgearbeitet, für welches momentan die Offert Erstellung läuft. Sobald wir eine Offerte haben und die an der GV, respektive in dessen Nachgang gesprochene Kapitalerhöhung zu Stande kommt, nehmen wir die Auftragserteilung für den Abriss des baufälligen Hühnerstalls und den Neubau des Cabins an die Hand.

Folgend findet Ihr die Projektpläne und die Technische Spezifikation.

 

Herzliche Grüsse,

Walter Baumann

 

8. Bericht KLR Sommer, 27. September 2012, von Monica Diethelm

Liebe Knight Lake Ranch Freunde

Die zweitletzte Woche auf der Ranch verbrachten wir mit Aufräumarbeiten, Putzen und was sonst noch alles anfällt zum Abschluss. Am letzten Abend vor der Abreise von Marion und Severin besuchte uns noch May, der Labradorhund von der Familie Vogel. Sie fühlte sich sofort wieder wie zu Hause und schnüffelte auf dem ganzen Grundstück herum. Unermüdlich harrte sie vor einem Loch, wo vorher ein Streifenhörnchen sich verkroch. Stein um Stein versuchte sie wegzuräumen, aber sie hatte keine Chance den Chipmunk zu kriegen.

Unsere Pferde Ashley und Roy wurden von Andreas Inauen abgeholt. Traurig nahmen wir Abschied von den beiden Vierbeinern. Zum letzten Mal fütterte Marion ihnen einen Apfel, da Ashley fast nicht in den Trailer einsteigen wollte. Die Pferde belebten unsere Ranch schon sehr und die Gäste wie auch das Team freuten sich immer wieder an ihrem Anblick. Vor allem Ashley war sehr zugänglich und erschien schnell wenn man sie rief. Am Morgen wenn wir frühstückten oder auch beim Abendessen auf der Terrasse kamen sie sofort von der nahen Weide und standen beim Gate, tranken etwas Wasser aus der Badewanne oder dösten (schnarchten sogar manchmal) vor sich hin.

Am gleichen Abend trafen auch unsere letzten Gäste mit dem Motorhome ein. Daniel und Ronja sind für zwei Wochen in Canada und genossen bis anhin wunderschönes Herbstwetter. Sie schauten gleich noch zu May während Andy, ich, Marion und Severin nach 100 Mile House fuhren. Wehmütig nahmen sie Abschied von der Ranch und Severin hätte viel darum gegeben wenn er noch hätte bleiben können. Er nagelte seine Schuhe ob dem Nahanni Cabin, denn dieses bewohnte er fast den ganzen Sommer. Auch bei Temperaturen um die Null Grad machte es ihm gar nichts aus. Von dort hat man auch eine fantastische Aussicht über den See und die Sonne scheint einem mitten ins Gesicht am Morgen.

So nahmen wir Abschied von den beiden, die mit dem Greyhound nach Vancouver fuhren wo sie noch zwei Nächte verweilten um etwas von dieser abwechslungsreichen Stadt am Pacific zu sehen.

Am Sonntag fuhren auch die Camper weiter und so hatten Andy und ich die Ranch ganz für uns alleine. Am Nachmittag war es so warm, dass wir einige Zeit auf den Liegestühlen verbrachten. Für mich war es dort noch zu heiss und ich verzog mich in den Schatten. Unglaublich, so heisses Wetter im September zu erleben. Familie Vogel lud uns zum Pizzaessen am Abend ein und wir genossen ein letztes Mal Pizza vom Holzofen.

Nun ist auch die letzte Woche für uns angebrochen. Noch sind einige Arbeiten zu verrichten. Der Tiefkühler muss abgetaut werden, die Blumen werden entsorgt, was meinem Herzen weh tut, denn sie sind doch noch so schön anzuschauen, die Tanks der Autos brauchen Benzin damit sie den Winter ohne Kondenswasser überstehen, die letzten Matratzen werden ins Haupthaus gebracht damit sie sicher sind vor den Eichhörnchen und Mäusen, das Leergut und der Abfall muss entsorgt werden, usw.

Gestern besuchten wir noch unsere Nachbarn Mike und Myrna Shmyr, um uns auch von ihnen zu verabschieden. Sie werden im Winter ein Auge auf unsere Ranch halten worüber, wir sehr froh sind.

Heute morgen hatte es Frost doch die Sonne strahlte schon bald wieder, die Bäume werden immer gelber und verlieren zum Teil schon die Blätter. Ein letztes Mal spazierten wir um den Dogskin Lake, wo Andy diesen Sommer viele Stunden verbrachte um den Rundweg herauszuputzen. Am Abend erlebten wir einen wunderschönen Abendglanz mit einem fantastischen Spiegelbild der gelben Bäume im Knight Lake. Es fällt uns schwer hier Abschied zu nehmen. Doch wir gehen im Wissen, dass wir auch nächstes Jahr wieder hier sein dürfen.

Ein herzliches Dankeschön an das grossartige Team 2012!!!!!!!

Allen voran Marion als Älteste, die mit ihrer ruhigen und freundlichen Art viel im Stillen verrichtet hat, was ausser mir wahrscheinlich gar niemand aufgefallen ist. Jeden Abend fütterte sie die Pferde mit Brot, füllte die Badewanne mit Wasser auf und tränkte den Salat in den Triebbeeten. Wenn ein Problem anstand, sei es draussen wie drinnen, wusste sie oft einen praktischen Rat. Dass sie eine Bauerntochter ist haben wir spätestens beim Heuen erlebt, so schnell wie sie das Heu geladen hat, hat ihr keiner nachgemacht. Sie war auch für das Brotbacken verantwortlich und das wurde von allen Gästen gerühmt.

Florin danke vielmals, dass du uns diesen Sommer so gut unterhalten hast. Die Gäste wie auch wir vom Team haben oft über seine Sprüche gelacht und das rohe Zwiebeln essen wird in die Geschichte der Knight Lake Ranch eingehen. Er war aber auch der Büezer, der draussen die Umgebung in Ordnung brachte, sei es mit Rasen mähen, Trimmern oder Kleinigkeiten reparieren. Er hat gar nicht gewusst, dass er so viele Talente hat. Auch im Haushalt hat er mitgeholfen, beim Putzen, Brot backen und natürlich beim Abwasch.

Von Severin konnte das ganze Team etwas lernen, z.B. Zwiebeln und Knoblauch andünsten, mit Wein ablöschen, einreduzieren und mit Rahm und Gewürzen je nach Sauce verfeinern. Er hat uns den ganzen Sommer wunderbare Menus auf den Teller gezaubert. Auch seine schön angerichteten Desserts wurden sehr gerühmt und genossen. Das nächste Jahr werde ich einen schweren Stand haben, wenn er nicht hier ist. Aber wer weiss, vielleicht kommt er nochmals zurück. Ausser der Kocherei war er auch draussen mit Mähen beschäftigt. Seine gemütliche Feuerstelle wurde dieses Jahr rege gebraucht und wir freuen uns jetzt schon auf seine speziellen Fotos von der Knight Lake Ranch.

Einen herzlichen Dank aber auch den vielen Helfern, die uns auf auf ihre Art und Weise tatkräftig unterstützt haben.

Auch die Rückmeldungen auf unsere Homepageberichte haben uns sehr gefreut. Schön fand ich, dass die beiden Männer so spontan und lustig über die Geschehnisse auf der Ranch berichteten.

Somit ist das der letzte Bericht von der Knight Lake Ranch für diesen Sommer. Morgen drehen wir den Schlüssel und hoffen, dass die Ranch den Winter ohne Schaden übersteht. Übrigens wird sie dieses Jahr über Weihnachten von den beiden Aktionären Yvonne und Röbi bewohnt. Wir sind jetzt schon gespannt was sie uns zu erzählen werden, wie hoch der Schnee war und welche Temperaturen sie hier vorfanden.

Einen ganzen Monat genoss ich das Stikine Cabin, schlief da unten und erlebte viele schöne Morgenstimmungen. Die Sonne kitzelte mich im Gesicht wenn ich noch im Bett lag und anschliessend trank ich meinen “Cup of Coffee“ auf der Veranda und genoss die wunderbare Aussicht über den See, die Ruhe und die herrliche Natur. Diese Augenblicke werde ich den ganzen Winter über in mir tragen.

Zum letzten Mal herzliche Grüsse aus dem herbstlichen aber wunderschön warmen Cariboo.

Monica und Andy Diethelm

 

7. Bericht KLR Sommer, 16. September 2012, von Monica Diethelm

Hallo liebe Knight Lake Leser

Am Freitag traf wieder einmal ein Camper auf unserer Ranch ein. Matthias und Melanie sind auf Hochzeitsreise, das dritte Hochzeitspaar für dieses Jahr, Urs ein Aktionär hat ihnen die Ranch empfohlen. Sie gingen reiten und Marion gleich mit ihnen, genossen eine Kanufahrt auf dem See und wanderten um den Dogskin Lake.

Marion und ich unternahmen am Tag vorher eine Ausfahrt an den nahe gelegenen Green Lake. Es war wunderbar warm um die 30 Grad und wir hatten die kurzen Hosen und T-Shirts an. Auf dem Weg dorthin stoppten wir kurz noch auf der Red Willow Ranch um die Pferdchen Jule und Annie vom letzten Jahr zu besuchen. Sie sind beide gewachsen, immer noch so herzig, aber gar nicht interessiert an uns. Die Besitzerin von der Ranch ist im Sommer unverhofft gestorben nachdem sie drei Tage vorher ihre Ranch verkauft hat. Ein Schock für alle, vor allem für Lena die doch vier Jahre dort gearbeitet hat und uns immer die Pferde gebracht hat.

Die Fahrt zurück zur Ranch führte uns über die Gravel Road der North Bonaparte Road. Immer wieder kam ein kleiner See zum Vorschein, die Blätter sind langsam am gelb werden. Leider sahen wir keine Tiere, aber es war eine schöne Abwechslung zum Alltag auf der Ranch.

Noch immer beschäftigt uns nämlich die Pack Rat, jeden Abend macht sie sich bemerkbar auf der Terrasse und frisst die Köder aus der Falle steckt aber selber nicht darin. Was haben wir doch alles schon für verschiedene schmackhafte Sachen probiert. Käse, Speck, Mehl, Matthias hat uns das empfohlen, aber alles hilft nichts.

Am Samstag trafen noch Nachbarn von Marion ein. Iris und Marco machten extra einen Abstecher auf die Knight Lake Ranch. Endlich erhielt Marion wieder die neuesten Informationen über ihre Heimat. Es war ein gemütlicher Abend, wir konnten sogar draussen das Abendessen geniessen. Das Thermometer zeigte nämlich am Mittag 31 Grad an, kaum zu glauben. Natürlich erzählten wir wieder die Geschichte mit unserer Ratte und alle warteten gespannt bis sie sich bemerkbar machen würde. Und tatsächlich wieder hatte sie es geschafft die Falle auszulösen ohne darin zu sein. Auch unsere Gäste konnten das kaum glauben.

So telefonierte ich mit Klaus Vogel unserem Nachbarn. Er gab mit den Rat, die Falle mit Karton oder einem Holz abzudecken, damit die Ratte nicht von der Seite kommen kann. Marion folgte diesem Rat und bastelte also so etwas und als Leckerbissen für die Ratte verwendet sie ein klebriges Marshmellow.

Am Abend waren wir ganz gespannt was nun passieren würde, und was glaubt ihr was los war......... Nämlich wieder nichts, die Ratte hatte die Falle ausgelöst aber sonst nichts. Langsam wurde es Marion zuviel mit diesem Biest. Wohlweislich stellte sie nochmals alles ein und wir verzogen uns in unser Cabin am See.

In der Nacht stürmte und regnete es wie verrückt. Es rüttelte an den Wänden und das Wasser plätscherte auf dem Dach. Am Morgen schaute ich verschlafen vom Bett aus nach draussen auf das Dach von der Sauna. Ich wusste gar nicht, dass es weiss ist und nicht grün. Also stand ich auf, denn ich hatte einen leisen Verdacht. Tatsächlich alles war weiss, nicht nur das Saunadach, es hatte geschneit und die ganze Landschaft war verzuckert. Gestern noch fast 30 Grad und heute morgen Schnee, das sind doch ganz extreme Gegensätze. Schnell zogen wir uns an um einige Fotos zu machen und natürlich waren wir auch gespannt was wir auf der Terrasse vorfinden würden.

Juhui ihr glaubt es nicht, nach 10 Tagen hat Marion die Ratte erwischt, endlich Ruhe. Nun sind wir beruhigt und dieses Tier kann uns im Winter keine Schäden an den Gebäuden und auch in unserer Werkstatt, die natürlich nicht Ratten, Eichhörnchen und Streifenhörnchen sicher ist, machen.

Nach zwei eher kühlen Tagen scheint heute wieder die Sonne und am Mittag war es doch tatsächlich 26 Grad. Den ganzen Tag keine Wolken am Himmel einfach ein grandioser Tag. So legten wir uns am Nachmittag in den Liegestuhl um auch einmal diese zu testen und genossen die herrliche Aussicht auf den See und lasen in unseren Büchern. Am Morgen schnitten wir die Himbeer- und Johannisbeerstauden zurück, bearbeiteten unsere Umgebung und beobachteten die vielen Krähen die zu Dutzenden auf der Ranch einen fürchterlichen Krach machen. Sie picken die Würmer aus dem Boden. Ab und zu fliegt ein Schwarm Canada Gänse über das Haus und macht Halt.

Am Freitag fuhren wir voll Freude nach 100 Mile House um Severin vom Greyhound abzuholen. Zuerst durchstöberten wir noch die wenigen Kleiderläden, fanden aber nichts Passendes, gingen in die Schweizer Bäckerei etwas essen, dabei kauften wir auch noch wunderbare Crèmeschnitten und dann war es Zeit für die Ankunft des Buses. Wir waren froh Severin gesund und munter zu sehen und auf der Rückreise zur Ranch erzählte er uns alle seine Erlebnisse und Eindrücke von den vierzehn Tagen im Norden. Er wird euch selber noch schreiben was er so alles erlebt hat. Auf der Ranch angekommen erwarteten uns die beiden Frauen Andrea und Caroline. Sie stellten das Zelt auf und wir hoffen, dass sie nicht allzu kalt haben in der Nacht.

Das Wochenende verbrachten wir ruhig und gemütlich. Wir geniessen es wieder einen Mann im Haus zu haben und Marion und ich schätzen den Butler sehr der uns Kaffee, Apéro und heute morgen sogar das Frühstück auf den Balkon des Cabins servierte. Bei herrlichem Sonnenschein genossen wir das Morgenessen und konnten uns an der Ruhe und dem flachen See nicht satt sehen. Es war fast zu warm und immer wieder legten wir eine Schicht Kleider ab.

Am Nachmittag unternahmen wir eine Ausfahrt zum Bonaparte Lake und anschliessend nochmals am Green Lake entlang heimwärts. Wobei nicht alles so einfach war denn die Strasse war recht holprig und die Strassenkarte verwirrte uns ein bisschen. So landeten wir schlussendlich in einem immer schmaleren Weg bis es vor einem Schlammloch nicht mehr weiter ging. Erst in nachhinein merkten wir, dass wir uns auf einer Snowmobilstrecke befanden. Es blieb Severin unserem Driver nichts anderes übrig als umzukehren, was bei der Enge nicht so einfach war. Wir merkten schnell das er Übung hat, war er doch drei Monate im Outback von Australien herumgereist.

Übrigens hat Marion heute auch noch ihren ersten Bär gesehen denn vorher wollte sie nicht von Canada abreisen. Leider zeigte sich Meister Petz nur ganz schnell, dafür sahen wir umso mehr Rinder am Wegrand grasen. Seit der letzten Ausfahrt verfärbten sich die Pappelnbäume sehr und das intensive gelb der Blätter ist fantastisch zum anschauen.

Müde aber voller neuer Eindrücke vom Hinterland des Cariboo kamen wir auf die Ranch zurück und Severin kochte uns einen feinen Znacht.

Herbstliche Grüsse aus dem Carbiooland

Monica, Marion und Severin

 

 

6. Bericht KLR Sommer, 10. September 2012, von Monica Diethelm

Liebe Knight Lake Ranch Freunde

Seit gestern sind Marion und ich alleine auf der Ranch. Aber alles von Anfang an.

Am 30. August feierten wir den Geburtstag von Walter Baumann. Nicht einen normalen Geburtstag sondern seinen vierzigsten. Er hatte seine Abreise so geplant, dass er ihn noch hier auf seiner geliebten Ranch feiern kann. Für einmal hatte er Hausverbot, denn Severin, Marion und ich waren mit den Vorbereitungen beschäftigt. Severin backte den ganzen Tag am Geburtstagskuchen. Marion und ich putzten das Haus auf Vollglanz und am Nachmittag suchten wir noch Blumen auf dem Weg nach Bridge Lake für die Tischdekoration. Mit verblühten Fireweed, Kerbeln und den letzten noch blühenden Indian Paintbrush und Astern stellten wir einen wunderschönen Herbsttisch zusammen. Walter war ganz gespannt was ihn am Abend erwartete. Als dann Mike unser Nachbar mit seiner Frau Myrna und etwas später Klaus und Sybille Vogel eintrafen war er völlig überrascht und freute sich sehr. Es gab ein wunderbares Nachtessen einmal mehr liebevoll von Severin zubereitet und ein unterhaltsamer Abend ging zu Ende.

Am anderen Tag reiste Andy mit Heinzpeter und Uschi und unserem Koch Severin Richtung Norden ab. Heinzpeter geht es unterdessen wieder etwas besser mit seinem Knie aber es hat lange gedauert. Er hat viel Geduld aufbringen müssen und sein Bein immer wieder geschont. 42 Nächte verbrachte er auf der Knight Lake Ranch und zimmerte, flickte und bastelte zwischendurch etwas vor sich hin. Danke lieber Heinzpeter für alles was du uns hier geholfen hast. Mit deiner Eintragung ins Gästebuch hast du uns einen tollen Abschied von geschenkt. Wir werden das Gedicht bald einmal auf das Gästebuch der Ranch stellen.

Auch Uschi Herre, die 81 Jahre alte Lady hat uns wieder besucht und sie genoss die kurzen Tage auf der Ranch. Nach sieben Reittrecks unternimmt sie nun eine Naturreise in den Indian Summer.

Da Severin noch nicht allzu viel von Canada gesehen hat und es auf der Ranch ruhiger wird, reist er nun für 14 Tage mit der Reisegruppe mit. Er wird sicher einige fantastische Bilder vom Norden mitbringen, denn er hat ein super Auge für Detailaufnahmen. Wir freuen uns jetzt schon auf seine Fotos.

Gestern nahm auch Walter endgültig Abschied von der Knight Lake Ranch. Auch dir Walter vielen herzlichen Dank für deinen Einsatz auf der Ranch. Wir waren froh, dass du uns einige Flickarbeiten, das Campergate war gebrochen, die Geschirrspülmaschine musste eingebaut werden, Rasenmäher, Trimmer, und Rapid brauchten einen Service, der Wasserhahnen in einem Cabin tropfte und vieles mehr übernommen hast.

Seine grösste Herausforderung war aber das Mähen mit dem Motormäher. Da unser Nachbar Mike nicht so gut vorwärts kam mit seinem alten Geschirr, mähte Walter zwei Tage lang die Felder mit unserem Rapid. Mike war natürlich äusserst glücklich über das und fand unsere Maschine genial. Walter wurde bei seinem Einsatz auch noch von feindlichen Wespen gestochen und auch die Hände litten unter dieser strengen Arbeit.

So fuhren wir Walter nach Hundert Mile zur Greyhoundstation, machten einige wenige Einkäufe dort, gönnten uns einen Donut im Tim Hortons und bald waren wir wieder auf dem Heimweg Richtung Bridge Lake. Plötzlich sah ich etwas Grosses am Strassenrand stehen, ein Pferd vielleicht. Beim näheren Hinschauen stand eine Elchmutter mit Jungem gleich hinter dem Zaun. Marion war ganz begeistert, endlich wieder einmal ein wildes Tier zu sehen und wir konnten die Elchkuh einige Zeit beobachten. Was für wilde Tiere uns am Abend noch beschäftigen würden wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Zu Hause angekommen war es für erste einmal einfach nur still und auch etwas einsam. Noch nie waren wir nur zu zweit auf der Ranch, soviel los war den ganzen Sommer über und jetzt einfach nichts.

Wir genossen noch Resten von Severin, lasen in unseren Büchern und wollten uns einen DVD einziehen, P.S. I love you ein richtiger Frauenfilm. Kaum starteten wir den Film fing es im Keller an zu poltern. Da Marion schon seit einigen Tagen uns aufmerksam gemacht hat, dass sie in der Nacht so seltsame Geräusche höre, hatten sie und Walter drei Mausefallen und eine selber gebastelte aufgestellt. Doch der Käse und die Peanutbutter waren gefressen, aber von dem Tier keine Spur.

Aber was war denn jetzt. Dieser Lärm kann doch nicht nur von einer Maus sein. Trotzdem sahen wir uns zuerst den Film an, bevor wir uns in den Keller getrauten. Juhui wir haben die Maus rief Marion als sie die Tür öffnete, aber........was ist denn das für ein Tier was da auf dem Brett hockt. Ich liess einen Schrei ab und verschanzte mich im Badezimmer, Marion holte ihre Kamera aus dem Zimmer um Beweise für die Anwesenheit dieses grossen Tieres zu haben. Es war eine Ratte die sich in unserem Keller wohlfühlte. Schnell holte ich meine Kamera und filmte Marions Versuch die Ratte aus dem Keller zu scheuchen. Sie ist wirklich ein tough Girl, denn es brauchte viel Geduld bis sie dieses Tier ausgesperrt hatte. Ich meinerseits war ein richtiger Angsthase und zwischendurch kicherte ich so blöd vor mich hin. Zum Glück ist sie jetzt draussen und wir hoffen es war nur die eine. So gegen ein Uhr morgens fielen wir todmüde ins Bett und hofften ja nicht davon zu träumen.

Zwei Tage waren wir damit beschäftigt den Wald hinter der Werkstatt von alten Holzhaufen und Baumstrünken zu säubern. Anschliessend verbrannten wir das Holz gleich in der Feuerstelle. Was sich doch alles so ansammelt über die Jahre, dabei haben wir doch erst letztes Jahr soviel rausgeputzt, es ist eine unendliche Arbeit wie so viele andere auf der Ranch. Es geht nichts über Frauenpower, wenn wir abends auch todmüde ins Bett schlüpften.

Auch der Weg runter zu den Cabins wurde nochmals von Unkraut befreit damit wir nächstes Jahr sowenig Jät haben wie anfangs von dieser Saison.

Endlich machten wir uns auch hinter die allzu vielen kleinen Tannenbäumchen die einander das Licht nehmen und viel zu dicht ineinander wachsen. Ausserdem hatte es auch noch unzählige Pappeln dazwischen. Mit dem Fuchsschwanz schnitt Marion die Tännchen heraus und ich arbeitete mit der grossen Baumschere. Anschliessend luden wir den Pickup voll und entsorgten sie im entlegenen Wald. Das machte uns zwei Frauen natürlich riesig Spass mit diesem alten Fahrzeug herumzukurven. Endlich dürfen wir auch fahren, denn die Herren sind abgereist.

Eigentlich vermissen wir sie schon ein bisschen, denn die Packrat macht uns immer noch zu schaffen. Sie geistert auf unserer Terrasse herum und macht einen furchtbaren Lärm. Wenn sie nur endlich in die Falle ginge und nicht nur den Käse oder Speck daraus fressen würde. Heute hat Marion noch eine grössere Falle mit einem Kübel gebaut, mal schauen was diese Nacht passiert.

Liebe Grüsse an alle aus dem herbstlichen Cariboo

Monica und Marion

 

 

5. Bericht KLR Sommer, 31. August 2012, von Severin Schönenberger

Hallo an alle unsere treuen Berichteleser!

Als erstes möchte ich gleich erwähnen, dass wir anfangs Saison vergassen in unserem Bericht zu erwähnen, dass die  Knight Lake Ranch Besitzer eines neuen Fahrzeuges ist. Das neue Ranchmobil ist ein GM Montana und bietet Platz für 8 Personen.

Hier auf der Knight Lake Ranch ist etwas Ruhe eingekehrt und deshalb gab es nun öfters Gelegenheit für das Team Ausflüge und Aktivitäten zu unternehmen. So gingen Walter, Florin und ich an einem schönen Tag mit dem Auto nach Clearwater, wo wir uns einem richtigen Männersport widmeten, nämlich dem Riverrafting! Zusammen mit zwei weiteren Personen stiegen wir in eines dieser grossen Boote und stürzten uns in die heftigen Wellen des  Clearwater River. Nach ca. 2 Stunden war das Abenteuer dann schliesslich vorbei und wir begaben uns wieder aufs Festland.

Unser  treuer  Gast Heipi hatte auch Zeit seiner Kreativität freien Lauf zu lassen und so war er einige Tage damit beschäftigt für Monica neue Blumenkistli zu bauen. Das Spezielle an diesen Kistlis ist, dass sie die Form eines Mooses (Elchs) haben, welchem man die Blumen sozusagen auf den Rücken stellen kann. Monica war überglücklich, als sie die zwei “Tierchen“ von Heipi überreicht bekam!

Marion hatte einmal an einem schönen Samstag die Gelegenheit mit Walter auf eine Wanderung zu gehen. Die zwei  fuhren bereits früh am Morgen los, bevor wir anderen überhaupt aufgestanden waren und machten sich mit dem Auto auf, Richtung Baldy Mountain. Nach einer zweistündigen Fahrt, waren sie beim Berg angekommen und machten sich gleich auf den Weg Richtung Spitze. Als sie am Abend wieder auf der Knight Lake Ranch waren erzählten sie uns, der Tag sei ein voller Erfolg gewesen.

Am selben Tag hatten auch Florin und ich ein tolles Erfolgserlebnis.  Denn das war der Tag an dem wir endlich die langersehnte ATV Tour mit unserem Nachbarn Mike machen durften! Nach dem Frühstück machten wir uns mit unserem Pickup auf und fuhren zu unserem Nachbarn. Dort bekam jeder von uns ein ATV und  zusammen mit unserem „Tourguide“ Mike machten wir uns auf ins raue Gelände.  Zuerst noch über eine ziemlich schöne Dirtroad, dann durch Wälder und über offene Felder! Wir zwei waren total begeistert von dieser Fahrt und Mike hatte anscheinend grossen Spass daran uns die Wälder Kanadas zu zeigen!

Einige Tage später kam Andy mit seiner dritten Gruppe nach einem super Reittreck auf der Knight Lake Ranch an. Der Reittreck war wie wir erfuhren ein voller Erfolg, denn das Wetter spielte in diesen Tagen perfekt mit. Die Leute genossen die Zeit auf der Ranch und verbrachten ihre Zeit hier noch mit Kanufahrten und Spaziergängen um den See.

Am nächsten Tag reiste die Gruppe ab Richtung Vancouver und mit ihnen verliess uns auch unser (selbsternannte) "Büezer" Florin. Da sein Studium Anfang September anfängt, musste er uns schon etwas früher verlassen. Doch ich denke auf die Arbeitsleistung hier auf der Ranch hat dies keinen grossen Einfluss, denn Florin ist schliesslich der einzige vom Team der es leider (mit Abstand!!!) nicht zum Titel EMPLOYEE OF THE YEAR geschafft hat. Monica, Marion und ich erhielten für diesen Titel sogar eine Trophäe, aber Flo ging dabei leer aus! :D

Nein jetzt mal im Ernst, wir waren natürlich alle traurig darüber, dass uns unser Büezer verlassen hat und wir liessen ihn nicht gerne von hier fortgehen.

Herzlichen Dank an Florin für den tollen Einsatz hier auf der Ranch und die gute Unterhaltung und wir wünschen dir einen guten Start mit deinem Studium!

Als unser Gast Roland hier war, schnitt er mit der Motorsäge eine Pappel in Stücke, welche in unserem Wald umgefallen war. Diese Pappel lag nun immer noch im Wald und ich machte mich letzte Woche daran, mit dem Spalthammer die grossen Stammstücke zu vierteln und anschliessend auf den Pickup zu laden. Ich war einen ganzen Tag damit beschäftigt, den Stamm zu verarbeiten und die Stücke anschliessend aufzustapeln, aber am Abend wusste ich dann, was ich den ganzen Tag geleistet hatte, denn beim zubereiten des Nachtessens konnte ich das Messer kaum noch halten vor lauter Blasen an den Händen! ;D

In letzter Zeit kommt es oft vor, dass Marion am Abend für 1 oder 2 Stunden nicht mehr gesehen wird. Wer sie dann sucht, schaut am besten im Garten nach, denn meistens ist sie da und pflückt Himbeeren. Die Himbeeren wachsen dieses Jahr nämlich wie wild. Marion und Monica kommen fast nicht mehr nach mit abnehmen und zum Dessert gibt es in letzter Zeit meistens etwas mit frischen Himbeeren.

Am vergangenen Wochenende ging das Team, zusammen mit Andy, Walter und Heipi auf eine Kanutour auf dem North Thompson River. Die Tour startete in Clearwater und endete in Little Fort. Wir paddelten jeweils zu zweit mit einem Kanu und legten ab und zu einen kurzen Stopp ein, um den Lunch zu geniessen oder einfach die Gegend zu bewundern. Das Genialste an der Kanutour war aber, dass wir dem Fluss entlang dutzende Adler gesehen hatten welche auf Bäumen oder Steinen sassen. Als wir uns diesen beeindruckenden Tieren näherten, flogen sie wenige Meter vor uns über das Wasser davon, einfach fantastisch!!

Mit diesen Worten verabschieden wir uns und hoffen ihr werdet auch unseren nächsten Bericht wieder lesen.

Freundliche Grüsse aus B.C., Canada vom Knight Lake Ranch Team Monica, Marion, Severin

 

 

4. Bericht KLR Sommer, 21. August 2012, von Florin Hinterberger

Liebe Ranchfreunde,

Heute werde ich (Florin) nochmals ein letztes Mal für euch schreiben. Denn ich werde diesen wunderschönen Fleck Erde am 23. August mit der Gruppe von Andy verlassen. Nur sehr ungern trenne ich mich von einem Ort, den ich mir schöner nicht vorstellen könnte.

Das Wetter in den vergangenen Tagen ist einfach unglaublich. Die Sonne zeigt sich durch den Tag fast rund und die Uhr. Es ist genau die richtige Wärme um tagtäglich einen Schwumm in unserem Knight Lake zu geniessen. Für unsere Aktionäre Kurt und Brigitte Hofstetter, die uns eine Woche besuchten, war es genau das Richtige. Sie haben unter anderem unsere Liegestühle auf Dauerbelastung getestet.

Des einen Freud ist des andern Leid. Unser Nachbar Mike wie auch das Team und ich vergossen in den vergangenen Tagen mehr als nur einen Schweisstropfen. Es ist das erste Jahr, in welchem uns Mike angeboten hat, unsere grossen Wiesen zu mähen. Aber es ist nicht nur für uns das erste Mal, dass er mäht, sondern auch für ihn. Er hat sich extra hochmoderne Maschinen besorgt, um bei uns mähen zu können. Und mit hochmodern meine ich etwa 60 Jahre alt. Die alten Klappermaschinen hätten Museumswert. Wie dem auch sei, er hat jetzt eben einfach ein wenig länger, da er immer wieder neue Einstellungen an seinen Maschinen machen muss. Durchhaltewillen hat der Mann allerdings noch, denn er will mit seinen 72 Jahren immer noch fast alles alleine machen.

Auch uns macht die Hitze zu schaffen. Denn auch wir müssen überall auf unserem Land das Gras schneiden, an das Mike mit seinem Mäher nicht kommt. Alles was wir dafür haben ist ein 1,90 Meter breiten Balkenmäher, genannt Rapid, und unsere Arme und Beine. Glücklicherweise brachte Andi Felzmann, der am 29. Juli kam, 4 neue Rechen mit. So ging das zusammennehmen des Grases im Vergleich zu anderen Jahren schneller. Mann tun mir die Leute aus vergangenen Jahren Leid, denn wir hatten schon so einen rechten Krampf. Das Arbeiten mit dem Rapid macht hingegen sehr viel Spass. Besonders Andi Felzmann genoss unsere Maschine in vollen Zügen, nur konzentrieren sollte sich der liebe Herr Felzmann bei der Bedienung des Mähers ein wenig mehr. So hatte er einmal anstatt des Rückwärtsgangs den Vorwärtsgang drinnen und macht prompt einige tiefe Kratzer in unsere Scheune. Aber natürlich auch jeder vom Team wollte unbedingt mal dieses Wunderwerk der Technik in die Hände nehmen (und wenn es nur wegen des Fotos war).

Das Tipi wurde auch das erste Mal in diesem Jahr benutzt. Und dann gleich für eine Rekordzeit. Anita verbrachte insgesamt ganze 9 Nächte in dem Siouxzelt. Nachdem wir gute Freunde geworden sind sogar eine noch mit Marion, Severin und mir. Respekt für Anitas lange Zeit im Zelt, denn mir hat es nach einer Nacht schon mehr als gereicht.

Anita nahm Marion gleich mit für eine Woche Ferien. Nach einigen Problemen beim mieten eines Autos in Kamloops (was dank Andi Felzmanns Kreditkarte dann doch noch gelang) fuhren die beiden Richtung Okanagan Valley. Sie unternahmen zwei Mal eine Wanderung und zelteten die ganze Zeit. Das Wetter war die ganze Woche wunderschön warm und somit fror Marion einmal nicht.

Das tägliche Abwaschen in den vergangenen Wochen ist nicht jedermann(frau)s Sache. Unsere Maschine kann nicht laufen gelassen werden, da wir ungesalzenes Wasser benützen und dadurch alles verkalkt sein würde. Deshalb wurde die Ankunft von Walter, welcher eine neue Abwaschmaschine mitbringen sollte, sehnsüchtig erwartet. So kam der Tag als Walter mit seiner Maschine hier stand und sie auch ziemlich rasch anschloss. Nur an eins hatte er nicht gedacht, und zwar das Salz!! So waschen wir auch noch heute alles mit unseren Händen ab.

Was auch noch von Walter zu erwähnen ist, wäre sein spezielles Make-up. Komischerweise findet er es wohl gut aussehend, wenn er sein rechtes Auge blau, gelb und violett anmalt. Er versichert uns zwar immer wieder, dass dies das Resultat seines Reitversuchs auf einem unserer Pferde ohne Sattel und Zaumzeug wäre, aber wir sind uns ziemlich sicher, dass da Walter einfach seine weibliche Seite ein wenig zum Vorschein bringen will.

Ein anderer Gast war Roland Steiner. Er ist einer unserer Aktionäre und des Weiteren auch noch Förster von Beruf. So dachte sich Andi Felzmann er könne doch gleich eingespannt werden wenn er schon mal hier ist. So inspizierte er unseren Wald, welchen er als gesund befand, zersägte kurzerhand eine riesige Tanne und machte auch noch einige Finnenkerzen.

Das schöne Wetter begünstigte natürlich ausgedehnte Wanderungen. An einem sonnig warmen Morgen machten Andi, Severin, Annamaria (die Freundin eines Aktionärpäärchens) und ich uns auf den Weg zum Windy Mountain. Der Aufstieg war zwar ein wenig mühsam, aber mit der Aussicht auf der Spitze des Berges wurde man mehr als entlohnt für die Mühe.

Eine andere Wanderung wurde von Walter, Severin, Kurt & Brigitte Hofstetter und mir unternommen. Dieses Mal ging durch die Trophy Meadows an den Fuss der Trophy Mountains. Auch hier war die Aussicht sehr schön. Die Wiesen hatten mich hier aber noch mehr umgehauen. Diese Vielfalt an Farben und verschiedenen Blumen war einfach unglaublich. Einen Anblick, den man in der Schweiz auf unseren überdüngten Wiesen nur noch selten sieht.

Mit diesen Worten verabschiede auch ich mich. Ich hatte eine unvergessliche Zeit hier im Paradies und hoffe, ich habe euch Ranchfreunde mit dem Schreiben dieser Berichte Freude bereitet.

Herzliche Grüsse im Namen des ganzen Teams aus dem wunderschönen Land der Tausend Seen an alle unsere Leserinnen und Leser von unseren News der Knight Lake Ranch.

Monica Diethelm, Marion Stüssi, Severin Schönenberger und Florin Hinterberger

 

3. Bericht KLR Sommer, 4. August 2012, von Florin Hinterberger

Heute werde ich (Florin) es wieder übernehmen, euch vom Geschehen auf der Knight Lake Ranch zu unterrichten, was ja gemäss einigen fragenden Mails an Monica heiss erwartet wird.

Auf unserer Ranch wird es von Tag zu Tag schöner. Das Wetter spielt meist mit und wir haben es immer gut mit unseren Gästen. Etwas, das besonders Monicas und meinen Tag versüsste, war die Ankunft ihres „Gottekind“ und meiner Schwester Leonie. Die Umarmung war lang und heftig, als Leonie und ich uns nach 10 monatiger Trennung das erste Mal wieder sahen. Auch Monica war überglücklich, endlich einmal einige Tage mit Leonie auf „ihrer“ Ranch zu verbringen. Leonie ihrerseits genoss die Zeit ebenfalls sehr und ist sich sicher, dass sie in einigen Jahren nach der Ausbildung ebenfalls einen ganze Saison in unser kleines Paradies will.

Trotz der meist sonnigen Tage gibt es auch ein anderes Extrem. Ein Gewitter kommt selten, aber wenn es kommt, dann richtig. Nach Monicas Einschätzungen habe es noch nie so starke Gewitter mit Blitz und Donner gegeben auf dieser Ranch. Severin und ich bezweifeln diese Aussage jedoch denn jedes Mal wenn diese ach so starken Gewitter über die Dächer der Knight Lake Ranch hinwegfegen, sind wir zwei meist noch tief im Land der Träume und merken überhaupt gar nichts.

Ein Moose hat sich in den letzten Tagen auch wieder Mal blicken lassen. Das von Heipi mehrmals bestellte Tier zeigte sich eines späten Nachmittags auf der Wiese vor dem See. Alles deutete darauf hin, dass es auf dem Weg ins Wasser war, und so hofften natürlich alle Anwesenden, das sich die Elchkuh ein Bad in unserem Hauspool nehmen würde. Aber das Moose hatte nur eins im Sinn fressen. Es frass und frass und frass von dem äusserst gut schmeckendem Seegras und verzog sich nach einer Weile wieder.

Apropos Moose, einige Abende später hatten unsere Gäste Milena, Sandra und Carina zu später Stunde am Lagerfeuer plötzlich einen urchigen Wunsch. Sie hatten das Bedürfnis, um diese Zeit noch ein SchoggiMOUSSE zuzubereiten. Da Severin ja nun mal nicht so sein wollte, machte er sich auf, mit den drei Damen das Dessert für den nächsten Tag vorzubereiten. Was am Anfang eigentlich recht verheissungsvoll aussah, endete schlussendlich in Schokoladenschlachten und Schlagrahmverfolgungen. Am Ende des Abends erfreute sich Milena über eine gratis Schokoladengesichtsmaske.

Wie es scheint, sind uns die kanadischen Götter dieses Jahr gut gesinnt. Die normalerweise höchstens einmal pro Saison, wenn überhaupt vorkommenden Nordlichter wurden von uns schon ein 2tes und ein 3tes Mal bestaunt. Jedes Mal, wenn man sie am Himmel sieht, ist es ein grosses Tohuwabohu und man versucht, alle noch rechtzeitig zu wecken. Die Aufgeweckten ärgern sich anfangs meist über die gestörte Nachtruhe, sind aber am Ende immer froh über das Himmelsspektakel.

Des Weiteren wird unser Knight Lake des Öfteren in der Dunkelheit benutzt. Der Spruch „jo wenn du gosch gangi au“ wenn wir am Abend am Lagerfeuer sitzen hat mich oder auch andere schon einige Male schlussendlich ins Wasser gebracht. Einmal ausgesprochen muss ein richtiger Mann natürlich zum Worte stehen. So zählten wir bereits den vierten Nachtschwumm. Und so wie ich mein vorlautes Maul kenne werden weitere folgen.

Auch unsere Pferde wollten wir ins Wasser bringen. Aber der Gaul muss nicht wegen seinem Maul baden gehen, vielmehr sahen wir in den vergangenen Tagen, wie unsere zwei Pferde Roy und Ashley ziemlich von Mücken geplagt wurden. Immer wieder wälzten sie sich auf dem Boden und rieben ihre Hälse am Holzzaun bis man Schürfungen erkennen konnte. Wir wussten, dass wir etwas tun mussten. Da es auf der Antimückencreme stand, man müsse das Tier erst von Schmutz befreien bevor man es einreibt, dachten wir, es wäre das einfachste für sie ein Bad im unserem See zu nehmen. Leichter gesagt als getan. Roy interessierte sich viel mehr für das Seegras als für das Wasser. Als Sandra ihn immer wieder weiter ins Wasser zu ziehen versuchte, tat Roy nur eins. Er stampfte mit dem vorderen Bein und macht alles im Umkreis von Metern „pflotschnass“. Die sowieso immer sture Ashley brachten man gar nicht erst zu den Knöcheln rein. So hiess es dann halt von Hand putzen und danach einreiben.

Erstaunlicherweise sind die Mücken und derlei Viecher für unsere Gäste und das Team dieses Jahr nur eine kleine Plage. Es mag sein, dass es wegen des Wetters so ist oder einfach nur Zufall. Ich habe allerdings eine andere Theorie. Erst kürzlich kauften unsere Langzeitgäste Jasmin und Martin eine elektrische Fliegenklatsche, die es in sich hat! Das Ding ist ein wahres Wunderwerk der Technik. So ziemlich jeder männliche Gast, der es sieht, muss es ausprobieren und ich persönlich könnte Stunden damit verbringen, Mücken zuzusehen, wie sie darauf verbrutzeln.

Wenn man auf irgendeinen Gegenstand auf der Ranch zeigt, kann Monica meist sagen, von wem es ist. So viele Sachen wurden schon von Gästen oder dem Team hergestellt. Nun dachten Severin und ich, wir müssen natürlich auch irgendetwas hinterlassen, damit man sich unser erinnert. Nach reiflicher Überlegung fanden wir etwas, das uns beiden gefällt: eine Wasserrutschbahn. Also fuhren wir los auf den Dump und holten uns einige Röhrenteile, die wie jeweils in 2 Teile schneiden und zu unserer Rutsche formen wollten. Allerdings war die Phantasie grösser als der Tatendrang. Mittlerweile liegen die Röhren schon 2 Wochen unberührt neben der Scheune. Ich hoffe aber schwer, dass wir im nächsten Bericht von weiteren Fortschritten diesbezüglich schreiben können.

Ein Projekt, das sich verwirklicht hat, ist das Badmintonfeld. Wie schon auch letztes Jahr dürfen sich unsere Gäste auf dem Feld hinter der Ranch auspowern.

Die neueste Errungenschaft der Ranch ist ein luftbetriebenes Wasservehikel. Nach mehrmaligem Fragen eines Teammitgliedes gab Monica schlussendlich nach und kaufte der Ranch eine Gummiboot in Form einer Schildkröte. Und Leute macht das Spass auf unserem See.

Eine andere ziemlich mühsame Arbeit, die getan werden musste, war das Abschleifen und neubestreichen der Aussentische. Severin zeigte sich allerdings als ausdauernder Schleifer mit der Maschine und Marion vollendete die ganze Arbeit gekonnt mit dem Pinsel.

Einige Tage vor dem ersten August machten uns einige heftige Regenfälle einen Strich durch die Rechung. Einerseits wurde der Boden auf dem Camperground aufgeweicht. Dadurch zerstörten die ein- und ausfahrenden Motorhomes unseren bis jetzt so liebgepflegten englischen Rasen. Schlimmer jedoch war die Einfahrt für die Camper; ein einziges Schlammloch. Ein Gast macht uns darauf aufmerksam, dass er wohl der letzte Camper gewesen sei, der ohne steckenzubleiben durchkäme. So mussten Severin und ich kurzerhand alles stehen und liegen lassen und den Pickup einige Male mit Kies füllen und ihn zum Gate fahren. Es kostete uns einige Schweisstropfen, alles in der dann brennenden Sonne zu tun.

Da wir ja bekanntlich keine Loonpärchen auf unserem See habe, gibt es auch niemanden, der die Möwen verscheucht. Und wo sitzen die Möwen echt am liebsten? Auf unserem Floss. Und was tun die dummen Viecher echt den lieben langen Tag da? Blöd rumstehen und das Floss verscheissen, genau. So wollten Jasmin und Martin eigentlich eine Vogelscheuche in Form eines Loons bauen. Schlussendlich hatten sie soviel Arbeit hineingesteckt und das Endprodukt war so perfekt, dass man sich entschloss, der Loon sei zu schön fürs Floss und steckte in bei uns auf die Terrasse. So ist und bleibt halt unser Floss verschissen.

Die Absenz eines Loonpärchens lässt aber noch ganz andere Sachen zu. Es lässt Platz für Loonjunggesellen, die teilweise in Gruppen auf dem See sind. Letztlich sahen wir die Rekordzahl von 6 Loons, was uns veranlasste mit dem Boot rauszuschwimmen, um einige Nahaufnahmen zu machen. Ein Pech, dass diese Junggesellen die Möwen nicht verscheuchen.

Dieses Jahr ist es erstaunlich, wie viele Camper wir haben. Zum Glück, denn das heisst, es ist meist was los. Interessant war, dass ein Pärchen mit dem Zelt kam, das insgesamt auf einer achtmonatigen Reise war. Gestartet in Argentinien sind sie den ganzen Weg bis hier auf die Ranch gekommen.

Sehr erstaunt war eine Familie aus Steinhausen. Als sie die Treppe heraufkam, begann sie zu kreischen. Der Grund war, dass sie eine bereits am Tisch sitzende Familie aus Steinhausen erkannte, deren Tochter sogar mit der eigenen in die gleiche Klasse ging. Beide hatten aber keine Ahnung voneinander.

Unglücklicherweise gab es noch einen kleinen Unfall. Die gemeine Marion verübte einen richtig gemeinen Anschlag auf mich. Spät am Abend wartete sie neben der Treppe im Dunkeln mit einem Eimer Wasser, den sie ohne mit der Wimper zu zucken über mich schüttete. Als ich mich umdrehte, war sie natürlich schon weggerannt. Später am Abend sass sie im Haus mit einer ziemlich tiefen Wunde in der Hand. Wie sich herausstellte, stürzte Marion kurz nach dem hinterhältigen Attentat und wollte sich in der Dunkelheit auf der Hand abstützen. Sie sah den Stein nicht und so kam es zur Wunde. Ich will ja jetzt nicht sagen, dass das die Macht der Gerechtigkeit ist... aber ein bisschen ist es das eben schon. ;)

Kurz vor dem ersten August kam noch die Reittreckgruppe mit Andy. Wie sie uns erzählten, hatten sie einen sehr anspruchsvollen Trip. Am Twintree Lake habe es 20 Stunden ununterbrochen geregnet. Der Wasserstand kam über Nacht so hoch, dass Andy gewisse Zelte erst noch vom Wasser befreien musste, bevor die Teilnehmer hinauskriechen konnten. Das erste Mal in 30 Jahren kamen sie nicht rechtzeitig aus dem Busch heraus, da hunderte umgefallener Bäume den Trail versperrten. Dank der grossartigen Motorsägenarbeit von Stephan schafften sie es wenigstens noch mit einem Tag Verspätung. Auf unserer Ranch angekommen belagerten sie erst Mal für ein paar Stunden die Duschen. Severin wartete mit einem leckeren Abendessen auf sie, das kürzester Zeit auf den Tellern verschwand.

Am ersten August reiste die Gruppe wieder ab. Es wurde aber nicht ruhiger, da wir ja den Geburtstag unseres Heimatlandes feierten. Der Abend begann mit einem Apéro und anschliessend gab es ein feines Nachtessen. Der Dessert war grossartig. Severin servierte einen riesigen Kuchen in Form der Schweiz mit roter Glasur und dem Schweizerkreuz obendrauf. Da fühlte man sich gleich wie ein Stück in der Heimat. Später liess man dann den Funken brennen. Danach schlich ich mich mit Severin auf das Ruderboot. Wir ruderten auf das Floss zu und liessen von da aus ein wunderschönes Feuerwerk ab. Es war faszinierend, das Feuerwerk von so nah über dem See zu betrachten. Für Severin und mich ein wenig zu nah. Auf der Verpackung stand noch, man müsse einen Sicherheitsabstand von 70 Metern haben, wir hatten jedoch nur einen. Später am Abend begann es leider noch zu regnen. Die harten Patrioten Jasmin und Marion liessen sich aber nicht davon abhalten am Lagerfeuer zu sitzen. Sie holten sich einfach eine Blache und wärmten sich weiter am Feuer.

Herzliche Grüsse im Namen des ganzen Teams aus dem wunderschönen Land der Bären an alle unsere Leserinnen und Leser von unseren News der Knight Lake Ranch.

Monica Diethelm, Marion Stüssi, Severin Schönenberger und Florin Hinterberger

 

2. Bericht KLR Sommer, 17. Juli 2012, von Severin Schönenberger

Hallo liebe Ranchfreunde!

Heute werde ich (Severin) einmal diesen Bericht verfassen und euch erzählen was auf unserer Ranch in den letzten Tagen und Wochen so alles passiert ist…

Ende Juni traf die erste Gruppe von Andy auf unserer Ranch ein und die Leute verbrachten hier drei Tage. Am Samstag dem 30 Juni ging das Knight-Lake-Team zusammen mit der Gruppe ans Bridge Lake Rodeo. Obwohl sich das Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte war das Rodeo ein aufregender und spannender Anlass! Wir waren fasziniert von den „Cowboys“ die sich tapfer auf den Rücken der wild um sich schlagenden Pferden und Bullen hielten, aber auch von den Teilnehmern, welche alleine oder im Team ein flinkes Kalb mit dem Lasso einfingen! Zur Halbzeit war dann der grosse Moment aller Kinder. Sie alle wurden in die Arena gerufen und dann wurde ein eingeöltes Schweinchen (um die ganze Aufgabe etwas schwieriger zu machen) freigelassen. Dem Kind der das Tier als erstes fing, wurde eine Belohnung von 50 Dollar versprochen! Daraufhin jagten die Kinder dem flinken Schwein hinterher und nicht wenige fielen dabei dem schlammig-nassen Boden zum Opfer. Wir Zuschauer auf der Tribüne konnten uns kaum noch halten vor lachen!! Ganz zum Schluss des Anlasses wurden dann schliesslich die Männer in die Arena gerufen. Florin, der nicht ganz verstand um was es ging, jedoch schon einige Bierchen getrunken hatte stieg daraufhin selbstsicher in den Schlamm der Arena. Das Spiel welches darauf hin gespielt wurde unterschied sich von dem Schweinchenspiel der Kinder nur darin, das bei den Erwachsenen ein Kalb freigelassen wurde, bei welchem sich am Schwanz ein rotes Band befand. Derjenige der es schaffte das Band vom Schwanz des Kalbes zu ziehen, gewann 100 Dollar. Florin stand am anderen Ende der Arena und begriff den Inhalt des Spiels immer noch nicht ganz, wie er uns später erzählte. Als hinter ihm die Bullen für das nächste Spektakel in die Boxen gelassen wurden, bekam er einen Schrecken, denn er dachte die Bullen werden hinter den Männern freigelassen und Ziel sei es, vor den Bullen wegzurennen und sich so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen! Als das Spiel dann begann, rannte er so schnell er konnte durch denn Schlamm auf den Zaun zu um sich so schnell wie möglich zu retten! Als er merkte, dass er der einzige war, der in die entgegengesetzte Richtung lief, merkte er dann schliesslich, dass die Bullen sich immer noch in ihren Boxen befanden und die einzige „Bedrohung“ ein kleines eingeschüchtertes Kalb war, auf das 40 Kanadier losrannten. Das Kalb rannte vor lauter Schreck einen riesigen Bogen um die Arena, direkt auf Flo zu, welcher die Welt nicht mehr verstand. Kurz bevor es ihn erreicht hatte, packte ein kräftiger kanadischer Bauer das Kalb und hielt es fest. Florin schlich sich von der Seite an das Kalb heran und schnappte dem Kanadier das Band vor der Nase weg! Alle waren überrascht (am meisten Florin) das dieses Spiel ausgerechnet von einem Schweizer gewonnen wurde (welcher den Inhalt des Spiels erst begriff als es schon vorbei war!!:))

Einige Tage darauf kehrte auf der Ranch Ruhe ein, denn die Gruppe von Andy verliess uns wieder und bis auf zwei Gäste war nur noch das Team auf der Ranch.

Etwas mehr Action herrschte, als der Hufschmied vorbeikam und unseren Pferden die „Zehennägel“ schnitt. Nach einiger Zeit hatte er es dann jedoch geschafft und unsere beiden Pferde trabten schon bald wieder glücklich über die Weide.

Eines Abends sass das ganze Team bis spät in der Nacht um ein grosses Lagerfeuer. Ich hatte extrem warm und sagte, dass ich glaub noch schnell in den See springe um mich abzukühlen. Florin, der das offensichtlich für einen Scherz gehalten hatte, erwiderte darauf, dass er, wenn ich gehe auch mitkäme. Ich zögerte keinen Augenblick und zog schnell meine Badehose an. Als Florin merkte, dass ich keinen Scherz gemacht hatte und er nun wirklich noch ins Wasser musste war er darüber ganz und gar nicht glücklich. Schliesslich gingen wir dann aber trotzdem ins Wasser und schwammen mitten in der Nacht eine Runde im Knight-Lake. Monica und Marion schauten amüsiert vom Ufer aus zu und wir hörten sie laut lachen während wir auf das Floss zu schwammen! Doch das ganze Abenteuer war ein riesen Spass!

Am Samstag, den 7. Juli wollten Monica und Marion unseren Stammgast Heipi von der Greyhoundstation abholen. Bevor sie los fuhren, fragte mich Monica wo der Autoschlüssel sei, denn ich war der letzte der mit dem Auto gefahren war. Fest entschlossen, ich hätte den Schlüssel ins Büro gelegt, wollte ich ihn da auch wieder holen. Der Schlüssel war aber nirgends zu finden. Ich begann zu suchen und nach einer Zeit suchte das ganze Team im ganzen Haus nach unserem Autoschlüssel!! Wir suchten und suchten und suchten doch der Schlüssel war weg! Als wir schliesslich sogar schon die ganzen Abfallsäcke durchwühlt und an Orten wie im Backofen oder in der Tiefkühltruhe geschaut hatten, entschlossen wir uns, das Auto eines Gastes auszuleihen, damit wir Heipi doch noch von der Greyhoundstation abholen konnten. Am gleichen Abend nach dem Apéro, dachte Monica plötzlich an einen Vorfall vom letzten Jahr, als das ganze Team nach einem Ipod gesucht hatte. Sie schaute in unserem oberbequemen, schon manch einem als Schlafplatz gedienten Sessel nach, denn der besagte Ipod befand sich letztes Jahr zwischen dessen Polstern und obwohl schon drei Leute in diesem Sessel gesucht hatten fand sie den Schlüssel schliesslich in der hintersten Ecken des Stuhls unter dem Polster eingeklemmt!!! Das ganze Team musste über diesen Vorfall lachen und ich muss bis heute Sprüche wegen dieses Vorfalls über mich ergehen lassen :D

Am nächsten Tag gingen das gesamte Team und unser Gast Heipi zusammen in den Wellsgraypark. Dort bestaunten wir die wunderschöne Natur und die gigantischen Wasserfälle, welche in diesem Jahr extrem viel Wasser hatten. Der Ausflug war ein voller Erfolg, das Wetter spielte perfekt mit und wir sichteten sogar noch einen Weisskopfseeadler der ganz in der Nähe sass.

Am gleichen Abend sahen wir nach dem Nachtessen unten am Knight-Lake ein Moose das im Schilf umherlief. Weil es kurz darauf dunkel wurde, hörten wir es dann nur noch ganz nah im Wasser umherlaufen. Marion, Florin und ich gaben uns damit aber nicht zufrieden, also gingen wir mit einer Taschenlampe runter zum Knight-Lake. Als wir hörten, dass sich das Moose direkt auf der gegenüberliegenden Seite des Wassers befand, entschlossen wir kurzerhand, mit dem Ruderboot eine kleine Exkursion zu unternehmen. Wir paddelten also über den See, Richtung  Ufer. Dabei hörten wir das Moose immer wieder wie es Schilf frass, sehen konnten wir es allerdings nicht. Als wir uns nur noch einige Meter vom anderen Ufer entfernt befanden hörten wir plötzlich wie etwas Grosses schnell auf uns zu rannte! Wir rechneten bereits damit, dass jeden Moment ein riesiges, wütendes Moose aus dem Schilf kam und uns über den Haufen rannte. Kurz bevor es uns jedoch erreichte hörten wir wie es stehen blieb und wir konnten nur zwei grosse Augen erkennen, die von der Taschenlampe reflektiert wurden und uns aus dem Schilf anstarrten. Wir starrten zurück und wussten nicht wer nun mehr Respekt vor dem anderen hatte. Nach einer gewissen Zeit kehrte das Moose jedoch um und wir hörten es im Wald verschwinden. Als wir zurückruderten entdeckten wir am Himmel plötzlich Nordlichter die über den See tanzten! Wir waren fasziniert und freuten uns riesig dass wir die so seltenen Nordlichter schon nach wenigen Wochen in Kanada sahen.

In den nächsten Tagen hielt der Sommer Einzug auf der Knight-Lake-Ranch! Wir konnten uns vorher schon nicht über das Wetter beklagen doch seit ein paar Tagen ist es immer sonnig und heiss. Wir nutzten die Zeit um einige „Schönwetterarbeiten“ zu erledigen. Marion schliff das gesamte Geländer der Ranch, was nicht leicht war mit all den Querbalken und dünnen kleinen Holräumen. Sie erwies sich jedoch als echtes Schleiftalent und später auch noch als Malertalent, denn sie musste das gesamte Geländer nach dem schleifen auch noch mehrmals mit einem Lack neu anstreichen. Florin ging mit dem Trimmer auf rote Blumen Jagd (ein sich extrem schnell ausbreitendes, mühsames Unkraut) und ich baute eine neue Feuerstelle mit einem Kiesplatz darum um das Rasenmähen und das gemütliche Zusammensein um die Feuerstelle etwas angenehmer zu machen.

Unser Gast Heipi, ein treuer Aktionär, der eigentlich zum Ferien machen hierhergekommen ist, packte auch tüchtig mit an. Zusammen mit Florin flickte er den Zaun, welche die Pferde an einigen Stellen umgedrückt hatten wieder auf. Vor einigen Tagen stellte er mit Florin und mir schliesslich das Tipi auf. Es stand schneller als erwartet und nach unserem Erfolg, das Tipi so souverän aufgestellt zu haben fühlten wir uns wie richtige Indianer! Flo und ich waren uns dann auch ziemlich sicher, das wir bestimmt indianische Vorfahren hatten, und unsere ur,ur,ur,ur, Urgrossväter die Häuptlinge der Sioux und der Apachen waren!! Wäre doch logisch…

Drei Haustiere gesellten sich letzte Woche ebenfalls zu unserem Team. In der Scheune leben ein Gopher und ein Murmeltier und die Eule besucht uns oft am Abend, wenn wir alle zusammen auf der Terrasse sitzen.

Am letzten Wochenende erschreckte uns mitten in der Nacht ein noch nie vorher erlebtes Gewitter. Fast zwei Stunden lang blitzte und donnerte es ununterbrochen und einmal schlug der Blitz in nächster Nähe in den See, den der Donner folgte unweigerlich. Das Hallen dauerte noch ewig lang durch das Caribootal. Marion, Monica und Heipi waren alle etwas ängstlich ab diesem Schauspiel, doch Florin und ich schliefen seelenruhig in unseren Betten und bekamen von dem ganzen Spektakel  rein gar nichts mit.  

So nun bin ich am Ende meines Berichtes. Ich hoffe ich konnte ihnen einen kleinen Einblick in unser Leben hier auf der Knight-Lake-Ranch verschaffen und einige Ereignisse aus unserem Alltag erzählen. Wir werden es hier noch weiter ein wenig geniessen und so wie ich das Team kenne, sind das bestimmt nicht die letzten Stories dieser Saison!

Viele liebe Grüsse an all unsere Leser vom gesamten Team

Monica, Marion, Florin und Severin

 

 

 

1. Bericht KLR Sommer, 26. Juni 2012, von Florin Hinterberger

Liebe Ranch Freunde

Nach einer langen Reise ist am Donnerstag 15. Juni der Grossteil des Teams (Monica, Marion und Severin), Andy und Trudi (eine Aktionärin, die uns in der Startwoche tatkräftige Unterstützung geleistet hat) in Vancouver angekommen. Ich habe sie bereits im Hotel erwartet, da ich die letzten 9 Monate bereits in Vancouver verbracht habe. Nach einer kurzen (zu kurzen für einige Leute) Nacht ging es die grossen Einkäufe zu machen. Nebst dem Üblichen stand dieses Jahr auch noch die vom Sponsorenclub finanzierten Liegestühle auf dem Plan. Das war ein Kampf! Wir mussten 6 dieser Stühle in unseren Van reinmurksen. Mit all den Nahrungsmittel wurde die restliche Fahrt eine ziemlich enge Angelegenheit.

Einmal angekommen auf der Ranch ging es ans Ausräumen und wieder in Betrieb nehmen aller Maschinen und Geräte. Vor allem das Stikine Cabin war eine riesen Schweinerei. Trotz letztjährigen Verbarrikadierungen von Michi drang dieses Jahr wieder ein Eichhörnchen durch den Türrahmen ein. Genauere Inspektionen zeigten, dass es sich durch grössere Teile von hartem Holz durchgefressen hat. Wir haben es jetzt mit Isolationsschaum und Stahlwolle wieder zugedeckt; da soll sich das Vieh die Zähne ausbeissen!

Des Weiteren mussten wie die Dachrinnen vom Herbstlaub befreien, damit es wieder schön ablaufen kann. Angstschweisstropfen liefen Monica runter als sie Severin und mich auf dem Dach herumtanzen sah.

Bereits am ersten Abend inspizierte Andy natürlich seinen Dog Skin Lake Weg. Nach einigen Schnitten mit der Motorsäge ist nun die Route für jedermann wieder zugänglich.

Auch neue Pferde sind mittlerweile auf der Ranch eingetroffen. Dieses Jahr sind es zwei. Der Titel der Rossknechtin wurde an Marion verliehen. Sie sorgt dafür, dass Ashley und Roy genug zu fressen und trinken haben und dass es ihnen allgemein wohl geht.

Unglücklicherweise war es uns wegen des Regens in den ersten Tagen nicht möglich, viel Gras zu schneiden. Mike, unser Nachbar, hat uns erzählt, dass es ein sehr nasser Juni gewesen sei. Der Wasserstand unseres Knight Lake war sogar höher als letztes Jahr, welches bereits ein Rekordjahr war. Als wir endlich ready waren um zu beginnen, freute sich Andy wie ein kleines Kind, weil er endlich einmal unsere Mähmaschine, den Rapid, benutzen durfte.

Trotz der kleinen Sachen ist es überwältigend seit wir hier angekommen sind. Wir haben bereits am ersten Tag ein Moose mit Jungem und ein Reh mit Jungem gesehen. In den darauffolgenden Tagen sahen wir noch einige Tiere mehr. Einmal sichtigten wir sogar den üblicherweise scheuen Fuchs. Monica ist allerdings ein wenig enttäuscht von unseren Loons auf dem Knight Lake. Wie es scheint, brüten sie auch dieses Jahr keine Eier. Kleiner Trost geben ihr die Loons auf dem Dog Skin Lake, welche bereits mit Jungtieren gesehen worden sind. Wir geniessen die natürliche Ruhe Tag für Tag. (Für einen, der in den vergangenen 9 Monaten im Nachtleben von Vancouver unterwegs war, ein bisschen zu viel Ruhe)

Nicht vergessen darf man den hervorragenden Koch. Nein, dieses Jahr ist es einmal nicht unsere liebe Monica. Severin, ein gelernter Koch, hat uns bereits einige Male mit seinen fantastischen Kochkünsten bezaubert. Mit Leichtigkeit, bringt er es fertig für 10 Leute ein Drei-Gänge-Menu herbeizukochen. Monica auf der anderen Seite ist überglücklich, nicht immer in der stressigen Küche stehen zu müssen. Ich persönlich freue mich gewaltig, die folgenden Monate von so einem grossartigen Lebensmittelkünstler bekocht zu werden.

Auch Gäste haben wir bereits zahlreiche. Wir durften schon am 21. Juni unseren ersten Camper begrüssen, zwei andere folgten am 24. Unsere Cabins am See sind momentan alle besetzt. Unter Anderem werden sie von den Aktionären Andrea & Bernard und Andreas & Martina bewohnt. Sogar unser Nahanni Cabin wird besetzt. Severin hielt es nach 3 Nächten schon nicht mehr aus mit mir im Zimmer und zog es vor im rustikalen Häuschen am See zu schlafen.

Sie mögen sich nun fragen, wer diesen Bericht hier schreibt. Ich bin Florin Hinterberger, der jüngere Bruder von Andrew, der letztes Jahr hier war. Ich versuche natürlich, in allem was ich mache, mein Bestes zu geben, und was noch wichtiger ist, meinen grossen Bruder in den Schatten zu stellen. Und bitte entschuldigt mein wahrscheinlich fehlerhaftes Deutsch. Ich habe in den vergangenen 9 Monaten nichts anderes als Englisch geredet und geschrieben.

Herzliche Grüsse im Namen des ganzen Teams aus dem wunderschönen Land des Maple Leaf Sirup an alle unsere Leserinnen und Leser von unseren News von der Knight Lake Ranch.

 

Monica Diethelm, Marion Stüssi, Severin Schönenberger und Florin Hinterberger

 

P.S. Da ich mich nächstens in den kanadischen Busch begebe, wird's nun leider eine längere Pause ohne News-Berichte geben. Das Team wird sicherlich laufend Eindrücke niederschreiben, so dass Ihr dann gegen Ende Juli dafür einen "Mega-Bericht" lesen dürft. Wer zwischendrin mehr wissen möchte, dem empfehle ich, gleich selbst unser tolles neues Team vor Ort zu besuchen. Herzliche Grüsse wünscht Euer webmaster, Walter Baumann

 

 

 

Vorstellung Ranch Team 2012

Liebe Knight Lake Ranch Gäste und Freunde

Unter der Rubrik "Team" stellen wir Euch freudig unser neustes Ranch Team für die kommende Saison vor. Wir sind überzeugt, dass auch diese flotte junge Truppe Euch im Sommer mit vollem Elan verwöhnen und Euch einen wunderschönen und erholsamen, lustigen, unvergesslichen Aufenthalt in unserem kleinen Paradies versüssen werden.

Wer's nicht selbst austesten will ist selber schuld - oder zu bemitleiden ;-)

Herzliche Grüsse - auch im Namen des VR und unserer "Queen of the House" Monica - und hoffentlich bis im Sommer auf der Knight Lake Ranch,

Walter

 

Bridge Lake Webcam & Wetterdaten

Liebe Knight Lake Ranch Gäste und Freunde

Leider hat der "Weatherman" seine Wetterstation und seine Webcams, welche die unmittelbare Umgebung unserer Knight Lake Ranch gezeigt haben eingestellt.

Stattdessen ist neu ein anderer "Link" auf die Website der Friends of Bridge Lake mit einer Web Cam mit Blick auf die Paradise Bay des nahegelegenen Bridge Lakes aufgeschaltet. Unter demselben Link findet Ihr auch zahlreiche Wetterdaten und Statistiken von Bridge Lake.

Herzliche Grüsse, Walter

 

 

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