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GAESTEBUCH

NEWS



 

ARCHIV Saison 2010 

Bericht vom 19. März 2011

Liebe Ranch Freunde

Da unser Land insbesondere entlang der Waldränder, aber auch an anderen Stellen, welche wir bislang mit unseren Maschinen nicht mähen konnten, zu verwalden droht, haben ein paar Sponsoren im letzten Herbst beschlossen, einen Motormäher zu beschaffen, um so unser Anwesen noch besser pflegen zu können. Da wir in Kanada nirgends eine geeignete Maschine finden konnten, haben wir uns entschlossen, in der Schweiz einen Motormäher zu beschaffen. Als einzig taugliche Maschine erschien uns ein Motormäher mit Finger-Messerbalken. Um dann auch noch in Kanada passende Ersatzteile für den wartungsintensivsten Teil der Maschine zu erhalten, sollte dieser mit einem amerikanischen Motor der Marke Briggs and Stratton - oder besser bekannt als "BASCO-Motor" ausgestattet sein. Schliesslich wurden wir in der Erlebniswelt Toggenburg, im Motormäher Museum von Sepp Schlumpf in Lichtensteig fündig. Wir haben uns für einen Rapid Standard, Baujahr 1952 mit einem 1.90 m breiten Fingerbalken entschieden.

Am 19. Februar haben Andy Diethelm und ich unseren "neuen" Oldtimer in Lichtensteig nach dessen fachmännischen Revision abgenommen. Dieser ist gleich nach dem ersten Zug angelaufen und schnurrt wie neu...

Am 8. März schliesslich wurde unser Motormäher - zusammen mit Ersatzteilen und weiteren Geräten wie Gabeln, Rechen etc., welche in Kanada nicht erhältlich sind - zur seefrachtmässigen Verpackung und Spedition nach St. Gallen transportiert. Mittlerweile dürfte unser Oldie bereits auf hoher See in Richtung Vancouver unterwegs sein.

Ich freue mich bereits darauf, unsere neuste Errungenschaft im nächsten Sommer in Betrieb zu nehmen und unserer ohnehin bereits gut gepflegten Liegenschaft nochmals einen weiteren Schönheits-Touch verleihen zu können.

Herzlichen Dank nochmals an all die Sponsoren und an Andy Diethelm für die ganzen organisatorischen Arbeiten.

Liebe Grüsse von Eurem Walter Baumann

 

Bericht vom 13. März 2011

Liebe Ranch Freunde

Unsere Nachbarn Mike Shmyr und Dan LaFrance haben mitgeteilt, dass diesen Winter für einmal wieder recht viel Schnee liegt, nämlich ca. 1 m. Die Temperaturen waren diesen Winter ungewöhnlich stark schwankend, zwischen kurzzeitigen Kältetagen mit Tiefsttemperaturen bis -38°C und häufig milden Temperaturen um die Nullgradgrenze oder gar bis +10°C.

Entlang der Knight Lake Road ist der Stromversorger BC Hydro daran, tote Bäume auszuholzen. So sollte das Risiko von Stromausfällen für die nächste Saison wieder geringer sein.

Wie mir Mike mitteilt, besteht offensichtlich reges Interesse an unseren neuen Gates, die Mike und ich letzten Herbst errichtet haben. Sogar für kanadische Verhältnisse hat vor allem das grössere der beiden Gates eine recht imposante Grösse. Mike meint, wir könnten vielleicht gar einen Kiosk aufstellen und Eintritt verlangen ...

Herzlich grüsst Euch Walter Baumann

Bericht vom 31. Dezember 2010

Soeben habe ich von unserem Heuwiesen-Pächter - Dan LaFrance - einige Bilder unserer Ranch erhalten.

Dieser Winter war mit Tempeaturen um die -10°C für die Verhältnisse im Cariboo relativ mild. Für den Jahreswechsel ist nach einigen Tagen mit Schneefall sonniges Wetter bei Temperaturen leicht unter dem Gefrierpunkt angesagt.

Die folgende Textpassage von Dan LaFrance anlässlich seines Besuchs vom 29. Dezember auf unserer Ranch möchte ich Euch nicht vorenthalten, denn obwohl ich selbst noch nie im Winter in Canada war, kann ich mir diese Situation bestens vorstellen:

"The one thing I enjoy here is the peace and quite that winter brings. All you can hear is the wind in the trees and winter silence."

Mit diesen Worten möchte ich mich für all die schönen, friedlichen und ruhigen, jedoch auch betriebsamen und lustigen Momente welche ich mit Euch erleben durfte, herzlich bedanken und hoffe, dass wir künftig zusammen noch viele schöne Stunden in unserem kleinen Paradies im Cariboo geniessen dürfen.

Herzliche Grüsse, Euer Walter Baumann

8. GV der Canada Trail Ranch AG

Am Freitag, 27. Mai 2011 treffen wir uns um 20:00 Uhr im Restaurant Churfirsten im Scherrer, Heiterswil, Wattwil zu unserer Generalversammlung. Wir freuen uns bereits auf einen geselligen Abend mit reger Teilnahme.

ACHTUNG: Der Termin musste nach der ersten Publikation im Canada Trail Prospekt 2011 um einen Tag vorverschoben werden!

 

Bericht vom 29. September 2010

Monica und Andy sind am 25. September von ihrer tollten Naturreise in den Indian Summer zurückgekehrt und gemeinsam haben wir am 26. und 27. September die Schlussarbeiten für die Einwinterung vorgenommen.

Am 27. September haben wir mittags unsere Ranch schliesslich wehmütig Richtung Vancouver verlassen. In der Zwischenzeit ist es richtig Herbst geworden. Morgens war es meist klar und um die schönen Morgenstimmungen und den Sonnenaufgang zu geniessen, musste niemand mehr früh aufstehen. Auch an den letzten Abenden war es häufig klar, so dass sich der Vollmond wunderbar im Knight Lake gespiegelt hatte und dazu das tolle Sternenmeer zu sehen war. Tagsüber herrschte jedoch wechselhaftes Wetter vor, wobei wir vor allem in den letzten Tagen nochmals blauen Himmel, viel Sonnenschein und angenehm hohe Temperaturen geniessen konnten. Der Indian Summer hat sich mit seinen prächtigen Farben von seiner schönsten Seite gezeigt, so wie ihn selbst Monica noch in keiner der nun immerhin schon sechs Saisons erlebt hat.

Vor der letzten Wärmeperiode mussten wir uns jedoch bei kaltem Wind und teilweise Regen warm anziehen, um nicht gar bei der körperlichen Arbeit noch zu frieren.

Die letzten Gäste sind bereits am 23. September abgereist und auch die Pferde wurden an jenem Morgen wieder abgeholt. So wurde es - abgesehen vom Lärm unserer Arbeiten - sehr ruhig auf der Ranch.

Aufgrund orkanartiger Winde waren die Holzereiarbeiten, welche uns einigen Lärm gebracht haben, vorübergehend eingestellt, nachdem sonst gleich rund um die Uhr die Geräusche vom Holzfällen zu hören waren.

Es hat sich bestätigt, dass die Entscheidung, doch noch diesen Herbst neue Gates zu bauen, richtig war. Just an dem Tag, als wir das Korall-Gate ohnehin abreissen wollten, ist es zusammengekracht, als sich Whitey wohl etwas stärker als sonst daran gekratzt hat. Die maroden Gates waren mittlerweile zu einer Gefahr geworden. Nicht auszudenken, wenn jemand beim passieren eines dieser Gates verletzt worden wäre. Mittlerweile sind sowohl das Gate zum Marmot Cabin, wie dasjenige vom Korall fertiggestellt. Das Gate zum Marmot Cabin ist nun sogar mit einem "pass-through" ausgerüstet, so dass die "Bewohner" dieses Cabins nun nicht mehr immer ein Gate zu öffnen und zu schliessen brauchen. Für das dritte Gate auf der Westseite der Weide ist nicht mehr genügend Zeit geblieben. Die bereits vorgefertigten Pfosten haben wir deshalb unter Dach gebracht und machen uns dann nächstes Jahr daran, auch noch dieses Gate zu ersetzen.

Auch die beiden Hochbeete sind fertiggestellt. Nächstes Jahr müssen sie lediglich vor der

Aussaat noch mit Erde gefüllt werden.

Währenddem Lena sich derzeit auf dem Weg nach Hawaii befindet, sind Monica und Andy bereits zu Hause und ich verweile vor meiner Rückreise noch zwei Tage bei einem Freund in St. Louis (Missouri, USA).

So, mit diesem letzten Bericht aus dem Cariboo für dieses Jahr möchten wir uns bei all den Besuchern und Helfern dieser Saison recht herzlich bedanken.

 

Herzliche Grüsse vom Knight Lake Ranch Team (St. Louis, aus dem Flugzeug, resp. aus der Schweiz),

Walter, Lena und Monica.

Bericht vom 20. September 2010

Es schneielet, es beielet...

Die letzten Tage ist ganz schön etwas losgewesen. Mit einigen Gästen ist wieder mehr Leben auf der Knight Lake Ranch eingekehrt.

Das Wetter hat sich von seiner interessantesten Seite gezeigt. Kaum fünf Minuten lang ist es beständig, so dass sich immer wieder ganz tolle Stimmungen ergeben. Tagsüber war es häufig sonnig mit einigen Wolken und meist trocken, während die Nächte eher feucht, jedoch nicht so kalt waren. Nur einmal hatten wir leichten Frost. Heute morgen jedoch hat es bis zum Mittag geschneit!

Lena ist tüchtig damit beschäftigt gewesen, für das kulinarische Wohl unserer Gäste zu sorgen, sowie Vorbereitungs- und Reinigungsarbeiten für die Einwinterung vorzunehmen.

Auch bei den Aussenarbeiten ist recht etwas los gewesen. Da gleich drei alte Gates (Gatter) ihren Zenit überschritten haben und den Winter kaum mehr überstehen würden, haben wir beschlossen, diese drei Gates noch diesen Herbst zu ersetzen. Dazu haben wir einige vom Borkenkäfer befallene Kiefern gefällt. Das nicht nur stunden- sondern gleich tagelange Entrinden der Stämme hat viele Schweisstropfen und Muskelkater hervorgerufen. Glücklicherweise durfte ich auf tatkräftige Hilfe von Gerry zählen. Nicht zu vergessen ist jedoch der Einsatz von Fachwissen, Arbeit und Maschinen unseres Nachbarn Mike Shmyr, der diese Arbeit erst ermöglicht.

Zur Auflockerung durften Gerry und ich mit Mike Shmyr eine kleine ATV-Tour machen und dabei beobachten, wie in Kanada im grossen Stil geholzt wird. So sahen wir, woher der Lärm der Holzerarbeiten stammt, den wir seit einigen Wochen zu ertragen haben ;-( Anschliessend an die spassige Ausfahrt war dann wieder Arbeit angesagt und wir haben einige Haufen mit Holz, welches von den Holzern nicht genutzt wird, durchstöbert, um einige Holzlatten für unsere neuen Gates aufzutreiben. Diese haben wir dann mit Hilfe der ATV's mit Anhänger abtransportiert.

Blackfingers in Action again - um die Pfosten der Gates beständiger zu machen, haben wir den im Boden zu vergrabenden Teil mit Teer (gleiche Teermasse wie für die Dachpappe) verwendet. Dies hat natürlich wieder zu schwarzen Fingern geführt. Die Blackfinger Squaw (alias Nadine) war leider nicht mehr dabei, doch ihr Vater, der grosse Blackfinger Häuptling Chief Gerry hat als Supervisor dafür gesorgt, dass alles korrekt gemacht wurde ;-)

Das grösste Gate, welches zwischen dem Haupthaus und dem Marmot Cabin steht, ist bereits weit fortgeschritten und sollte bald fertig sein.

Als weiteres Projekt habe ich den Bau von Garten-Hochbeeten in Angriff genommen, damit ab der nächsten Saison die Gophers (Erdhörnchen) nicht mehr unseren ganzen Salat wegfressen können.

Mit dem nächsten, und wohl letzten Bericht von der Knight Lake Ranch für diese Saison, werdet Ihr dann sicherlich das Resultat der Arbeiten sehen.

 

Herzliche Grüsse von der winterlichen Knight Lake Ranch,

Walter und Lena

 

Bericht vom 12. September 2010

Die letzten Tage waren Lena und ich ganz alleine auf der Knight Lake Ranch. Doch bald kehrt wieder mehr Leben ein, denn es haben sich wieder Gäste angemeldet.

Das Wetter war die letzten Tage wechselhaft. Der Regen hat die gemähten Wiesen wieder ergrünen lassen und auch das Feuerverbot wurde aufgehoben. Der Herbst ist nun definitiv eingezogen. Die Bäume haben sich zwar erst ganz wenig verfärbt, doch în den ungemähten Wiesen machen sich die Herbstfarben deutlich bemerkbar. Durch das ständige Wechseln von Sonne und Regen ist die Luft sehr rein und es stellen sich immer wieder tolle Wetterstimmungen ein. Der Flugverkehr hat nun deutlich zugenommen - nein, nicht der von Motorflugzeugen, sondern jener von Zugvögeln. U.a. Kanada Gänse und verschiedene Entenarten oder auch Buchfinken machen auf ihrem Zug in den Süden ab und zu Halt auf der Knight Lake Ranch, resp. dessen Seen und Wiesen.

Auch die Herbstarbeiten haben angefangen. So ist Lena - wenn es das Wetter zulässt - fleissig mit Waschen von Kissen, Stuhlkissen etc. beschäftigt. Auch das Tipi haben wir bereits wieder abgebaut, nachdem es nach der Nassphase Ende August wieder ein paar Tage sonnig und warm war.

Bei einem Spaziergang entlang dem "Forest Loop" machte ich gleich zwei tolle Entdeckungen. Erstens hat ein Heinzelmännchen - oder war es doch Ueli? - während meiner Abwesenheit für den Reittreck den Weg ausgeholzt, so dass er nun auch wieder für Reiter passierbar ist. Zweitens habe ich entlang dem Weg, den ich zuvor schon sicher fünfzig mal gegangen bin, zum ersten Mal eine Pappel mit wunderbaren Kletterspuren eines Schwarzbären entdeckt (wahrscheinlich wahr ich zuvor stets von den mächtigen Douglasien oder der tollen Blumenpracht, welche rundherum zu bestaunen sind, abgelenkt).

Die jungen Loons auf dem Dogskin Lake sind mittlerweile fast so gross wie ihre Eltern. Während der eine bereits sehr selbständig ist und oft weit weg von Mama oder Papa zu sehen ist, scheint der zweite eher ängstlich zu sein und jammert, sobald sich die Mama (oder der Papa?) einmal etwas weiter entfernt. Auch eine Elchkuh hat uns letzthin wieder einmal einen Besuch abgestattet.

 

Herzliche Grüsse aus dem Cariboo,

Walter und Lena

 

Bericht vom 5. September 2010

Am 25. August leerte sich die Ranch ganz schnell. Bei herrlichem Sonnenschein reiste die Naturreise-Gruppe Richtung Gold Brigde ab. Mit dabei Lena und Nadine, die ganz gespannt auf den viertägigen Reittreck waren.

Schon schnell überzog sich der Himmel mit dunklen Wolken und gegen Mittag regnete und hagelte es im Viertelstunden Takt. Leider waren wir nicht schnell genug, um all die Stuhlkissen, Regenschirme und die gewaschene Wäsche unter Dach zu bringen. Erika und Ursa, die beiden Frauen der Naturreise-Gruppe, die nicht auf den Reittreck gingen, sowie Peter und Petra unternahmen gleichzeitig eine Wanderung zum Beverly Hills. Sie kamen ziemlich durchnässt auf die Ranch zurück.

Noch blieben zwei Tage für Andi Felzmann übrig und er genoss die Ranch in vollen Zügen. Er schoss die letzten Bilder von seiner von ihm gemähten und von Pappeln gerotteten Wiese im Eingangsbereich der Ranch. Danke Andi für deine Unterstützung während der Abwesenheit von Walter. Am Abend genossen wir zusammen einen letzten Whisky und wir hatten alle am andern Tag einen sturmen Kopf davon……

Walter kehrte am 27. August mit Heinzpeter zusammen von ihrem Reittreck in den nördlichen Rockys zurück. Sie erlebten einen abenteuerlichen Trip, zusammen mit Gerry und Jacky die jetzt auch auf der Ranch Gäste waren. Viel gab es zu erzählen, aber die beiden waren auch glücklich, wieder in ihrer zweiten Heimat zu sein.

Heipi lüftete seine Reitsachen, packte alles wieder zusammen und sass wehmütig vor seinem Marmot Cabin. Zwei Monate verbrachte er in Canada. Wir brachten ihn zum Greyhound und gleichzeitig holten wir Lena in Lillooet ab. Die Gruppe erlebte einen trockenen Abritt Richtung Eldoradopass, aber schnell fing es an zu schneien und am Abend wurden schon die ersten Weihnachtslieder gesungen. Doch die Leute nahmen es gelassen, wohlverstanden es war ein Teilnehmer mit 82 Jahren dabei. Die jungen Frauen konnten nur staunen über René’s Energie und Sprüche.

Am Abend feierten wir noch Walter’s Geburtstag auf der Ranch. Der erste Tag ohne Gäste seit dem Anfang - ein spezielles Gefühl. Zu dritt genossen wir ein Gläschen Wein und Walter erfreute sich an den vielen Glückwünschen, einem Blumenstrauss und an seinem Schrank, den Ueli für ihn gezimmert hat. Gleich musste er all sein Campingmaterial einräumen und es hatte alles Platz. Ueli, vielen herzlichen Dank!

Seit einem Monat werden wir in unserer Idylle gestört; in der Nähe wird fast Tag und Nacht geholzt und es entsteht dabei ein rechter Lärm. Wir sind aber auch froh wenn all die toten Bäume weg sind und so die Gefahr eines Waldbrandes verringert wird. Wie schnell wir doch unser Ohr an fast kein Geräusch gewöhnt haben. In der Schweiz sind wir täglich mit einem gewissen Lärmpegel konfrontiert und hier haben wir Mühe damit.

Seit drei Tagen sind Walter, Lena und Monica mit Heuen und Rechen beschäftigt. Noch nie haben wir die Wiese zum Dogskin Lake auf der rechten Seite gemäht. Nun ist es geschehen und wir alle drei zogen uns einen Muskelkater zu.

Heute verreisen Andy und Monica auf die Naturreise in den Indian Sommer. Also heisst es Abschied nehmen für diese Saison. Wir kehren am Schluss nur noch für einen Tag zurück und holen Lena und Walter von der Ranch ab.

Nicht nur bezüglich Gästen ist es ruhiger geworden, auch vier der insgesamt sieben Pferde, welche unser Leben auf der Knight Lake Ranch bereichert und unsere Weiden abgegrast haben, wurden mittlerweile abgeholt.

Derzeit ist Labour-Day Long Weekend und somit Ende der Schulferienzeit und auch der Sommer verabschiedet sich. Nach einem Kälteeinbruch hatten wir nochmals ein paar wunderschöne, warme Tage, an denen wir nochmals eine Abkühlung im Knight Lake suchten. Nun sind wir gespannt, was uns der Indian Summer bringt...

 

Mit herzlichen Grüssen von der Knight Lake Ranch,

Monica, Lena und Walter

 

Bericht vom 28. August 2010

Zurück aus der „Walter-Pause“, liebe Leser! Unser Team hätte nun also wenige Tage wieder komplett sein sollen, nachdem auch Lena von ihrer Reise zurück ist. Doch lasst mich von vorne beginnen und die Lücke der vergangenen Wochen schliessen.

Eine dieser Lücken – nämlich den männlichen Part in unserem Team – hat nach Walters Abreise Andi Felzmann übernommen. Tatkräftig hat er uns sowohl beim Rasenmähen wie auch in der Küche als Abwaschhilfe unterstützt und uns so manche Arbeit erleichtert. Besonders zu erwähnen ist unser Auto: noch niiiie – und vermutlich so bald nicht wieder – hat unser Mini Van so geglänzt, von innen wie von aussen. Eine Freude, die bei unseren ständig staubigen Gravelroads leider nicht allzu lange währt. Aber gelohnt hat es sich allemal!

Beim „Rasenmähen“ sollten uns theoretisch auch unsere vier Pferde – nach frühzeitiger Abreise von Tuffy, Savannah und Jewel – eine Hilfe sein, weshalb wir ihnen unser gesamtes Ranch-Gelände zur Verfügung gestellt haben. Einige Abschnitte hinter dem Haus sind nämlich, trotz Andi’s stundenlangem Einsatz am Mäher, nach wie vor mit mannshohem Gras bedeckt. Doch anstatt das wohl alte und nicht mehr so saftige Gras abzumähen, haben sich unsere Feinschmecker lieber an dem bereits gemähten Gras und an Monicas Blumen gütlich getan! Damit aber nicht genug: eines verregneten Sonntags entdecken wir unsere Lieben mitten auf dem Gelände, ganz ohne unser Zutun! Ja, da sind die frechen Kerle doch einfach abgehauen. Durch permanentes sich kratzen am Gatter vermochte der Riegel wohl irgendwann nicht mehr Stand halten, ist durchgebrochen und hat einen Fluchtweg eröffnet. Zum Glück liessen sie sich nach etwas gut Zureden dazu bewegen, wieder auf die Weide zurückzukehren.

Rasenmähen scheint allgemein eine gewisse Anziehungskraft zu besitzen, was mir persönlich schleierhaft ist. Nicht nur ist Andi mittlerweile zu unserem „Ersten Rasen-Mäher“ aufgestiegen, auch eine ganze Familie, die einige Zeit bei uns verbracht hat, griff zu allen möglichen Geräten, um dem hohen Gras Herr zu werden: Sense (eigenhändig getingelt!), Weed Eater und Rasenmäher!

Auch Ueli hat uns und das Nahanni nach zwei Reittrecks mit seiner Anwesenheit und Hilfe beehrt. Nicht nur sind etliche Dinge im Haus repariert, unser hauseigener Schreiner hat Walter auch gleich noch einen Schrank zur Aufbewahrung seiner Habseligkeiten gezimmert. Zu seinem Geburtstag (nein, über das Alter schweige ich mich aus!) habe ich ein passendes Schild für den Schrank beigesteuert: jeder, was er kann :-)

Wir haben uns aber auch über etliche Gäste gefreut, die einfach „nur“ unser kleines Paradies genossen haben. So zum Beispiel unser neuster Aktionär, der mit seinen Eltern die Knight Lake Ranch besucht hat. Und in den letzten Tagen durften wir auch nochmals eine von Andy’s Gruppen beherbergen, diesmal von einer Naturreise zurückgekehrt. Die wanderlustige Gesellschaft genoss einige Aktivitäten. Nebst Holz hacken, Wanderungen und Bootsausflügen haben sie sich mit einem Reitausflug auf der Nachbarranch auf ihren bevorstehenden Ritt durch die Westcoast Mountains vorbereitet. Einer der vifen Rentner hat sogar den Versuch unternommen, dem Knight Lake einige Fische zu entlocken. Ohne Erfolg, jedoch mit einem unfreiwilligen Ausflug vom wackeligen Boot ins kalte Nass, was uns wiederum die Möglichkeit gab, zumindest eine Brille aus dem Knight Lake zu fischen. In passender Montur hat sich Andi wagemutig in die Fluten gestürzt und die Brille wieder zu Tage gefördert, herzlichen Dank :-)

Währenddem unsere jüngsten Teammitglieder schon zu früher Stunde am Kissen horchten, erlebte Monica mit Ueli, Dani, Yvonne und Roland nach einem tollen Ausflug in den Wells Gray Provinzpark einen feuchtfröhlichen Abend auf der Terrasse.

Um unserer Gopher-Plage Herr zu werden, haben wir überraschend tierische Hilfe erhalten. Seit einiger Zeit lebt ein junger Dachs in unserer Nähe – zumindest hoffen wir, dass er es sich bei uns gemütlich macht. Bei seiner Gopher-Suche (sehr erfolgreich, wie wir hautnah erlebt haben!) ist er dermassen vertieft, dass wir uns bis auf wenige Schritte nähern können, um das wunderschöne Tier zu beobachten. Für seine Gopher-Jagd wünschen wir ihm weiterhin viel Glück und Erfolg!

Ein weiteres Thema, das unsere Leser immer wieder interessiert, ist das altbewährte Wetter in Cariboo. Nachdem seit Ende Juli/Anfang August absolutes Feuerverbot herrscht, haben wir immer wieder eigentlich sonnige Tage mit rauchbedecktem Himmel erlebt. Die kurzen Regentage zwischendurch haben den Himmel zwar kurzzeitig „reingewaschen“, aber die Rauchdecke ist bislang immer wieder zurückgekehrt. Um den 20. August hat ein Tief den Rauch wie einen dicken, tiefliegenden Deckel über unsere Ranch gelegt. Der Geruch hing nicht nur in der Luft, sondern auch im Haus und in den Kleidern. Selbst Kanadier haben uns erzählt, dass sie noch nie eine solche Rauchdichte erlebt haben! Wie die Bilder zeigen, kann man knapp den ersten Waldstreifen am gegenüberliegenden Ufer des Knight Lakes erkennen. Jedoch besteht glücklicherweise für unsere direkte Umgebung zur Zeit kein Grund zur Sorge in Bezug auf die Feuer. Bis Mitte Monat wurden wir nach wie vor mit viel Sonne und Hitze beglückt und konnten uns im Knight Lake abkühlen. Immer wieder dabei unser „Ferien-Hund“ May, die mindestens genauso viel Badespass mitbrachte, wie wir! Mit lautem Geschnaube und Geplansche versucht sie unermüdlich die Libellen zu fangen – ein etwas utopisches Unterfangen -  oder fischt Steine aus unserem See…weiss der Geier, äh, der Hund, warum?!

Nun muss ich zum Schluss doch noch ein Thema erwähnen, das tendenziell eher bei Frauen eine Gänsehaut hervorruft: Krabbeltiere! Ja, wir hatten ein richtiges Spinnenjahr, unzählige dieser langbeinigen, behaarten Dinger sind uns über den Weg gekrabbelt. Aber noch schlimmer – Monicas und mein Liebling – der schwarze, grosse Käfer mit den laaangen Fühlern. Beigefügtes Foto des süssen Tierchens im passenden, schnuckeligen Rahmen verleiht meinen Worten hoffentlich zusätzlich Ausdruck! Mit diesem langfühlerigen Exemplar hatte ich ein Zusammentreffen der grusligen Art: ich habe das Tierchen nämlich in meiner Hose entdeckt…während ich sie noch trug!! Während die einen hoffentlich mitleidig mein Ekelgefühl teilen, werden andere verständnislos den Kopf schütteln. Und bei Monica hat mein Gezeter immerhin zu einem Lachanfall geführt. Auch wenn ich den Käferangriff knapp überlebt habe – nach wie vor rätselnd, wie er den Weg in meine Hose gefunden hat?! – bin ich dennoch nicht erpicht auf eine Wiederholung.

Dies war er nun, mein allerletzter Bericht! Die zweieinhalb wunderschönen Monate auf der Knight Lake Ranch enden hier für mich, während mein Reise-Abenteuer quer durchs Land erst beginnt. Überraschenderweise dürfen Lena und ich Andy und die Naturreise-Gruppe für 4 Tage auf ihren Ritt begleiten, worüber wir uns riesig freuen! Lena kehrt danach auf die Ranch zurück, während ich mich auf Kanada-Entdeckungstour begebe. Diese Gelegenheit möchte ich gerne nutzen, um mich für die Aufmerksamkeit und die lieben Kommentare zu unseren Berichten zu bedanken. Das verbleibende Team freut sich natürlich weiterhin auf Gäste, die unsere Ranch beleben und uns zu immer neuen Geschichten für die Homepage inspirieren.

Ich wünsche euch alles Gute und wer weiss, wo sich unsere Wege vielleicht wieder kreuzen…

 

Herzlich,

Nadine, Monica, Lena und Walter

 

Bericht vom 6. August 2010

1. August auf der Knight Lake Ranch! Mit einem leckeren Apéro und echt patriotischer Dekoration haben wir zusammen mit Andys Gruppe vom Westcoast Ritt und einigen weiteren Gästen unseren Nationalfeiertag gebührend zelebriert. Aufgrund etlicher Waldbrände und hoher Trockenheit herrscht momentan totales Feuerverbot, weshalb wir jedoch auf unser Lagerfeuer verzichten mussten. Doch mit Andys fröhlicher und humorvoller Truppe hatten wir dann auch trotz eines kurzen Gewitters mitten in unserem Grillplausch jede Menge Spass!

Eine kleine, erfreuliche Anekdote nebenbei: Dass es den Gästen bei uns mehr als gut gefällt, hat ein Kölner Paar bewiesen. Nach einigen Tagen auf unserer Ranch haben sie eine Reise unternommen, nur um kurze Zeit später wieder bei uns ins gemütliche Willmore zu ziehen. Darüber haben wir uns natürlich unheimlich gefreut! Immer wieder verlängern Gäste ihren geplanten Aufenthalt um ein oder zwei Nächte, weil sie sich nicht von unserem Paradies loseisen können. Und wir als Team geniessen es, volles Haus und ein bisschen „Action“ zu haben :-)

Apropos Team: Finally - unser Gruppenfoto steht! Nachdem Lena mit ihrem Freund einige Tage bei uns verbracht hat, haben wir das längst überfällige Projekt in Angriff genommen. Selbstverständlich ist auch unser Teilzeit-Haustier May, die Labrador-Hündin eines Nachbarn, mit von der Partie.

Nebst der täglichen Ranch-Arbeit haben wir auch diese Woche einige Ausflüge und Aktivitäten unternommen. Übers Wochenende vom 1. August fand in Interlakes erneut ein Rodeo samt Dance am Abend statt. Der Grossteil unserer Gäste und Walter haben auch fleissig das Tanzbein geschwungen, während Monica und ich einen gemütlichen Abend mit den verbleibenden Gästen verbrachten.

An einem leicht regnerischen Morgen haben die Familie Giger, Heipi, Andy, Walter und ich dem rauch- und wolkenverhangenen Himmel getrotzt und sind zu einem Kanu-Ausflug aufgebrochen. Unsere Fahrt ging rund 30km vom North Thompson Provincial Park bis hinunter nach Little Fort. Gemütlich schlängelt sich der North Thompson River dort zwischen Wäldern und weiten Ebenen und bietet immer wieder einladende Sandbänke zur Rast an. Nebst unzähligen Fischen (bald schon schwimmen die Coho’s – Silberlachse – in grossen Schwärmen den Fluss hinauf) konnten wir auch einen Hirsch, einen Weisskopf Seeadler und sogar einen Schwarzbären beobachten. Ein weiteres wunderschönes Erlebnis in beautiful Cariboo!

Liebe Leser, hiermit verabschieden wir uns in eine Bericht-freie Zeit. Da Walter, unser Mann fürs Homepage-Update, zu einem von ihm geführten Reittreck aufbricht, gibt es leider für die nächsten drei Wochen keine News von der Knight Lake Ranch. Doch als Trostpflaster kann ich euch versprechen, dass Ende August unsere News-Seite mit einem umso längeren Bericht glänzen wird :-)

Geniesst den Sommer, besucht uns im 1000-Seen-Land und bis bald…

Herzliche Grüsse aus Kanada

Nadine, Monica, Lena und Walter

 

Bericht vom 31. Juli 2010 

Hurra, wir haben die 30° Grenze geknackt! Bei sommerlich-heissen Temperaturen schwitzen wir auf der Knight Lake Ranch vor uns hin. Die Sommerferien-Zeit lässt unsere Gäste-Zahl nach oben schnellen. Es ist also immer etwas los bei uns! Die Trockenheit bringt allerdings auch die Waldbrände nach BC und seit einigen Tagen ist der Himmel rauchverhangen. Glücklicherweise sind bislang alle Brände unter Kontrolle. Hoffen wir, dass es so bleibt und wir vielleicht doch noch ein 1. August-Feuer errichten dürfen.

Nach wie vor können wir eine Vielzahl von Tieren beobachten. Der Weisskopf Seeadler besucht uns regelmässig, auch wenn die Loons auf dem Knight Lake dieses Jahr leider vergebens das Nest gehütet haben und es keine Jungen gab. Dafür erfreuen wir uns an den zwei Kleinen auf dem Dogskin Lake. Auch die Bärenmutter mit ihrem Cinnamon-Baby hat letzte Woche den Waldabschnitt hinter dem Marmot gekreuzt. Das Kleine wächst munter vor sich hin. Doch noch nicht genug, auch eine Moose-Kuh hat sich in den späten Abendstunden das Gras um den Knight Lake schmecken lassen, ein wunderschöner Anblick. Leider gehören auch ärgerliche Erfahrungen mit „unseren“ Tieren dazu. Unser Garten leidet stark unter der Gopher-Plage und der liebevoll gehegte Salat ist kaum anzuschauen. Dementsprechend werden die Ideen für die Gegenmassnahmen immer skurriler: von Feuerkreisen über Wassergräben zu Hoch-Beeten und Steinschleudern bis hin zu einem elektrischem Zaun war alles dabei. Schlussendlich haben Walter und einige unserer Gäste einen Blechschutz-Wall mit Maschendraht errichtet. Der Erfolg hat sich bereits eingestellt und für nächstes Jahr möchte Walter die Hoch-Beete ins Auge fassen. An neuen Projekten fehlt es uns also nicht.

Unsere Gäste sind allgemein sehr fleissig! Andy und Rene haben trotz der Hitze Steine gesammelt, die hier leider zuhauf herumliegen und dem Rasenmäher Probleme bereiten. Ja, wir sind steinreich :-)

Und schon wieder wurde der Pizza-Rekord gebrochen! Julian hat – wenn auch mit Mühe und Not – sieben Stück verputzt. Wir sind gespannt, ob der Rekord diese Saison ein weiteres Mal überboten werden kann, wenn nächste Woche das Pizza-Essen wieder auf dem Plan steht. Ich werde es euch wissen lassen, liebe Leser.

Bis dahin verbleiben wir mit herzlich-heissen Grüssen aus dem wunderschönen BC!

 

Nadine, Monica und Walter

 

Bericht vom 27. Juli 2010

“Wie Ferien in den Ferien”, liebe Leser, so lebt es sich bei uns auf der Knight Lake Ranch! Ein Zitat von Gästen, die für einige Tage ganz offensichtlich unser kleines Paradies geniessen. Ebenso haben Monicas Nachbar und seine Freundin etwas Zeit bei uns verbracht. Er hat als unser Wäsche-Mann mit umgehängtem „Klämmerli-Sack“ eine super Figur gemacht :-) Doch auch die Familie Grob brachte mit ihren vier energiegeladenen Kindern Leben in unsere Bude. Von Badespass über Bootstouren, Ausritten hoch zu Pferd bis hin zu Übernachtungen in unserem Tipi war alles dabei! Gian-Reto hat bei unserem allwöchentlichen Pizza-Essen sogar den Rekord von fünf Pizzas überboten und geschlagene sechs davon verdrückt! Schokoladencreme hatte dann aber doch auch noch Platz ;-) Der Jüngste, Marvin, hat sich als geschickte Küchenhilfe herausgestellt und Monica und mich glücklicherweise kräftig bei den Essensvorbereitungen unterstützt, während Lena für einige Wochen durch Kanada reist. Geraldine hat mir geholfen meine Ehre zu retten, nachdem ich grossspurig behauptet habe, das erste nicht-schwarze „Pizzateig-Resten-Brot“ zu backen! Es hat uns heute zum Frühstück wunderbar geschmeckt :-) Dank Maurice dem Geschickten und seinen Jonglier- und Musik-Einlagen durften wir einige unterhaltsame Momente erleben. Passend zur Tipi-Einweihung erhielten wir musikalische Genüsse der besonderen Art. Nebst Walters sonst einsamer Gitarre wurden wir von einer Mundharmonika, einer Blockflöte, einer Trommel und nicht zuletzt einiger klangvoller Stimmen berieselt, herrlich! Wer weiss, vielleicht sehen wir Maurice und seine Instrumente in einigen Jahren als Teammitglieder wieder…

Blackfingers on the roof again! Nachdem die jungen Schwalben bereits ausgeflogen sind, konnten Walter und ich endlich das kleine Dach über ihrem Zuhause in Angriff nehmen. Mit vollem Körpereinsatz, und selbstverständlich auch mit den obligaten schwarzen Fingern, haben wir die Überdachung  des Pizzaofens mit neuer Pappe belegt.

Passend dazu haben Walter und Heinzpeter diese Woche auch unser Tipi aufgestellt, das, wie oben erwähnt, bereits zwei mutigen Jungs ein Nachtlager war. Wir haben den Tag dann mit einem echt indianischen Powwow um das Lagerfeuer beschlossen…na ja, den Hexenbesen mussten wir wider passenden Tomahawks zu Hilfe nehmen, aber immerhin das Kriegsgeheul war echt indianisch ;-)

Um allen Nahanni-Gästen etwas Freude beim Besuch des Outhouses zu bescheren, durfte ich dieses neu streichen. Es erstrahlt nun in frischem Rot mit leuchtenden Margarithen.

 

Weitere Indianer-Geschichten gibt’s beim nächsten Mal. In der Zwischenzeit verbleiben wir mit herzlichen Grüssen aus dem sonnigen BC.

Nadine, Monica und Walter

 

Bericht vom 15. Juli 2010

Herzlich Willkommen zurück auf der Knight Lake Ranch, liebe Leser. Erneut haben wir ereignisreiche Tage hinter uns und durften etliche neue Gäste begrüssen, darunter Kurt und Rita, Bekannte von Lena. Kurt hat uns kräftig beim Abschleifen des grossen Tisches unterstützt. Aufgrund seiner Hilfe erstrahlt er bereits in lackiertem Glanz und wir können ihn hoffentlich schon bald mit vielen Gästen einweihen. Apropos „Einweihen“: der Pizzaofen hat seine Feuerprobe überstanden und wir durften kürzlich knusprig leckere Pizzas geniessen, mmhh! Ein Grund mehr, sich auf der Knight Lake Ranch einzufinden!

Zuwachs haben wir auch auf der Weide erhalten, in Form von drei neuen Pferden: Sky, Jewel und Kayley, letztere eine alte Freundin von Walter. Zu 7. kümmern sie sich nun also darum, dass unser Gras weniger und weniger wird.

Einen nachbarschaftlichen Besuch haben uns Burns’ vergangenes Wochenende abgestattet, die „Teilzeit-Bewohner“ von der gegenüberliegenden See-Seite. Angereist sind sie dann auch direkt mit dem Pedalo, was schliesslich der kürzeste Weg ist :-) Bei einem gemütlichen Plausch auf unserer Veranda haben wir uns besser kennen gelernt.

Den kürzesten Weg haben auch unsere gestrigen Gäste gewählt, vier Jungs aus Südafrika und Irland. Wer unsere Ranch und die Distanzen kennt, weiss, dass es von den Cabins zum Haupthaus nur wenige Schritte sind. Dennoch muss der steinige Weg unseren starken Männern (alles Rugby-Spieler) wohl doch zu beschwerlich vorgekommen sein. Um zu duschen, man glaubt es kaum, haben sie sich ins Auto gequetscht und sind bis vor unsere Türe hochgefahren! Ob’s am Regen oder dem vorübergehenden Kälte-Tief lag, bleibt offen.

Aber auch diese Woche haben wir nicht nur geschuftet. Kurz vor der Abreise von Walters Eltern haben wir noch einen Wander-Ausflug auf den Baldy Mountain unternommen. So „baldy“ war er allerdings nicht, gegen die Spitze hin durften wir noch den einen oder anderen Schneeflecken überqueren. Doch die Aussicht hat uns mehr als belohnt, traumhafte Sicht in die Ferne und auf die Ausläufer der Rocky Mountains. Wirklich eine Wanderung wert! Zudem hatten wir das unglaubliche und seltene Glück, einem cougar (Puma) zu begegnen, der kurz unseren Weg gekreuzt hat.

Und für alle Fussball-Fans, ja, auch hier in der Wildnis konnten wir uns das Finale ansehen. Die oben erwähnten Nachbarn haben uns freundlicherweise einen Fernseher zur Verfügung gestellt, wobei wir nicht sicher waren, ob sie die uralte Kiste nicht eher einfach „entsorgen“ wollten?! Nach etlichen Verrenkungen mit der Antenne des Geräts, konnten wir gerade mal zwei der 53 Sender mit viel Schnee und Gerausche empfangen! Immerhin, die Hoffnung stirbt zuletzt und vielleicht würde uns ja einer dieser zwei Sender den Match liefern. Der Sonntag sollte uns allerdings die Ernüchterung bringen. Voller Vorfreude haben wir das Gerät eingeschaltet….und auf beiden Sendern den Gottesdienst empfangen. Ob das wohl ein Wink sein sollte?

 

Mit diesen Gedanken und herzlichen Grüssen verlassen wir euch, bis zum nächsten Mal.

Nadine, Lena, Monica und Walter

 

Bericht vom 10. Juli 2010

Langsam nimmt die Anzahl Gäste auf der Knight Lake Ranch zu und vergangene Woche haben wir zwei der aussergewöhnlichen Sorte bewirtet: kanadische Ritter! Ein Erlebnis mediävistischer Art, mit Pfeilbogen, schwerer Rüstung, mittelalterlicher Gewandung und meiner Premiere im Armbrust schiessen! Gar nicht mal übel, aber ich werde meinem Pfeilbogen zu Hause wohl treu bleiben :-)

Was die Aussenarbeiten angeht, sind wir alle enorm aktiv, das schöne Wetter kann also kommen. Unser Floss ist – hoffentlich! – fest auf dem Knight Lake vertäut, ohne dass Lena oder Walter unfreiwillig das kühle Nass testen mussten (obwohl Monica mit gezückter Kamera nur darauf gewartet hat ;-) ). Auch Vanessa, unser Ruderboot, sollte seefest sein und ist bereits mit den ersten Gästen über den See geschippert.

Am ersten Sommertag nach wechselhaftem Wetter durfte ich unseren Pizza-Ofen reparieren, nachdem mir Walter den durchgerosteten Kamin ersetzt hatte. Die wortwörtliche Feuerprobe soll er noch diese Woche überstehen, denn ja, endlich hat uns der Sommer erreicht! Sonnige 30°, Badewetter und schwitzen beim Abschleifen des wunderschönen Tisches, den uns Urs letzten Sommer gezimmert hat. Er soll von der Verwitterung befreit und frisch lackiert werden, damit wir auch bald schon die Feuerstelle und das gemütliche Drumherumsitzen geniessen können. 

Aber selbstverständlich wird nicht nur hart gearbeitet, nein, vergangenes Wochenende durften wir auch einmal das Tanzbein schwingen. Das 61. Bridge Lake Rodeo ist mit vielen Besuchern über die Bühne „geritten“ und wir waren mitten drin! Das Rodeo selbst, eines der kleineren in der Gegend, war eine besondere Erfahrung, mit Bullen reiten, diversen Lasso-Disziplinen und Ferkel fangen…als Laie fehlen mir leider die Fachausdrücke, aber ein Besuch lohnt sich für Kanada-Reisende allemal.

Die Stimmung am Abend, in der abbruchreifen Community Hall, war ausgelassen und die Live Band hat über fünf Stunden für echte Cowboy-Musik gesorgt. Übrigens mit dem Bassisten Morgan, der bereits bei der Einweihung der Knight Lake Ranch für Musik gesorgt hat! Walter meinte jedoch, er habe einiges an musikalischem Verständnis dazu gewonnen…ganz zu unserer Freude!

Mit diesen Infos, liebe Leser, verlassen wir euch wieder für eine Weile und freuen uns, den einen oder anderen von euch in den nächsten Wochen bei uns begrüssen zu dürfen!

 

Mit herzlichen Grüssen aus dem schönen Cariboo

Nadine, Monica, Lena und Walter

 

Bericht vom 1. Juli 2010

Willkommen zurück auf der Bären-Ranch, liebe Leser! Unglaublich, wie viele Schwarzbären sich diese Saison unsere Umgebung als Territorium ausgesucht haben! Vor einigen Tagen konnten wir – erneut direkt hinter dem Marmot – eine Bärenmutter mit ihrem Kleinen vorbeitrotten sehen. Doch möglicherweise hält unser tierischer Zuwachs Meister Petz künftig etwas fern, denn unsere Pferde sind angekommen: Tuffy, Whitey, Savannah und ihre 2jährige Tochter Annie. Die vier geniessen das hüfthohe, saftige Gras und bringen uns richtiges Ranch-Feeling.

Seit letzter Woche ist auch Walter wieder zurück auf der Ranch und komplettiert unser Team. Trotz Frauenpower sind wir dankbar für die männlichen helfenden Hände, die uns unzählige Aussenarbeiten abnehmen. Auch beim Grosseinkauf in Kamloops diente uns seine fachmännische Meinung beim Auswählen eines neuen Rasenmähers, nachdem Lena den alten in unzähligen Mäh-Stunden an sein Limit gebracht hatte. Monica und Walter haben kistenweise Leckereien für die Ranch ins Auto geschleppt, während Lena und ich uns darum gekümmert haben, dass die Aberdeen Shopping Mall und ihre Läden ausgiebig besucht wurden. Selbstverständlich sind auch wir nicht mit leeren Taschen zurückgekehrt ;-)

Zur Zeit geniessen auch Walters Eltern die Knight Lake Ranch. Sie packen kräftig mit an und werkeln erstaunlich erfolgreich in unserem Gopher befallenen Garten, oder was davon übrig ist…

Zwischenzeitlich haben Walter und ich einen neuen Indianerstamm gegründet: die Black Fingers! Ja, beim Abdichten und Reparieren des Geräteschuppen-Daches haben wir uns ordentlich bekleckert und – ich kann’s kaum anders formulieren – ausgesehen wie die Ferkel! Was für ein Spass! ;-)

Beim Loon-Couple ist der Nachwuchs noch nicht geschlüpft und die beiden harren nach wie vor geduldig auf ihrem Nest aus und informieren uns jeweils lautstark, wenn ein Adler in Sichtweite ist. Insbesondere für mich ein sehr wertvoller tierischer „Alarm“! Beim einen Schwalben-Paar ist der Nachwuchs da und will pausenlos gefüttert werden. Sind die Eltern nicht immer gleich zur Stelle, schielen sie ungeduldig aus dem Nest und zwitschern kläglich nach Nahrung.

Doch noch nicht genug Wildlife! Auf einer unserer letzten Fahrten nach Interlakes hatten wir das Glück, direkt am Strassenrand eine Moose-Kuh beim Fressen zu beobachten, die schlürfend und schmatzend mitten in einem kleinen Tümpel stand. Durch unsere Anwesenheit liess sie sich nicht im Geringsten aus der Ruhe bringen und wir konnten ihren Anblick geniessen.

Wettermässig hat uns eine Kältewelle erreicht und die Temperaturen sinken nachts wieder auf wenig über null Grad ab. Zudem ist es wechselhaft. Die idealen Voraussetzungen, um sich der Sauna anzunehmen! Lena und ich haben die kleine, aber feine Hütte ordentlich geputzt und – selbstverständlich ganz uneigennützig – sogleich probegeschwitzt…herrlich!

In diesem Sinne, mit feuchtwarmen Grüssen aus der Schwitzhütte

Nadine Burri

 

Bericht vom 24. Juni 2010

Am 17. Juni sind Monica, Lena und Nadine auf der Knight Lake Ranch eingezogen und haben den Winterstaub endgültig vertrieben. Walter, ganz Gentleman, hat komfortabel bereits die Betten gemacht und uns damit ein Willkommensgefühl bereitet. Die Knight Lake Ranch kann nun in alter Frische in die neue Saison starten. Die Cabins sind bezugsbereit und warten sehnsüchtig auf ihre ersten Besucher.
Letztes Wochenende durften wir zwei alte Bekannte von Monica mit ihrem Motorhome begrüssen und mit typisch schweizerischem „Ghackets mit Hörnli“ bewirten. Auch das Marmot hat bereits die ersten Gäste beherbergt. Ansonsten verläuft das Ranch-Leben noch in ruhigen Bahnen und mit genügend Zeit, um ausgiebig die Hängematten zu testen. Das Wetter zeigt sich von seiner besten und sonnigen Seite, mit stahlblauem Himmel am Morgen, einigen Wolken tagsüber und kaum Regen. Meist hören und sehen wir die kurzen Gewitterschauer nur in der Ferne grollen und an uns vorbeiziehen. Die 25° Marke haben wir bereits geknackt, während sich die Temperaturen nachts noch um kühle 10° bewegen.
Nach wie vor dürfen wir uns über eine Vielzahl von Wildtieren freuen. Die Mule Deers werden immer dreister, spazieren gemütlich über die Ranch und lassen sich auch nicht von der rasenmähenden Lena beim Grasen stören. Ja, Walter hat in Bezug auf das leidige Rasenmähen tatkräftige weibliche Unterstützung erhalten! Er wird dieser Freizeitbeschäftigung wohl keine Träne nachweinen :-) Apropos „Ämtli-Verteilung“: Als Germanistin im Team fällt das Vergnügen der regelmässigen Berichterstattung wohl in meinen Bereich. Gerne stelle ich mich der Aufgabe und versorge die hoffentlich zahlreichen Leser in den kommenden Wochen mit der einen oder anderen Anekdote aus dem Leben auf der Ranch. Aber zurück zum Wesentlichen, unseren tierischen Nachbarn. Das Loon-Couple auf dem Knight Lake brütet seit einiger Zeit, eine Vollzeitbeschäftigung, die sich Herr und Frau Loon ganz im Sinne der Gleichberechtigung teilen. Schätzungsweise in 2-3 Wochen dürfen wir uns über den Nachwuchs freuen, wir sind gespannt! Bei einem Spaziergang um den Knight Lake haben auch eine Deer-Mutter und ihr süsses Kleines unseren Weg passiert und auch bei den Schwalben herrscht reger Betrieb in der Kinderstube; rundherum zeigt sich also der Frühling. Momentan beehren uns bis zu vier Kolibris, die sich jeweils lautstark um den schmackhaften Zuckersirup streiten. Die kleinen Kerle zeigen echten Kampfgeist wenn es um die Leckerei in unserer Tränke geht. Das bisherige Highlight war aber der Schwarzbär, der sich offenbar in der Gegend tummelt. Eben wollten wir einen gemütlichen Rundgang um den Knight Lake antreten, biegen hinter dem Marmot um die Ecke: und da trottet er, nur 20-30 Meter entfernt, gemütlich auf dem Waldweg. Wir haben dann beschlossen, das Feld zu räumen und den Waldweg dem Bären zu überlassen. Ich für meinen Teil hielt auch immer wieder Ausschau nach einem Weisskopf Seeadler. Dass Walter bereits einen gesichtet hatte, liess mich hoffen! Und dann, heute, beim Jäten, ist er plötzlich da und zieht seine Kreise über meinem Kopf, gigantisch! Dieses Highlight setzt den Schlusspunkt hinter meinen ersten Bericht.

Soviel also für den Moment, bald schon gibt es hier wieder die neusten Ereignisse von der Knight Lake Ranch nachzulesen.

Es grüsst euch herzlich und in Erwartung vieler weiterer Gäste
Nadine Burri

 

Bericht vom 9. Juni 2010

Mittlerweile ist der Rasen gemäht. Gerade einmal zwei Tage ohne nennenswerten Regen (tagsüber) habe ich dafür erwischt. Eigentlich sollte man drei bis vier Tage dafür zur Verfügung haben... Naja, irgendwie habe ich es trotzdem mit ach und krach geschafft. Da das Gras teilweise bereits sehr hoch (durchschnittlich ca. 15 cm, teilweise jedoch bis zu 25 cm!) und noch nass war, sieht’s halt noch etwas struppig aus. Insbesondere die Löwenzahn Blütenstengel werden beim Mähen auf den Boden gedrückt und stehen nach einem bis zwei Tagen wieder auf, was dann halt nicht ganz so schön aussieht ;-( Mit der Trimmer-Arbeit habe ich heute dann bei ständigem Regen und ziemlich minimalistisch durchgeführt. Letzten Montag hat mich unser Nachbar Mike Shmyr zu einem wunderschönen Ausflug ins Hinterland eingeladen. Mit dem ATV (Four-Wheeler oder 4-Rad Töff) waren wir rund 7 Stunden unterwegs und haben dabei u.a. schöne Landschaften, ein altes Indianer Camp, viele Sandhill Cranes (eine Kranich Art) und gar eine Schwarzbären-Mutter mit zwei Jungen beobachten können. Morgen verlasse ich dann die Knight Lake Ranch bereits wieder Richtung Rocky Mountains – aber schon bald werde ich auf unsere wunderschöne Ranch zurückkehren. In Kürze trifft nun (noch vor meiner Rückkehr) das restliche Ranch Team im Cariboo ein – herzlich willkommen Monica, Lena und Nadine. Heute habe ich übrigens schon mal die Leiter zum Steg montiert und die Wassertemperatur des Knight Lake gemessen – 15°C. Einem angenehmen Bad steht somit nicht mehr allzu viel im Wege. Ein paar wenige Tage Sonnenschein bei milden Nächten wird das Wasser dann schon bald auf 20°C und mehr aufheizen. Als Cowboy (leider ohne Pferd ;-( )durfte ich mich heute ebenfalls betätigen, denn ein paar Rindviecher haben offenbar den Weg durch kaputte Zäune in unser einladendes Heufeld gefunden. Insbesondere der wohl etwa zweijährige Stier starrte mich anfangs ziemlich herausfordern an und nahm auch eine entsprechende Haltung ein. So „bewaffnete“ ich mich mit einer Mistgabel, welche ich glücklicherweise nicht mit der spitzigen Zinken-Seite einsetzen musste, und konnte die Tiere so mit viel Geduld den ganzen Weg vom Gate beim Marmot Cabin bis zum hinteren Gate am Waldrand Richtung Shmyr’s treiben. Auf der hinteren Heuwiese kurz vor dem Gate, wo ich die Rindviecher aussperren wollte, sind sie dann ein paar Mal ausgebüchst, da v.a. der Stier wie’s schien Lust hatte, die sechs Mule Deer Böcke die sich genüsslich über das saftige Gras hermachten, zu jagen. Schliesslich ist es mir dann doch gelungen, das Vieh durch das Gate zu treiben, wo ich sie dann aussperren konnte.

So, nun sende ich Euch allen herzliche Grüsse von der Knight Lake Ranch,

Euer Walter Baumann

 

Bericht vom 4. Juni 2010

Auf der Knight Lake Ranch scheint täglich die Sonne, obwohl die letzte Woche recht nass war. Es vergingen kaum zwei Stunden ohne Regen. So schnell wie der Regen jeweils kommt, so rasch setzt sich dann jedoch auch die Sonne wieder durch. Nachdem die Gegend ja immer noch recht trocken und die Pegel der Seen recht tief sind, tut der Regen richtig gut. Da ja kein Dauerregen vorherrscht und die Temperaturen recht mild sind, wird dadurch das Wachstum des Grases stark gefördert. Dies gilt (leider) auch für unseren Rasen, der dringendst gemäht werden sollte. Dazu müsste er jedoch auch genügend abtrocknen können. Heute habe ich’s trotz Nässe mit Rasenmähen versucht. Ständig wurde der Rasenmäher vom nassen Gras verstopft. Schliesslich ist auch noch das Starterseil gerissen, so dass ich morgen zuerst mal nach 100 Mile House fahren muss, um ein neues zu kaufen. Dies kann ich dann gerade mit weiteren, noch anstehenden Kommissionen verbinden. Wir haben noch einige Stellen, wo immer noch kein Rasen wächst. Dazu habe ich an verschiedenen Orten bei uns sehr spärlichen Humus zusammengekratzt und vor allem um die Cabins herum und beim Lagerfeuer an den „kahlen“ Stellen verteilt und frisch angesät, was mich – mit wetterbedingten Unterbrüchen – einige Tage beschäftigt hat. Da es ständig wieder regnet, muss ich wenigstens nicht mit dem Gartenschlauch oder der Giesskanne herumrennen, um die frisch angesäten Stellen feucht zu halten :-) Bei starkem Regen finde ich auch unter Dach immer wieder etwas nützliches zu tun, sei’s in der Werkstatt oder im Haus.

Der Wind war in letzter Zeit auch nicht mehr ganz so stark, so dass ich mittlerweile auch schon ein paar mal mit dem Kanu auf dem See war und von dort aus die Ruhe, die schöne Aussicht, die wunderbare Tierwelt etc. geniessen konnte. Immer wieder kann ich tolle Tierbeobachtungen machen. Auf dem gestrigen Abendspaziergang zum Beispiel habe ich schon aus einiger Entfernung die Pferde von Shmyr’s, direkt neben einem Gatter, den ich passieren musste, erblickt. Schon aus einiger Entfernung habe ich ihnen zugesprochen. Als ich das Gatter passierte, war ich ganz erstaunt, einen Schwarzbären lediglich 25 bis 30 m entfernt zu entdecken. Wir (der Bär und ich) hatten uns dann einen Moment lang angeschaut und nachdem ich zu ihm „hello bear“ sagte, zog er es vor, das Weite zu suchen.

So, nun sende ich Euch allen herzliche Grüsse von der Knight Lake Ranch in die Schweiz, resp. an die GV und die Jubiläumsfeier von morgen Samstag,

Walter Baumann

 

Bericht vom 30. Mai 2010

Der Frühling ist auf der Knight Lake Ranch definitiv eingekehrt. Die sechste Saison der Knight Lake Guest Ranch kann bald beginnen. Seit dem 24. Mai ist die Knight Lake Ranch wieder von Menschen bewohnt, denn nachdem Walter Baumann in unserem kleinen kanadischen Paradies eingetroffen ist, sind die vielen Tiere nicht mehr allein unter sich.

Bereits am 25. Mai habe ich einige Erkundungsrund- und Spaziergänge gemacht, um zu sehen, wie die Ranch den Winter überstanden hat. In den Cabins schaut’s – abgesehen dass wir im "Stikine" Besuch von einem Chipmunk oder Eichhörnchen, welches einen Teil der Haushaltpapierrolle zerzaust und auf der ganzen Kitchenette und dem Boden angestreut hat -  gut aus. Selbst im "Nahanni" hatte wohl diesen Winter niemand residiert. Im Haupthaus ist ebenfalls alles in Ordnung.

Die Wiesen, welche letztes Jahr gemäht wurden, sind mittlerweile schön grün. Dem Gras und dem Löwenzahn kann man fast zusehen, wie es kräftig wächst. Dort, wo noch letztjähriges, verdorrtes Gras liegt, drückt das frische Gras auch langsam durch. Der Rasen muss in den nächsten Tagen bereits das erste Mal gemäht werden. Die Zäune, welche letztes Jahr für die Pferdeweide wieder hergerichtet sind, müssen nur an wenigen Stellen repariert werden.

Anfang Woche war es grösstenteils sonnig und nach kalten Nächten tagsüber gegen 16°C warm. Ende Woche war es dann recht regnerisch, was für den Boden sehr gut ist, denn nach dem sehr trockenen letzten Sommer und dem extrem schneearmen Winter sind die Böden für die Jahreszeit zu trocken. Heute Sonntag schien grössententeils die Sonne und die 20°C Marke wurde auch bereits fast erreicht.

Täglich sind wieder dutzende von Mule Deer (Maultierhirsche) zu sehen. Noch gut getarnt mit ihrem dunklen Winterfell sind sie allerdings nicht leicht zu erblicken. Auch sonst durfte ich auf der Ranch bereits eine riesige Auswahl an tierischen Bewohnern beobachten: zig Arten von Vögeln, u.a. Loons, Kanada Gänse, verschiedene Entenarten, einen Kranich, Weisskopf Seeadler, Kolibris, Robins, Spechte, Schwalben etc., Elche,  Kojoten, Erdhörnchen, Eichhörnchen, Chipmunks, Bisamratten und und und... Abends kann ich jeweils bei wunderbaren Froschkonzerten, welche durch Loon Gesänge und ab und zu durch heulende Kojoten verstärkt werden, einschlafen.

So - hoffentlich konnte ich Euch etwas "gluschtig" auf die Knight Lake Ranch machen, denn gerne empfangen wir ab dem 20. Juni auch noch kurzfristig oder gar unangemeldet Gäste...

Für die Canada Trail Ranch Generalversammlung und die Canada Trail Jubiläumsfeier am 5. Juni in der Gertau wünsche ich Euch allen recht viel Vergnügen.

Herzlichst grüsst Euch Euer Walter Baumann

In eigener Sache:

Für allfällige Anregungen bezüglich Änderungen, Verbesserungen oder Ergänzungen unserer Homepage haben wir stets ein offenes Ohr. Bitte sendet doch Eure Rückmeldungen an folgende e-mail Adresse: klrwalter@bluewin.ch